30.04.2014 · smart steuern ·

Die Einkommensteuererklärung – lohnt sich das überhaupt?

Bald endet die Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung 2013 – am 02. Juni 2014 (der 31. Mai 2014 fällt dieses Jahr auf einen Samstag). Tatsächlich scheuen viele Steuerpflichtige diesen Aufwand und verschenken so bares Geld!

Die Abgabe einer Einkommensteuererklärung dient normalerweise der korrekten Berechnung der zu zahlenden Steuern für ein Kalenderjahr und kann sowohl zu einer Steuererstattung als auch zu einer Nachzahlung führen. Prinzipiell ist es so, dass dem Arbeitnehmer monatlich vom Arbeitgeber ein Betrag abgezogen und an das Finanzamt abgeführt wird. Das sind in aller Regel Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialversicherungsbeiträge, gegebenenfalls auch Kirchensteuer. Aber die Berechnungsbasis, die der Arbeitgeber für dieses Lohnabzugsverfahren nutzt, muss nicht zwangsläufig mit der realen Besteuerungsgrundlage für den Arbeitnehmer übereinstimmen! Denn der Steuerabzug basiert – vereinfacht dargestellt – auf der Eingruppierung in eine Steuerklasse, die den aktuellen Lebensumständen (z. B. verheiratet oder ledig)  entspricht, und es wird davon ausgegangen, dass diese Basis im Jahr gleich bleibt. Diese ändert sich jedoch oft, was dazu führt, dass der Betroffene zu viel Steuern gezahlt hat. Zudem können einige Ausgaben geltend gemacht werden, die seine Steuerlast mindern. Im Durchschnitt beträgt die Steuererstattung pro Steuerpflichtigem bei smartsteuer nämlich 1.069 Euro!

Was kann sich steuermindernd auswirken?

Zunächst ist das Einkommen generell erst steuerpflichtig, wenn es über den Grundfreibeträgen liegt, die der Existenzsicherung dienen. Diese betragen für das Jahr 2014 bei Singles 8.354 Euro und 16.708 Euro bei zusammenveranlagten Paaren. Ansonsten müssen alle Positionen, die zum Einkommen zählen, eingetragen, belegt und zusammengerechnet werden. Das sind beispielsweise außer dem Gehalt, das mit der Lohnsteuerbescheinigung dokumentiert wird, auch weitere Einnahmen unterschiedlicher Art. Von der so ermittelten Gesamtsumme können dann diverse Kosten abgezogen werden, die die Steuerschuld mindern. Dazu gehören Werbungskosten, die grundsätzlich im Rahmen der Veranlagung pauschal mit 1.000 Euro angesetzt werden oder, wenn der Betrag höher ist, mit Einzelbelegen nachzuweisen sind. Auch Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen gehören zu den berücksichtigungsfähigen Kosten. Die jeweiligen Abzugsmöglichkeiten sind individuell unterschiedlich und sie können sich schnell beachtlich summieren, sodass sich das zu versteuernde Einkommen merklich verringern kann!

Stefan Heine Geschrieben von:

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