07.04.2015 · smart steuern ·

So können Studenten Steuern sparen (Serie, Teil 14)

In Folge 13 meiner Serie erklärte ich, warum alle Studenten eine Steuererklärung machen sollten. Nun zeige ich, was Studentinnen und Studenten dabei beachten müssen. Mal ganz davon abgesehen, dass es prinzipiell eine gute Idee ist, die Steuererklärung mit unserer Online-Lösung smartsteuer zu machen.

Verluste machen – um später Steuern zu sparen

Kurze Zusammenfassung aus Folge 13: Es geht darum, alle Ausgaben im Studium als Werbungskosten absetzen zu können. Das ist steuerlich meist viel besser als die Alternative Sonderausgaben. Aktuell lassen sich Werbungskosten zwar nur für eine Zweitausbildung absetzen, das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) prüft allerdings gerade, ob das generell für jedes Studium gilt.

Bevor wir nun zu den einzelnen Dingen kommen, die sich absetzen lassen, das Grundprinzip:

  • Bei den Arbeitnehmereinkünften geben Sie alle mit dem Studium zusammenhängenden Kosten an.
  • Das Finanzamt wird das (Stand März 2015) bei einer Zweitausbildung anerkennen, bei einer Erstausbildung aber nicht.
  • Legen Sie in diesem Fall Einspruch gegen den Bescheid ein. Berufen Sie sich auf das laufende Verfahren vor dem BVerfG.
  • Entscheidet das BVerfG schließlich positiv, wird der Verlustvortrag rückwirkend anerkannt – das aufgelaufene „Minus“ wird in Ihren ersten Berufsjahren mit den Steuern verrechnet. Das Resultat: Sie zahlen deutlich weniger Steuern.
  • Wichtig: Diese spezielle Steuererklärung mit Verlustvortrag lässt sich bis zu sieben Jahre rückwirkend machen. Allerdings funktioniert das nur, wenn Sie auch schön alle Belege gesammelt haben.

Was lässt sich nun alles absetzen?

Die gleich folgende Liste kann und will nicht vollständig sein. Zudem, Sie wissen es als Leserin oder Leser meiner Serie ohnehin schon, kann ein Finanzamt gern auch mal Sachen im ersten Durchgang nicht anerkennen.
Generell ist es wichtig, dass Sie alle Belege aufheben. Lassen Sie außerdem nicht Ihre Eltern zum Beispiel den Computer zahlen. Lassen Sie sich in diesem Fall stattdessen das Geld von ihnen geben – und kaufen Sie den Computer selbst. Nun also zu den Werbungskosten für Studenten:

  • Studiengebühren
  • Zinsen bei Aufnahme eines Studienkredits (die Kreditraten selbst aber nicht)
  • Beiträge an die Uni unter anderem für eine Fahrkarte des öffentlichen Nahverkehrs („Semesterticket“)
  • Kursgebühren
  • Kosten für Repetitorien
  • Auslandssemester
  • Computer – Achtung, ist er teurer als 487,90 Euro, muss er über mehrere Jahre abgeschrieben werden
  • andere Lernmittel, Fachbücher
  • Kopien, Drucken und Binden von Haus- beziehungsweise Abschlussarbeiten
  • Fahrtkosten zur Uni, zum Praktikum oder Repetitorium
  • Miete für die Wohnung/das WG-Zimmer am Studienort. Das funktioniert allerdings nur im Rahmen der sogenannten doppelten Haushaltsführung. Sie müssen nachweisen, dass Ihr Lebensmittelpunkt nicht im Studienort liegt, sondern etwa Ihrer Heimatstadt. Dort sollten Sie aber auch eine eigene Wohnung haben. Das Wohnen direkt bei Ihren Eltern zählt in der Regel nicht.

Zusammenfassung: Studenten können viele Ausgaben während Ihres Studiums von der Steuer absetzen. Zwar profitieren Sie nicht unmittelbar davon, können aber so ihre Steuerlast in den ersten Berufsjahren senken.

