08.01.2015 · smart steuern ·

Diese Steueränderungen gelten im neuen Jahr 2015

Der Jahresbeginn 2015 bringt wie jedes neue Jahr auch Veränderungen bei Einkommensteuer und Sozialversicherung mit sich. Die wichtigsten Neuerungen für Arbeitnehmer lesen Sie in unserem Beitrag.

Die Altersvorsorge wird attraktiver

So wie in den letzten Jahren steigt auch 2015 der Abzugsbetrag für Beiträge zur Altersvorsorge wie der gesetzlichen Rentenversicherung oder privaten Rürup-Verträgen um zwei Prozentpunkte. 2015 sind 80 Prozent der Beiträge Sonderausgaben. Vom Arbeitnehmerbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung werden 60 Prozent berücksichtigt.

Die Rentenfreibeträge sinken

Ebenfalls wie in den letzten Jahren erhalten Rentner, die im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen, einen geringeren Rentenfreibetrag als frühere Rentnerjahrgänge. Bei Rentenbeginn 2015 beträgt der Freibetrag nur noch 30 Prozent der Jahresrente. Für Rentner früherer Jahrgänge bleibt eine höhere Rente steuerfrei. Wer Anfang 2015 in Rente geht, muss bereits ab einer Brutto-Jahresrente von mehr als 14.000 Euro mit einer Steuerbelastung rechnen, wenn er lediglich die gesetzlichen Versicherungsbeiträge als Ausgaben geltend machen kann.

Sozialversicherungsbeiträge werden angepasst

Gut verdienende Arbeitnehmer müssen 2015 für einen höheren Bruttolohn Beiträge zahlen. So steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung von 5.950 Euro auf 6.050 Euro im Monat, in den neuen Bundesländern von 5.000 Euro auf 5.200 Euro. Bei der Kranken- und Pflegeversicherung gilt ab Januar eine Beitragsbemessungsgrenze von 4.125 Euro, 2014 waren es noch 4.050 Euro.

Neue Beitragssätze beachten

Für alle Versicherungspflichtigen ändern sich die Beitragssätze. In der gesetzlichen Rentenversicherung sinkt der Beitragsanteil des Arbeitnehmers um 0,1 Prozentpunkte auf 9,35 Prozent. In der Krankenversicherung verringert sich der Beitragsanteil sogar um 0,9 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent. Allerdings können die Krankenkassen erstmals einkommensabhängige Zusatzbeiträge festlegen. Ob und in welchem Umfang sich deshalb der Krankenversicherungsbeitrag verringert, hängt von den Festlegungen der jeweiligen Krankenkasse ab. Der Arbeitnehmerbeitrag in die gesetzliche Pflegeversicherung steigt um 0,15 Prozentpunkte auf 1,175 Prozent. Kinderlose und Arbeitnehmer in Sachsen haben einen höheren Beitragssatz.

Unser Tipp: Abzüge überprüfen!

Der Steuertarif ändert sich in 2015 nicht. Dennoch ändert sich die Lohnsteuer bei gleichem Einkommen, da sich die Vorsorgepauschale ändert. So verringern sich teilweise die Sozialversicherungsbeiträge, andererseits wird der Rentenbeitrag stärker berücksichtigt.

Durch diese Änderungen wird ein Arbeitnehmer in der Steuerklasse I, ohne Kinder, der 3.000 Euro Bruttolohn im Monat erhält, im kommenden Jahr 52 Euro mehr Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag zahlen – rund 4 Euro im Monat. Dafür zahlt er monatlich rund 25 Euro weniger Sozialabgaben. Falls seine Krankenkasse Zusatzbeiträge erhebt, verringert sich die Lohnsteuer, dafür steigen die Sozialabgaben.

(Viola C. Didier / smartsteuer)

Stefan Heine Geschrieben von:

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