17.10.2014 · smart steuern ·

Anlage EÜR: Was Sie hierzu wissen müssen

Das Bundesfinanzministerium hat in einem aktuellen BMF-Schreiben die Vordrucke der Anlage EÜR und die dazugehörige Anleitung für das Jahr 2014 bekanntgegeben. Doch was ist die Anlage EÜR überhaupt und wer braucht sie?

Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer – also beispielsweise Ärzte, Anwälte, Journalisten, Berater, Prüfer, Kleingewerbetreibende ohne Handelsregistereintrag und Einzelkaufleute mit Handelsregistereintrag – erstellen zum Jahresende eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), die gemeinsam mit der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt eingereicht wird. Sie dient der Gewinnermittlung aus der selbstständigen Tätigkeit, auch wenn diese nur nebenbei ausgeübt wird.

BMF-Schreiben vom 02.10.2014

Das neue BMF-Schreiben informiert nun unter anderem darüber, dass es bei Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro nicht beanstandet wird, wenn der Steuererklärung anstelle des Vordrucks eine formlose Gewinnermittlung beigefügt wird. Insoweit wird auch auf die elektronische Übermittlung der Einnahmenüberschussrechnung verzichtet. Die Verpflichtungen, den Gewinn nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften zu ermitteln sowie die sonstigen gesetzlichen Aufzeichnungspflichten zu erfüllen, bleiben davon natürlich unberührt.

Unser Tipp: Belege sorgfältig ordnen!

Für Ihre EÜR benötigen Sie Belege, aus denen Ihre Einnahmen und Ausgaben hervorgehen. Dazu gehören u.a. Ausgangs- und Eingangsrechnungen, Quittungen, Kontoauszüge, Verträge usw. Diese müssen Sie zwar nicht beim Finanzamt vorlegen, aber im Falle eine Nachprüfung natürlich vorlegen können! Hilfreich ist es, dafür handschriftliche oder am PC erstellte Listen anzulegen. Alternativ können Sie die Geschäftsfälle auch einfach auf entsprechende Konten buchen, wenn Sie ein Buchführungsprogramm wie z.B. lexoffice nutzen.

(Viola C. Didier / Redaktion)

Stefan Heine Geschrieben von:

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