15.05.2013 · smart steuern ·

Einkünfte aus Vermietung? Vorfälligkeitsentschädigungen nicht abziehbar!

Das Finanzgericht Düsseldorf hatte zu entscheiden, ob Vorfälligkeitsentschädigung als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar sind.

Eine Frau verkaufte ihre vermieteten Immobilien. Für die vorzeitige Ablösung des Finanzierungsdarlehens der Immobilien musste sie eine Entschädigung in Höhe von rund 70.000 € an die Bank zahlen. Diese Vorfälligkeitsentschädigung wollte sie später als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehen. Doch das Finanzamt lehnte den Abzug mit dem Argument ab, die Vorfälligkeitsentschädigung stehe nicht mehr in Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften, sondern sei nur der Veräußerung zuzuordnen.

Vermieterabsicht bestand nicht mehr
Vor dem Finanzgericht Düsseldorf hatte die Frau auch keinen Erfolg (Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 K 3506/12 F). Der Abzug nachträglicher Werbungskosten komme auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zum Abzug nachträglicher Schuldzinsen hier nicht in Betracht. Es sei kein Grund dafür ersichtlich, nach Wegfall der Vermietungsabsicht anfallende Schuldzinsen über die vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fälle hinaus zu berücksichtigen.

Geschrieben von:
Stefan Heine Stefan versteht als Fachanwalt für Steuerrecht selbst die Gesetze, die ihre eigenen Autoren verzweifeln lassen. Dabei widerlegt er das Gerücht, Juristen könnten nicht rechnen – zur Freude unserer Kunden und zum Ärger des Finanzamtes. Mit viel Ruhe sorgt Stefan für Ausgleich und Harmonie im smartsteuer Team.
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