04.06.2013 · smart steuern ·

Abgabetermin der Steuererklärung 2012 verpasst?

Am 31. Mai war der letzte Abgabetermin für die Steuererklärung 2012. Termin verpasst? Keine Panik. Auf Antrag gibt es Aufschub.

Sie haben es nicht geschafft Ihre Steuererklärung bis zum 31. Mai beim Finanzamt einzureichen? Keine Sorge. Sie müssen nicht sofort Strafgelder befürchten. In einigen Finanzämtern sind die Mitarbeiter sogar froh, wenn nicht alle Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung zur selben Zeit einreichen. Nachsichtig mit Ihnen ist man allerdings nur, wenn Sie sich zeitnah um eine Fristverlängerung bemühen.
Normalerweise darf das Finanzamt einen Verspätungszuschlag oder ein Zwangsgeld festsetzen, wenn die pünktliche Abgabe der Steuererklärung verbummelt wird. Die Strafgelder können bis zu  zehn Prozent der fälligen Einkommensteuer ausmachen, maximal 25.000 Euro. Strafen können selbst dann verhängt werden, wenn Trödler eigentlich Geld vom Fiskus zurückbekämen.

Fristverlängerung ist ohne Versäumniszuschlag möglich
Wer sich gleich in den nächsten Tagen bei seinem Finanzamt meldet, kann in der Regel problemlos telefonisch oder per Schreiben mit kurzer Erklärung noch einige Wochen Aufschub für die Steuer herausholen. Ganz ohne Versäumniszuschlag. Steuerpflichtige müssen auf jeden Fall einen Grund für die Fristverlängerung darlegen.

Mögliche Gründe für die Fristverlängerung:

  • Dienstreisen
  • Krankheit
  • Umzug oder
  • Ausstehende Unterlagen von Bank, Krankenversicherung oder dem Riester-Anbieter.

Erhält man keine Antwort vom Finanzamt, ist der Aufschub meist stillschweigend akzeptiert. Dank des Antrages haben Sie dann bis spätestens 30. September Zeit.

Wer eine Fristverlängerung beantragen sollte

  • Rentner, deren Einkünfte 2012 über 8004 Euro lagen (16.008 für Verheiratete)
  • Arbeitnehmer, die eine Nachzahlung an den Fiskus zahlen müssen (z.B. Nebeneinkünfte   zum Gehalt oder einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte)
  • Arbeitnehmer, die eine Abfindung vom Chef oder Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen-, Kurzarbeiter-, Kranken- oder Elterngeld erhalten haben
  • Arbeitnehmer, die mehrere Arbeitgeber gleichzeitig hatte oder
  • Ehepartner, der auf Steuerklasse fünf oder sechs gearbeitet hat
  • Getrennt Lebende wie Geschiedene, die vom Ex Unterhalt bekamen.

Wir raten Ihnen: Lieber spät als gar nicht abgeben, um einem blauen Brief vom Finanzamt zuvorzukommen. In den meisten Fällen gibt es nämlich Geld vom Fiskus zurück.

Franziska Zachert Geschrieben von:

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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Matthias Fuchs sagt:

    Ein freundliches Hällochen an alle,

    ich brauche mal smartsteuer experten:
    Wurde freundlichst vom Finanzamt mal gebeten die Steuererklärung 2011 bis 16 abzugeben. Komme mit smartsteuer aber nur bis 2013 zurück. gibt es ein Hintertürchen?
    Danke für Eure HIlfe
    Gruß
    Matthias

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Smartsteuer hat immer nur die letzten 4 Jahre im Angebot, da die für Antragsveranlagung relevant sind.

  • Avatar Sven Falkner sagt:

    Musste in die Privatinsolvenz und die möchten jetzt das ich eine Steuererklärung für 2012 mache , das ist jetzt 6 Jahre her , wie verhalte ich mich jetzt ?

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Guten Tag,

    das ist schwierig zu beantworten. Grundsätzlich ist der Insolvenzverwalter dazu verpflichtet, Ihre Steuererklärung zu erstellen.


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