 

Was bisher geschah:
Geld stinkt nicht. Oder: Was sind eigentlich Steuern? (Serie Teil 1)
Kaffee oder Tee? Was alles versteuert wird (Serie Teil 2)
Das Gießkannenprinzip, oder: Was macht der Staat mit unseren Steuern (Serie Teil 3)
Wer muss eine Steuerklärung abgeben? (Serie Teil 4)
Wir geben ab zur Werbung – zu den Werbungskosten (Serie Teil 5)
Muss ich Steuern auf Erbschaften zahlen? (Serie Teil 6)
Lohnt es sich zu heiraten? Alles zu Steuerklassen (Serie Teil 7)
Auf den Hund gekommen – Steuern & Tiere (Serie Teil 8)
Müssen wir Steuern an die EU bezahlen? (Serie Teil 9)
Steuern im Ausland – hält doppelt wirklich besser? (Serie Teil 10)
Vorm Finanzamt sind alle gleich (Serie Teil 11)
Warum nur? Erst Steuern zahlen, dann welche zurück? (Serie Teil 12)
Warum ALLE Studenten eine Steuererklärung machen sollten (Serie, Teil 13)

 

Theresa Voigt Geschrieben von:

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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Fiete sagt:

    Hallo,

    die Aussage mit der doppelten Haushaltsführung stimmt nicht mehr !
    Das ist abgeschafft worden, hat mein Stb. erklärt.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Die doppelte Haushaltsführung gibt es noch. Aber es gibt strenge Voraussetzungen, damit das Finanzamt diese anerkennt.
    Zum Beispiel reicht es nicht im elterlichen Haushalt (noch) ein Zimmer zu haben, sondern man benötigt eine eigenen Wohnung an dem Lebensmittelpunkt (also nicht am Studienort).

  • Avatar Sally D. sagt:

    Hallo,

    wenn ich eine Steuererklärung mache für die Jahre meiner Erstausbildung und die Feststellung des Verlustvortrags ankreuze, sollte ich dann auf Nummer sicher gehen und die Posten für die Werbungskosten einzeln aufführen (sofern unter 1000€), oder besteht die Möglichkeit, dass hier evtl. der Pauschbetrag für AN greift?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo,
    der Pauschbetrag für Arbeitnehmer wird nur gewährt, wenn in dem Jahr auch eine Tätigkeit bestand. Bei den Kosten für eine Ausbildung kann gleichzeitig eine Erwerbstätigkeit vorliegen. Wenn dem nicht so ist, müssen alle Kosten aufgeführt werden. Diese werden allerdings, wie erwähnt für eine Erstausbildung vorerst abgelehnt werden.

  • Avatar Elvira sagt:

    Hallo,

    super Seite und alles mal leicht verständlich erklärt! Ich habe noch eine Frage: reicht es dann aus, nur die Werbungskosten anzugeben oder muss ich noch irgendwo angeben, dass dies im Rahmen eines Verlustvortrages passiert?

  • Franziska Sobolowski Franziska Sobolowski sagt:

    Hallo Elvira, wenn du deinen Verlust feststellen möchtest, ist dies korrekt und du musst nur die Werbungskosten erfassen. Willst du den bereits festgestellten Verlust verrechnen, gibst du den zu verrechnenden Verlust bei smartsteuer unter der Verlustverrechnung an.

  • Avatar Robert sagt:

    Liebe Leute,
    für Antragsveranlagungen (wie fast alle Studenten sie abgeben) besteht eine 4-jährige Abgabefrist, die mit Ende des Jahres der Steuerentstehung beginnt, also: Abgabe der Steuererklärung für 2011 bis Ende 2015 möglich. Die im Text genannten sieben Jahre sind falsch, da für Antragsveranlagungen nicht die Anlaufhemmung des § 170 Abs. 2 Nr. 1 AO greift (BFH-Urteil vom 14.4.2011, VI R 53/10, BStBl II S. 746)! Bitte ändern!

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo,

    mit Pressemitteilung des BFH vom 29.04.2015 wurde das BFH-Urteil vom 13.01.2015, IX R 22/14 veröffentlicht, das eine rückwirkende Feststellung von Verlustvorträgen bis zu 7 Jahren ermöglicht. Die Abgabe frist von 7 Jahren ist hier nicht falsch.

  • Avatar Jan sagt:

    Meine Frage wäre, wie es sich mit kleineren Jobs während des Studiums verhält,
    würden die Einnahmen vom Job direkt mit den Ausgaben fürs Studium verrechnet werden?
    Es wurden im Jahr ca. 5000-7000,- brutto verdient, also unterhalb der Grenze zur Steuerpflicht.

