05.02.2015 · smart steuern ·

Husten, Schnupfen, Halsweh: Ist eine Erkältung eine außergewöhnliche Belastung?

Erkältung und Grippe haben jetzt Hochsaison! Neben den körperlichen Beschwerden greifen viele Betroffene auch tief in die Tasche, wenn es um Medikamente geht. Die finanzielle Belastung ist also höher als sonst – doch können die anfallenden Kosten wenigstens eine steuerliche Erleichterung bringen?

Außergewöhnliche Belastungen im Steuerrecht führen mitunter zu einer Steuerlastminderung bzw. zu einer Steuerrückerstattung. Voraussetzung hierfür ist, dass die insgesamt im Kalenderjahr aufgewendeten Kosten den zumutbaren Eigenanteil überschreiten. Dieser ermittelt sich in Abhängigkeit der gesamten Einkünfte und liegt z. B. bei einer Familie mit drei Kindern und einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro bei 400 Euro.

Belege sammeln und auf dem Laufenden bleiben!

Quittungen und Belege für sämtliche Krankheitskosten – darunter fallen unter anderem ärztlich verordnete Medikamente, medizinische Behandlungen aber auch Sehhilfen oder Zahnersatz – sollten daher bereits von Jahresbeginn an gut aufbewahrt werden. Für die steuerliche Anerkennung zählt der Zeitpunkt der Bezahlung. Doch auch wenn sich die Kosten innerhalb der zumutbaren Belastung bewegen, kann die sich Geltendmachung der angefallenen Beträge in der Steuererklärung lohnen! Da regelmäßig Klagen bezüglich der Höhe des zumutbaren Eigenanteils vor den Gerichten anhängig sind, sollten Sie aktuelle Verfahren und Entscheidungen in den Medien fortwährend im Blick behalten.

Unser Tipp: Vorsicht bei Bonusprogrammen

Viele Krankenkassen werben mittlerweile mit verschiedenen Bonusprogrammen. Versicherten werden für die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen oder sportlichen Aktivitäten belohnt. Doch Vorsicht: Solche Bonuszahlungen sind einkommensteuerpflichtig und müssen in der Jahressteuererklärung von den als Sonderausgaben geltend gemachten Krankenversicherungsbeiträgen abgezogen werden! Dies gilt auch für erhaltene Beitragsrückerstattungen.

(Viola C. Didier / smartsteuer)

Stefan Heine Geschrieben von:

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