16.12.2014 · smart leben ·

Platz da – so verkaufen Sie Bücher, CDs und DVDs

Ein Leben ohne gedruckte Bücher, CDs, DVDs und Blu-rays ist möglich. Wie Sie den Übergang zu modernen Medien schaffen, lesen Sie im Artikel Spotify, Netflix, Kindle – so geht Mediennutzung heute nach. Wie versprochen, erfahren Sie heute, was Sie mit Ihren „alten“ Medien machen können – und sei es nur um Platz im Regal zu schaffen.

Vorab etwas Nostalgie

Bevor Sie sich ans große „Ausmisten“ machen, ein paar Gedanken über Veränderungen. Ich kann jeden verstehen, der lieber ein „echtes“ Buch statt der elektronischen Variante in der Hand halten will. Es ist schließlich auch eine im Wortsinn sinnliche Erfahrung, ein gedrucktes Werk in Händen zu halten. Außerdem hat ein volles Bücherregal auch etwas gemütliches. Nicht zuletzt kann die richtige Bücherauswahl auch dem Besucher gewisse Signale schicken, so nach dem Motto: „Ich habe mich durch Kant und Hesse gearbeitet. Du auch?“. Was Musik betrifft: Die Tonqualität einer CD ist normalerweise tatsächlich etwas besser als die gestreamte Musik aus dem Internet. Von Schallplatten und den damit verbundenen Ritualen fange ich gar nicht an zu reden – ich habe selbst noch jede Menge Vinyl in den Regalen. Was ich sagen will: Keiner, auch ich nicht, ändert von einem Tag auf den anderen seine Mediennutzung. Bei einem geht es schneller, beim anderen dauert es Jahrzehnte. Auch ich habe mich erstmal nur von einem Teil meiner Bücher, CDs und DVDs getrennt. Entscheidend ist: Ich habe es bisher nicht bereut.

Beim Verkauf macht’s die Menge

Wie bekommt man nun größere Mengen Bücher, CDs und DVDs schnell, einfach und möglichst gewinnbringend wieder los? Ebay ist einigermaßen aufwändig, das Gleiche gilt für Ebay Kleinanzeigen. Diese Portale lohnen sich nur, wenn Sie einzelne, besonders wertvolle Artikel losschlagen wollen. Eins sollte jedem von vornherein klar sein: Für die meisten Sachen, die Sie verkaufen wollen, erhalten Sie, egal wo, nur relativ wenig. Es lohnt sich eben erst, wenn es viel auf einmal ist. Für diese Fälle bieten sich Ankaufdienste im Internet an. Mittlerweile gibt es die fast schon wie Sand am Meer: Die bekanntesten sind Rebuy, Momox, Regalfrei, Zoxs und Flip4new.

Festpreise – mit großen Unterschieden

Das Prinzip aller Anbieter ist identisch: Sie geben an, was Sie verkaufen wollen – entweder auf der Internetseite oder, wenn vorhanden, in der Smartphone-App. Das erfolgt bei Büchern beispielsweise über die Eingabe der ISBN oder per Smartphone mit Hilfe eines Barcode-Scanners. Der Anbieter nennt Ihnen einen Festpreis, für den er den Artikel ankauft. Ab einer gewissen Ankaufsumme (Höhe abhängig vom Anbieter) schicken Sie die Sachen dann per Paket versandkostenfrei an den Anbieter. Der prüft zunächst, ob die Ware seinen Ansprüchen bzw. Ihren Einstufungen entspricht. Ist alles in Ordnung, bekommen Sie das Geld aufs Konto überwiesen. Soweit die Theorie.

Wer das einmal ausprobiert, merkt schnell: Die Ankaufpreise sind meist erschreckend niedrig und unterscheiden sich zum Teil deutlich. Was also tun? Alle Anbieter ausprobieren und dann nach Gefühl bei einem alles verkaufen? Nein, natürlich nicht. Wie eigentlich fast immer im Internet, wenn es um Preise geht, gibt es Preisvergleiche. Sie heißen in diesem Fall Werzahltmehr und Bonavendi.

Wer ist besser – Werzahltmehr oder Bonavendi?

Als Mann der klaren Worte lautet meine Antwort: Bonavendi. Meine Begründung:

Ich habe bei beiden vor allem mit der Smartphone-App gearbeitet. Was positiv auffiel: Der eingebaute Barcode-Scanner funktionierte bei beiden Apps tadellos. Auch bei schlechtem Licht erkannte er den Code und damit den Artikel. Innerhalb weniger Sekunden listete dann die App auch die Preise von jeweils rund 30 Anbietern auf. Das alles ging relativ flott, auch bei vielen Artikeln. Selbst das Eintippen von Zahlen, wenn es mal keinen Barcode gab, klappte gut. Bis hierhin beide gleich gut.