    Bei mir handelt es sich um eine Zweitausbildung (erst eine Lehre, dann ein Studium)

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Die Kosten des Studiums sind bei einer Zweitausbildung Werbungskosten und werden mit den Einnahmen verrechnet.
    Der Betrag von 8.472€ für Einzelveranlagung ist der Grundfreibetrag. Unter diesem Betrag werden keine Steuern erhoben.
    Die Steuerpflicht knüft nicht direkt an diesen Betrag.

  • Avatar Oliver sagt:

    Hallo!
    Oh man, ich glaub ich habs kräftig verbockt.
    Ich habe bereits für die letzten Jahre einen Lohnsteuerjahresausgleich gemacht und „nur“ die Steuern zurück bekommen, die ich auch gezahlt habe. Habe auf Lohnsteuerklasse 6 gearbeitet, deshalb habe ich überhaupt Steuern gezahlt. Weiß den Grund gar nicht mehr…Nun kann ich die Kosten meines Studiums nicht mehr rückwirkend beantragen bzw dann jetzt später verrechnen lassen, oder doch?! In meinem Fall ist es sogar die zweite „Ausbildung“.
    Für 2015 habe ich noch keine Steuererklärung gemacht und war bis zum 30.09. 2015 noch Student. Hatte eine eigene Wohnung am Studienort und meinen Zweitwohnsitz bei meinen Eltern. Nen Laptop habe ich mir selbst gekauft, die ganzen Studiengebühren seit 2008/2009 etc etc…
    Vielen Dank für Eure Hilfe,
    Olli

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Kosten für ein Zweitstudium wären Werbungkosten und somit kann ein Verlust erreicht und vorgetragen werden.
    Ein Einspruch zu einem bereits bestehend Bescheid ist einen Monat nach Zugang möglich. Dann wird der Bescheid rechtskräftig und eine Änderung schwieriger.

  • Avatar Oliver sagt:

    Hab es für 2013 Anfang 2014 eingereicht und für 2014 Anfang 2015 usw. …
    Ist es dann zu spät? War ja ne Menge Geld. Allein die Studiengebühren von 500 € pro Semester. Für das Jahr 2015 wäre es noch nicht zu spät, muss ich noch einreichen. Da kann ich ja aber nicht die gezahlten Studiengebühren von 2012 veranschlagen mmh?!
    Wenn doch wäre es natürlich super. Wenn ich das richtig verstehe, dann habe ich ja dann sonst 1000nde von Euros „verschenkt“?
    Und wie mache ich es nun für 2015 richtig?
    Vielen Dank für die Hilfe!

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Oliver,
    du kannst deine Fortbildungskosten nur in der Steuererklärung absetzen, in dem Jahr wo du sie auch bezahlt hast. Das heißt du kannst die Studiengebühren für 2015 in der Steuererklärung 2015 angeben. Die Studiengebühren aus 2012 kannst du demnach leider nicht in 2015 absetzen.

  • Avatar Oliver sagt:

    Vielen Dank! Und die Steuerbescheide und die damit verbundenen Rückzahlungen aus 2011,2012,2013,2014 kann ich nicht mehr anfechten,da ich viel zu geringe Werbekosten angegeben habe und meine Studienkosten somit nicht abgesetzt habe,oder?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Nachdem die Bescheide rechtskräftig sind, also einen Monat nach Zugang der Bescheide, wird es schwieriger an den Bescheiden noch etwas zu ändern.
    Manchmal ist ein Bescheid unter Vorbehalt der Nachprüfung erlassen, dann kann der Fall nochmals ganz(!) aufgerollt werden, weil das Finanzamt bei Erlass des Bescheides nicht abschließend geprüft hat.
    Diese abschließende Prüfung kann allerdings auch zum Nachteil ausfallen.

  • Avatar Julian sagt:

    Danke für die Blogeinträge auf dieser Seite!
    Ich habe jedoch eine spezielle Frage, was das hier im Beitrag erwähnte Absetzen der Kosten für einen PC anbelangt. Bei mir trifft nämlich genau der Fall zu, dass die Kosten über den 487€ liegen. Was bedeutet es denn jetzt für mich, dass ich den PC nun über mehrere Jahre abschreiben muss? Wie muss ich mir das in der Praxis vorstellen?

