18.03.2015 · smart steuern ·

Steuererklärung 2014: Neues Reisekostenrecht beachten!

In nur zwei Wochen stehen die Osterfeiertage vor der Tür – Zeit, sich der Steuererklärung für 2014 anzunehmen. Die meisten Änderungen in der Steuererklärung betreffen das neue Reisekostenrecht – lesen Sie nachfolgend, was Sie hierbei beachten sollten.

Die bisherigen Fahrten zur regelmäßigen Arbeitsstätte werden 2014 als Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte angegeben. Hinter der Begriffsänderung verbirgt sich eine wichtige Neuerung: Bei mehreren Arbeitsstellen kann der Arbeitgeber einen beliebigen Ort als erste Tätigkeitsstätte festlegen. Dies kann auch ein Arbeitsort sein, der nur selten aufgesucht wird. Eine solche Festlegung ist günstig, weil hierdurch die übrigen Fahrten als Reisekosten berücksichtigt werden. Hat der Arbeitgeber nichts festgelegt, zählt bei mehreren Arbeitsstellen der Ort als erste Tätigkeitsstätte, an dem der Arbeitnehmer an jedem Arbeitstag tätig wird oder zwei volle Arbeitstage oder mindestens ein Drittel der gesamten Arbeitszeit ist.

Wer hat überhaupt eine „erste Tätigkeitsstätte“?

Kraftfahrer, Bauarbeiter, Servicetechniker und ähnliche Berufsgruppen haben keine erste Tätigkeitsstätte. Wenn sie jedoch regelmäßig zunächst denselben Ort aufsuchen müssen, beispielsweise zum Umstieg in einen Sammeltransport oder zur Übernahme des Lkw, gilt auch hier die Entfernungspauschale. Das gilt jedoch nur, wenn dieser Sammelpunkt vom Arbeitgeber festgelegt ist und in der Regel jeden Arbeitstag aufgesucht wird. Montagearbeiter und Kraftfahrer mit mehrtägigen Fahrten brauchen sich deshalb nicht mit der Entfernungspauschale begnügen und tragen ihre Fahrtkosten weiterhin als Reisekosten ein.

Verpflegungspauschale nicht vergessen!

Die Verpflegungspauschalen fallen 2014 höher aus als im Vorjahr. Das Finanzamt berücksichtigt arbeitstäglich mindestens zwölf Euro für mehr als achtstündige Abwesenheit.  Bei mehrtägigen Reisen spielt die Abwesenheitszeit für den An- und Abreisetag gar keine Rolle. Bei ganztägiger Abwesenheit bleibt der bisherige Satz von 24 Euro. Für Auslandsreisen gelten länderspezifische Tagessätze. Neu ist ab 2014, dass die Verpflegungspauschale zu kürzen ist, wenn der Arbeitgeber Mahlzeiten bezahlt hat. Wer mit der Hotelübernachtung das Frühstück erhält, muss beispielsweise die Verpflegungspauschale um 20 Prozent des Tagessatzes kürzen. Das sind für Tätigkeiten in Deutschland 4,80 Euro.

Unser Tipp: Die neuen Regelungen zu den Verpflegungspauschalen gelten auch für die doppelte Haushaltsführung. Bei dieser ist außerdem ab 2014 eine Höchstgrenze für die Übernachtungskosten von 1.000 Euro pro Monat zu beachten.

(Viola C. Didier / smartsteuer)

Jennifer Dittmann Geschrieben von:

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