Danach wurde es komplizierter. Denn innerhalb der Apps ließen sich die Artikel nur erfassen, alles weitere ging nur im Browser. Nur dort erfuhr ich letztlich, bei welchem Anbieter ich den besten Preis erzielen würde. Also musste ich an den Computer. Vorher noch beim jeweiligen Anbieter registrieren, denn sonst funktioniert gar nichts. Und hier hatte dann Bonavendi die Nase vorn. Übersichtlich werden die vorher eingescannten Artikel aufgelistet. Per Mausklick gibt es verschiedene Varianten: „Maximalpreis“, „Bonavendi-Empfehlung“ und „Bester einzelner Anbieter“. Letzteres heißt, dass Sie die gesammelten Artikel nur an einen Anbieter verschicken. Das gibt etwas weniger Geld – aber auch weniger Stress (siehe Bilder).

Haben Sie sich entschieden, klicken Sie auf „Verkaufen“ und werden zur jeweiligen Anbieterseite geleitet, wo Sie schließlich Ihren Verkauf abschließen. Kleines Manko, auch bei Bonavendi: Sie müssen dort die Artikelnummern nochmals reinkopieren.

Tipp: Entdecken Sie auf Ihrer Verkaufsliste etwas besonders Wertvolles, sollten Sie es vielleicht doch lieber separat über andere Kanäle verkaufen. Bei mir war das die „Star Wars Blu-Ray-Box“ – für die ich im Preisvergleich schon bis zu 45 Euro bekommen sollte. Bei Ebay Kleinanzeigen sind es sicher 20 Euro mehr.

Fazit: Reichtümer sind bei Ankaufdiensten grundsätzlich nicht zu erwarten. Allerdings lassen sich damit recht schnell größere Mengen an Büchern, CDs, DVDs und mehr verkaufen. Ein aufwändiger Einzelverkauf erübrigt sich genauso wie ein Flohmarkt, bei dem Sie ohnehin nicht wissen, was Sie am Abend wieder mit nach Hause bringen. Meine Empfehlung ist dabei der Preisvergleich Bonavendi. Damit bleibt dann nur noch eine Frage übrig: Wie nutzen Sie den frei gewordenen Platz? Aber eine Antwort darauf finden Sie bestimmt auch ohne meine Hilfe.


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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Hans sagt:

    Ich denke es gibt wenig Re-Commerce Anbieter die man tatsächlich gar nicht empfehlen kann. Rebuy und Momox sind aus meiner Erfahrung uneingeschränkt empfehlenswert. Überhaupt unterscheiden sich die meisten Re-Commerce Anbieter nur in Nuancen.

    Rebuy ist unser Testsieger und auch aktuell der Testsieger der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien: http://www.dtgv.de/nationale-studien/re-commerce-anbieter-im-test.html

    Wer möchte, darf sich gerne mal meine Seite dazu ansehen: http://www.buecherverkaufen24.net

    Ich habe mir hier sehr viel Mühe gegeben zu erklären wie der Bücherverkauf online funktioniert (mit Checkliste & Praxisanleitung, Vergleichstabelle, integrierten Videos, Ratgeber, etc.) und welche seriösen Anbieter es hierzu gibt, allerdings nur eine Auswahl genommen. Ich hoffe tatsächlich das dies dem ein oder anderen weiterhilft.

    Viele Grüße
    Hans

  • Avatar Gerald sagt:

    Also so kann man den Vergleich nicht wirklich darstellen. Denn es gibt ja Unterschiede in Mindestanzahl, Menge, Versandkosten und manche lehnen viel ab oder mindern den Preis. Aus steuerlichen Gründen verkaufe ich auch über die Sofortankäufer, und habe alle durch die da seriös sind. Meine Favoriten für Bücher medifanten.de -Für Spiele Momox, für Konsolen und CDs Zox.

  • Avatar Max8 sagt:

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Mehrwegbuch gemacht (http://www.mehrwegbuch.de/), was das verkaufen gebrauchte Bücher angeht. Ich glaube, die nehmen jetzt auch DVDs und Blue Rays, aber meines Wissens keine CDs.

  • Avatar Studi sagt:

    Schöner Vergleich von Portalen zum Buchankauf. Der Artikel ist leider schon ein bisschen älter. Ein neuerer Anbieter, speziell für Studienliteratur und Fachbuchankauf, wäre http://www.studibuch.de

    Schaut doch mal dort vorbei, wenn Ihr mal wieder gebrauchte Bücher verkaufen wollt.

  • Avatar Nadine sagt:

    Durch zufall auf den Eintrag gestossen SUPER GENIAL statt erhoffter 15 EUR mit alten Büchern und Cds nun knapp 40 EUR gemacht grandios 😉


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