    Danke im Voraus.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Der Betrag muss über die Zeit verteilt werden, bei unterjährigem Kauf, monatsgenau. Schau doch mal hier: http://www.kann-man-das-absetzen.de/computer/

  • Avatar Tom sagt:

    Hallo,

    für mich stellt sich die Frage, inwiefern bei einer Zweitausbildung, Studium nach Berufsausbildung, die Werbungskosten mit Einnahmen aus Bafög und Werkstudententätigkeit verrechnet werden. Es wurden p.a. 8.040€ aus Bafög und ca. 3.600€-4.800€ aus Werkstudententätigkeit erlöst. Es bestand keine Steuerpflicht und es wurden nur freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt. Ich frage mich, ob die Werbungskosten die Einnahmen übersteigen müssen damit ein Verlustvortrag festgestellt werden kann oder ob jegliche Werbungskosten als Verlistvortrag festgestellt werden?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Ein Verlustvortrag entsteht immer nur dann, wenn die Werbungskosten die Einnahmen übersteigen.
    Werbungskosten allein führen nur zu einem Verlust, wenn diesen keine (oder geringere) Einnahmen gegenüberstehen.

  • Avatar Matthias sagt:

    Moin moin,
    ich habe gelesen, dass man für Fachzeitschriften und Fachbücher eine Pauschale von 80 € ansetzen. Können Sie dieses bestätigen?
    BG und Vielen Dank

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Matthias,

    Du meinst wahrscheinlich die Arbeitsmittelpauschale von 110 €. Eine Pauschale von 80 € gibt es nicht. Es ist möglich eine Arbeitsmittelpauschale von 110 € anzusetzen, die das Finanzamt in der Regel anerkennt.

  • Avatar Duc sagt:

    Hallo smartsteuer-Team, wenn ich bspw. einen Verlustvortrag für 2013 machen möchte, muss dieser Verlust die Werbungskostenpauschale iHv 1000 € übersteigen, damit er berücksichtigt wird? Vielen Dank und beste Grüße

  • Avatar Marthiii sagt:

    Guten Abend,

    ich bin eine absolute Steuernull.

    Generell muss ich die Steuererklärung von 4 Jahren nachholen.

    Durch das neue Schlupfloch gäbe es ja nun weitere Möglichkeiten.

    Allerdings gibt es bei mir folgende Dinge…

    1. habe ich so gut wie gar keine Belege
    2. Studiengebühren nur teilw. gezahlt.. dann noch Bafög erhalten.. Studienkredit nur für die Studiengebühren.
    3. nebenher gejobbt und später 9 Monate Werkstudent sowie Vollzeit gearbeitet und noch wg der Bachelorarbeit immatrikuliert

    2008/2009 angefangen zu studieren und auch etwas länger gebraucht..
    Auslandssemester hatte ich ebenfalls.. aber in der Zeit auch Bafög..

    Macht ein Verlustvortrag Sinn? Ich fürchte auf 1000€ Werbungskosten komme ich nicht. Da wie gesagt keine Belege und bis auf ein Semester keine Studiengebühren..

    Mir macht schon das Jahr Werkstudent / immatrikuliert Vollzeitbeschäftigt zu schaffen.

    Kann ich noch irgendwas aus dem Studio rausholen?

    Liebe Grüße
    Mara

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Ein Verlust wird festgestellt, wenn die Werbungskosten höher sind als die Einnahmen. Der Verlust wird dann in einem Verlustfeststellungsbescheid festgehalten.
    Der Betrag, der im Verlustfeststellungsbescheid steht, kann dann in den folgenden Jahren als Verlustvortrag genutzt werden. D.h. der Betrag wird direkt von den positiven Einnahmen abgezogen.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Mara,
    du kannst gern mit smartsteuer einmal nachrechnen, wie hoch deine Aufwendungen für das Studium waren und dann entscheiden, ob Du eine Klärung einreichen möchtest.

  • Avatar Fanny sagt:

    Hallo,
    soweit ich aus den vorherigen Beiträgen verstanden habe, muss ich z.B. die Studienkosten für 2010 in die Steuererklärung von 2010 eintragen. Ist das richtig? Im Elster gibt es aber nur Formulare für die letzten 4 Jahre. Ich möchte aber gerne die Werbungskosten der letzten 7 Jahre einreichen. Wie kann ich es für die Jahre 2009 bis 2011 machen?

    Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um die Miete des Studentenwohnheims für die Jahre 2009 bis 2012 als Werbungskosten absetzen zu können? Reicht es aus, wenn der Hauptwohnsitz nicht der Studienort ist? (Im Netz habe ich Verschiedenes gelesen..)
    Und wenn der Hauptwohnsitz zwischenzeitlich doch der Studienort ist, kann man die Miete trotzdem teilweise absetzen, da das Zimmer auch als Arbeitszimmer benutzt wird?

    Viele Grüße & vielen Dank schon mal!

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Fanny,

    ja das ist richtig. Du musst die Studienkosten in dem Jahr angeben in dem sie gezahlt wurden. Normalerweise kann man rückwirkend nur 4 Jahre seine Steuererklärung abgeben. Nur unter bestimmten Voraussetzungen kann man rückwirkend 7 Jahre abgeben. Evtl. musst Du da mal bei Deinem Finanzamt nachfragen wie Du an die Formulare kommst. Zu den Studienkosten hilft Dir evtl. dieser Artikel http://www.kann-man-das-absetzen.de/zweitstudium/.

  • Avatar Fanny sagt:

    Hallo Jennifer,
    vielen Dank für die schnelle Antwort. Die alten Formulare habe ich beim Formular-Management-System des Bundesministeriums der Finanzen gefunden.
    Nun habe ich noch eine Frage. Mein Mann und ich geben eine gemeinsame Steuererklärung ab. Aber während des Studiums waren wir noch nicht verheiratet. Müssen wir dann für die Jahre jeder für sich eine Steuererklärung abgeben?
    Viele Grüße

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Funny,

    ja für die Jahre wo Ihr noch nicht verheiratet wart müsst Ihr einzelne Steuererklärungen abgeben.

  • Avatar Jonas Goebel sagt:

    Ich habe es leider immer noch nicht ganz verstanden 🙁

    Ich habe während meines Studiums immer auf 400/450 Euro Basis gearbeitet. Ist das ganze hier dann für mich noch von Relevanz?

    Wenn ich bei Smartsteuer alle meine Sachen eingebe, dann kommt grob raus:
    4800 Euro verdient, minus 1000 Euro diese Pauschale – ich muss keine Steuern zahlen und bekomme nix zurück (oh Wunder :D) und irgendwie bin ich dann nicht viel schlauer geworden…

    Könnt ihr mir das nochmal für ganz Doofe erklären?
    Vielen Dank!

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Bei dem Artikel geht es um die Werbungskosten, die Studenten während des Studiums entstehen.
    Diese können für die späteren Jahre (nach dem Studium) in Form von Verlustvorträgen gesammelt werden.
    Dann fällt die Steuer in den Jahren nach dem Studium und im Job geringer aus. Es geht also um die Auswirkung auf die Steuer in der Zukunft!
    Anmelden muss man die Werbungskosten, die dann zum Verlustvortrag werden können, aber in Jahr, wo diese angefallen sind.
    Das Gehalt aus MiniJobs ist für die Steuererklärung nicht relevant, da diese pauschal versteuert werden.

  • Avatar Jonas Goebel sagt:

    Okay, also gebe ich jetzt für z.B. 2012 an, was ich alles an Werbungskosten hatte – und wie mache ich die dann als Verlustvortrag geltend? Ich habe schon mit smartsteuer das Jahr 2012 einmal durchgemacht und mir ist das Wort nirgends angezeigt worden/entgegen gekommen (wo ich z.B. aus 2011 welche hätte anmerken können)

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Du erfasst deine Kosten bei den Werbungskosten, wenn es Werbungkosten sind. Dann werden diese Kosten deinen Einnahmen (können auch 0,00€ sein) entgegengesetzt. Daraus wird dann ein negativer Betrag (Verlust) errechnet. Der Verlust wird erst mit positiven Einkünften in dem Jahr verrechnet. Ob es Verluste gibt, kannst du auch unter Auswertungen sehen. Das Ergebnis einer Einkunftsart muss dann negativ sein.
    Ab dem Jahr 2014 erscheint dann in Smartsteuer ein weiterer Punkt „Verlustvortrag/Verlustrücktrag“ in dem Menü. Dort können nochmal Angaben gemacht werden, wie der Verlust behandelt werden soll.
    Vom Finanzamt bekommt man dann einen „Bescheid zur gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer“. Der dort festgestellte Betrag kann denn in den folgenden Jahren vorgetragen und später mit positivem Einkommen verrechnet werden.

