06.11.2014 · smart steuern ·

Steuererstattung 2014 vorziehen – so geht’s!

Mit einem Lohnsteuerermäßigungsantrag bis 30. November 2014 können Sie ihre erwartete Steuererstattung schon auf Dezember 2014 vorziehen. Wie das geht, lesen Sie im nachfolgenden Beitrag.

Arbeitnehmer, die steuermindernde Ausgaben haben, können einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen. Für 2014 muss der Antrag spätestens am 30. November beim zuständigen Finanzamt eingegangen sein – es gilt also, sich zu beeilen! Durch den Antrag ermittelt das Finanzamt einen Freibetrag und stellt ihn dem Arbeitgeber im Rahmen des elektronischen Abrufverfahrens schon für die Dezemberabrechnung 2014 zur Verfügung.

Woran muss man denken?
Für bestimmte Ausgaben gibt es eine Antragsgrenze von mindestens 600 Euro, zum Beispiel für Werbungskosten, die den Arbeitnehmer-Pauschbetrag übersteigen, für bestimmte Sonderausgaben, für außergewöhnliche Ausgaben allgemeiner Art und insbesondere für Unterhaltszahlungen an Ehegatten und andere Unterhaltsberechtigte.

Werbungskosten und Sonderausgaben ausschöpfen
Zu den Werbungskosten zählen zum Beispiel die Entfernungspauschale für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, nicht vom Arbeitgeber erstattete Reisekosten, Kosten der doppelten Haushaltsführung, des beruflich bedingten Umzuges, der Fortbildung, des Arbeitszimmers, der Fachliteratur und der Arbeitsmittel. Als Sonderausgaben zu berücksichtigen sind insbesondere Unterhaltszahlungen an getrennt lebende oder geschiedene Ehegatten bis 13.805 Euro im Jahr, die gezahlte Kirchensteuer, zwei Drittel der tatsächlichen Kinderbetreuungskosten von höchstens 6.000 Euro im Jahr für unter 14 Jahre alte Kinder und für schwerbehinderte Kinder.

Außergewöhnliche Ausgaben nicht vergessen
Zu den außergewöhnlichen Ausgaben allgemeiner Art gehören insbesondere selbst getragene Ausgaben bei Krankheit und bei Naturkatastrophen zur Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung und zur Instandhaltung der selbstgenutzten Immobilie; sie werden um die zumutbare Eigenbeteiligung gemindert.

Folgende Ausgaben werden auch berücksichtigt, wenn sie die Antragsgrenze von 600 Euro nicht übersteigen:

  • Pauschbeträge für behinderte Personen
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen im Haushalt
  • Ohne Einschränkung können auch Verluste aus Vermietung und Verpachtung einer Immobilie ab dem Jahr nach Anschaffung bzw. Fertigstellung des Gebäudes eingerechnet werden.

 

Wichtig: Frist 30.11.2014

Der Antrag muss bis 30. November 2014 beim Finanzamt gestellt sein, dann werden die gesamten Ausgaben des Jahres im Dezember als Freibetrag berücksichtigt. Der Nettoverdienst im Dezember fällt dadurch höher aus.

Unser Tipp: Lohnbüro informieren
Wer einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung beim Finanzamt stellt, sollte zur Sicherheit das Lohnbüro im Betrieb über den Antrag informieren, damit bei der Neuberechnung nichts schiefgehen kann!
(Viola C. Didier / smartsteuer)


Jennifer Dittmann Geschrieben von:

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