26.04.2013 · smart steuern ·

Schweigen ist keine Steuerhinterziehung

Steuerbescheid

Wer einen unrichtigen Steuerbescheid erhält und diesen nicht korrigieren lässt, muss keine Strafbarkeit wegen Steuerhinterziehung befürchten.

Das Steuerrecht ist kompliziert, auch für die Finanzämter. Fehler können im Alltag jedem passieren. Geht der Fehler zu Lasten des Steuerpflichtigen, sollte dieser spätestens einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids Einspruch einlegen oder einen Antrag auf Änderung stellen. Anderenfalls wird der Bescheid bestandskräftig, auch wenn er falsch ist.

Steuerbescheide grundsätzlich nachprüfen

Fällt der Steuerbescheid fälschlicherweise zu Gunsten des Steuerbürgers aus, müssen Betroffene keine Strafverfolgung wegen Steuerhinterziehung fürchten. Bedingung ist allerdings, dass die vorhergehende Steuererklärung ric

htig und vollständig war. Der Steuerpflichtige darf also keine Tatsachen weggelassen oder Zahlen verfälscht haben. Diejenigen, die durch Finanzamtsfehler beispielsweise überhöhte Erstattungen erhalten, müssen also keine Konsequenzen fürchten, wenn sie den unrichtigen Steuerbescheid stillschweigend hinnehmen. „Denn der BFH hat bestätigt, dass der Steuerpflichtige mit der Abgabe einer vollständigen und ordnungsgemäßen Steuererklärung seine Pflichten erfüllt hat“, unterstreicht Markus Deutsch, Leiter Steuern und Medien beim NVL. Es besteht deshalb auch keine Berichtigungspflicht gegenüber dem Finanzamt – sofern vorher alle Angaben richtig gemacht worden sind.

Franziska Zachert Geschrieben von:

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