  • Avatar Jonas Goebel sagt:

    Vielen Dank, das habe ich verstanden.
    Aber nochmal zum Kommentar davor: Ich muss meine Einnahmen aus Minijobs also nicht bei der Steuererklärung angeben? Denn ich dachte ich müsste es und dann bin ich nie auf einen „negativen“ Betrag kommen (noch ist keine Steuererklärung abgeschickt).

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Jonas,

    Deine Einnahmen aus dem Minijob musst Du nicht in der Steuererklärung angeben, wenn Du nicht auf Lohnsteuerkarte gearbeitet hast bzw. keine Lohnsteuerbescheinigung von Deinem Arbeitgeber erhalten hast.

  • Avatar Moni123 sagt:

    Hallo,
    aber wie ist es wenn der Student keine Steuererklärung abgibt
    und trotzdem auswärtig untergebracht ist, kann dann der
    Ausbildungsfreibetrag bei den Eltern abgezogen werden?
    Welche Voraussetzungen müssen hier erfüllt sein?
    Volljährigkeit und Leebensmittelpunkt bei den Eltern?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Der »Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung eines volljährigen Kindes« von bis zu 924 € pro Jahr kann in der Steuererklärung der Eltern für ein volljähriges Kind abgezogen werden. Dazu muss es für das Kind noch Anrecht auf Kindergeld geben und das Kind muss ausserhalb des Haushalts der Eltern räumlich selbstständig sein. Die auswärtige Unterbringung muss zum Zweck der Berufsausbildung sein, d.h. es gilt auch für Studenten.

  • Avatar Timo sagt:

    Hallo,

    ich mache grade meine Steuererklärung für 2013. Ich habe vor dem Studium eine Ausbildung absolviert und kann daher alles als Werbungskosten absetzen. Kann es sein, dass 2013 die Bedingungen für eine „Doppelte Haushaltsführung“ verschärft wurden? Ich hatte am Heimatort lediglich mein „Kinderzimmer“ und am Studienort eine eigene Wohnung.

    Außerdem war ich 2013 in einem Auslandssemester. Wo trage ich die entstandenen Kosten in der Steuererklärung ein? Die Wohnung am Studienort in Deutschland bestand trotz Auslandsaufenthalt weiterhin.

    Freundliche Grüße,
    Timo

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Timo,
    die Bedingungen für die doppelte Haushaltsführung sind ab 2014 verschärft worden.
    Vorher war es aber auch schon so, dass für die Anerkennung ein eigener Hausstand vorliegen musste.
    Dafür muss der Lebensmittelpunkt dort liegen. Ab 2014 ist eine finanzielle Beteiligung am Haushalt der Eltern vorliegen muss. Vorher war dies leglich ein guter Hinweis auf einen eigenen Hausstand.

    Die Kosten für ein Auslandssemester kannst du unter den Fortbildungskosten erfassen.
    viele Grüße
    Juliane

  • Avatar David sagt:

    Hallo,
    ich bin Student und befinde mich in der Erstausbildung.
    Ich finanziere meinen Lebensunterhalt unter anderem durch Kapitalerträge, wodurch nächstes Jahr eine Steuerschuld gegenüber dem FA bestehen wird, da es weit mehr als 801 Euro sein werden.

    Meine Frage ist nun, wird die Steuerschuld durch Kosten die ich absetzen kann gesenkt?

    Zb: 1000 Euro Steuerschulden – 500 Euro Studiengebühren abgesetzt = 500 müssen an das FA gezahlt werden.

    Ist das so machbar? Danke schonmal.

    Freundliche Grüße

  • Franziska Zachert Franziska Zachert sagt:

    Mit dem Verlust aus Deinem Studium kannst Du die Einkünfte aus Kapitalvermögen senken und Deine Steuerschuld ist geringer bzw. behält die Bank ja Kapitalertragsteuer ein, diese kannst Du somit verringern und kannst diese ganz oder teilweise zurückerhalten.

