09.01.2014 · smart steuern ·

Teil 1: Steueränderungen 2014?

Zum Jahresbeginn 2014 treten in der Einkommensteuer und bei der Sozialversicherung zahlreiche Steueränderungen in Kraft. In unserem zweiteiligen Beitrag lesen Sie die wichtigsten Neuerungen.

Reisekosten leicht gemacht

Wer beruflich außerhalb der regelmäßigen Tätigkeitsstätte mehr als acht Stunden unterwegs ist, kann eine Pauschale von 12 Euro für den erhöhten Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Bei ganztägiger Abwesenheit sind es weiterhin 24 Euro. Die bisherige „Zwischenstufe“ bei Abwesenheit von 14 bis 24 Stunden entfällt aus Vereinfachungsgründen.

das ändert sich 2014

Pendlerpauschale ausgeweitet

Schlechtere Karten haben Arbeitnehmer, die langandauernd bei Kunden außerhalb ihres Betriebs eingesetzt werden: Bislang konnten sie die Fahrtkosten zur fremden Betriebsstätte als Reisekosten absetzen. Damit waren die Hin- und Rückfahrt und für drei Monate Verpflegungsmehraufwendungen steuerlich abzugsfähig. Ist der Arbeitnehmer ab 2014 dauerhaft einer Einrichtung des Kunden zugeordnet, gilt fortan nur die Pendlerpauschale. Allerdings muss der beabsichtigte Einsatz grundsätzlich mehr als 48 Monate betragen, anderenfalls sind weiterhin Reisekosten absetzbar.

Vereinfachung bei doppelter Haushaltsführung

Wer auswärts berufsbedingt einen doppelten Haushalt führt, kann ab 2014 für seine Unterkunftskosten monatlich bis zu 1.000 Euro steuermindernd absetzen. Bislang richtete sich die Obergrenze nach der ortsüblichen Miete für eine 65 Quadratmeter große Zweitwohnung.

Positiv für Pendler: Die Finanzämter sind angewiesen, geringere Aufwendungen mit höheren Kosten anderer Monate zu verrechnen.

Beispiel: Im Januar 2014 werden 1.200 Euro aufgewendet, im Februar nur 800 Euro. Dennoch kann der Steuerpflichtige für beide Monate 1.000 Euro ansetzen. Hinzu kommen die Kosten für eine wöchentliche Heimfahrt und in den ersten drei Monaten Verpflegungsmehraufwendungen.

Mehr Steuern für Wehrdienst und Bufdis

Für freiwillig Dienstleistende endet mit Ablauf des Jahres 2013 eine Übergangsregelung. Bis dahin konnten die jungen Männer und Frauen ihre Geld- und Sachbezüge sowie die truppenärztliche Heilfürsorge steuerfrei vereinnahmen. Für alle ab 2014 beginnende Dienstverhältnisse ist damit Schluss. Steuerfrei bleiben nur noch der Wehrsold und das an Bundesfreiwilligendienstleistende gezahlte Taschengeld. Viele Wehrdienstleistende und Angehörige des Bundesfreiwilligendienstes dürften aber im Endeffekt dennoch keine oder nur sehr wenig Steuern zu zahlen haben, sofern nicht weitere steuerpflichtige Einkünfte im Jahr, beispielsweise aus Monaten vor Dienstbeginn oder beim Ehegatten, vorliegen.

Geschrieben von:
Jennifer Dittmann Jenni kann als Steuerfachangestellte ihr Fachwissen mit technischem Verständnis kombinieren. Ihre große Stärke ist es, schwierige Sachverhalte als einfach verständliche Inhalte zu vermitteln. Selbst Kollegen ohne steuerliches Wissen werden nach ihren Erklärungen schwach und interessieren sich vermehrt für die Thematik. Dies gemeinsam mit ihrer Hilfsbereitschaft bringt Kunden und Kollegen zum Staunen.
Mach Dein Insiderwissen zu Geld!
Steuererklärung starten

LETZTE BEITRÄGE


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)