14.08.2014 · smart steuern ·

Wie Sie bei der Abgeltungsteuer sparen können

Zinsen und Dividenden unterliegen der pauschalen Abgeltungsteuer. Damit müssen viele Anleger in der Einkommensteuerklärung diese Einkünfte auch nicht mehr eintragen. Dennoch ist dies aber durchaus ratsam!

Viele Anleger verschenken Geld, wenn sie in der Steuererklärung nicht das entsprechende Kreuz zur Neuberechnung ihrer Kapitalerträge setzen. Eine Überprüfung der einbehaltenen Abgeltungsteuer durch das Finanzamt bietet sich beispielsweise an, wenn der Sparerpauschbetrag von 801 Euro bzw. 1.602 Euro für Verheiratete nicht ausgeschöpft wurde.

Persönlicher Steuersatz günstiger?

Darüber hinaus gilt bei der Abgeltungsteuer zwar eine pauschale Versteuerung von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuer. Steuerpflichtige mit geringem Einkommen können aber beantragen, dass ihre Kapitalerträge dem persönlichen – eventuell günstigeren – Steuersatz unterworfen werden. Keine Angst: Ist die Abgeltungsteuer am Ende doch vorteilhafter, bleibt es dabei. Von der Günstigerregelung profitieren typischerweise Rentner, Personen mit Lohnersatzleistungen oder Bezieher steuerfreier ausländischer Einkünfte.

Junioren und Senioren aufgepasst!

Anleger über 64 Jahre können mit der Steuererklärung zudem ihren Altersentlastungsbetrag bis zu 1.900 Euro geltend machen. Arbeitnehmer können ebenfalls einen Steuervorteil erhalten. Wenn sie keine weiteren Nebeneinkünfte haben, bleiben Kapitalerträge über dem Sparerpauschbetrag hinaus bis zu 410 Euro völlig steuerfrei und bis zu weiteren 820 Euro teilweise. Für diese Personengruppen, ältere Sparer und Arbeitnehmer, lohnt sich deshalb eine Versteuerung ihrer Kapitalerträge über das Finanzamt auch bei höheren individuellen Steuersätzen. Im Übrigen haben auch Minderjährige Anspruch auf den Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro. Werden also Kapitalanlagen auf den Nachwuchs übertragen, lässt sich die Pauschale neben den Eltern nochmals zum Steuern sparen ausnutzen.

(Viola C. Didier / smartsteuer)

Jennifer Dittmann Geschrieben von:

Mach Dein Insiderwissen zu Geld!
Steuererklärung starten

LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Hallo,
    die Hinweise sind wichtig und interessant.Ich habe aber kürzlich gelesen,daß ab 2014 die Günstigerprüfung wegfallen soll. Stimmt das und was gibt es dann für eine Alternative?
    Vielen Dank und beste Grüße
    Gert-Dietmar Sonk


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)