  • Avatar Betina Zenker sagt:

    Hallo,

    ich habe im Jahr 2012 ein Auslandstudium (Master 1 Jahr) begonnen und 2013 beendet. Das Studium war in Schweden, gemeldet war ich weiterhin in Deutschland und war mind 1x im Monat in Deutschland. Kann ich nun die Verpflegingspauschale für die ersten 3 Monate für Schweden ansetzen? Wenn ja sind es dann die 72 Euro pro Tag oder die 165 Euro mit Übernachtung?
    Danke schon mal!

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo,

    Sie können Verpflegungsmehraufwendungen ansetzen und auch die Übernachtungskosten bzw. Pauschalen.

  • Avatar Joe sagt:

    Hallo zusammen,

    eine kurze Frage zur Steuererklärung im Master:

    Wenn ich nicht mehr als 1000€ pro Jahr an Werbungskosten anrechnen lassen will, muss ich dann überhaupt irgendwelche Nachweise einreichen und Angaben machen? Oder wird automatisch die Pauschale von 1000€ angesetzt?
    Wäre sehr bequem wenn man einfach eine „leere“ Steuererklärung abgeben könnte…

    Thx 🙂

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Joe,
    grundsätzlich gibt es den Werbungskostenpauschbetrag von 1.000€ nur wenn Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit vorliegen. Für den Pauschbetrag müssen keine Nachweise erbracht werden.
    Wenn keine Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit vorliegen, sollten Nachweise erbracht werden. Es besteht auch die Chance, dass mehr als 1.000€ Kosten nachgewiesen werden. So würde sich der Verlustvortrag für die folgenden Jahre noch erhöhen.

  • Avatar Hannah sagt:

    Hallo liebes Team,
    ich bin seit 2012 verheiratet und studiere seit dem Wintersemester 13/14. Das Studium ist ein Zweitstudium.
    Mein Mann und ich werden zusammen veranlagt.
    Welche Anlage fülle ich aus und bei wem sollten wir die Werbungskosten eintragen?
    Und noch eine Frage zum Thema Belege: reicht die Rechnung, beziehungsweise der Nachweis, dass es in Rechnung gestellt worden ist, oder muss auch immer der „Beweis“ angetreten werden, sprich die Überweisung mitgeliefert werden?
    LG,
    Hannah

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Hannah,

    Du musst den Arebitnehmerbereich von Dir aktivieren und Deine Fortbildungskosten unter den Werbungskosten angeben. Als Nachweis reichen die Belege aus.

  • Avatar Steffi sagt:

    Hallo liebes Team,

    Wie sieht es mit Kosten für Versicherungen aus, die während des Studiums gezahlt wurden,z.B. Lebensversicherungen (auch Fond gebundene)? Habe gelesen, wenn Studiengebühren gezahlt wurden, kann man Kosten auch geltend machen, die man nicht selbst gezahlt hat (sondern z.B. die Eltern) sofern die Rechnung den eigenen Namen trägt?! Und nur kurz zum Verständnis Bafög zählt nicht als Einkommen in der Steuererklärung und muss somit nicht angegeben werden? Vielen Dank

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Steffi,

    Versicherungen werden als Sonderausgaben berücksichtigt. Die Versicherungen trägt der ein der sie auch gezahlt hat. Bafög musst Du nicht in der Steuererklärung angeben.

  • Avatar Erny sagt:

    Hallo zusammen,

    Mein Studium ist schon eine ganze Weile her (2006 -2011), es handelt sich bei beiden Studiengängen um eine zweite Ausbildung. Jetzt habe ich für 2009 bis 2014 bereits Erklärungen abgeben. Der Bescheid für 2013 ist vom 02.02.2015. Dagegen habe ich Einspruch eingelegt. Der Bescheid zu dem Einspruch ist vom 10.06.2015 (Meines Wissens nach wichtig, weil die Bescheide ab 20.02.2015 mit einem Vorläufigkeitsvermerk hinsichtlich der Studiengekosten versehen seiyn sollen).
    Meine Frage hierzu ist, wenn ich meinen Verlustvortag 7 Jahre rückwirkend geltend machen kann, zählt dann der Bescheid des Einspruchs? Kann ich also von 2013 an 7 Jahre rückwirkend, sprich ab 2006 noch meine Werbungskosten fürs Studium geltend machen? Daraus resultierend wäre ja auch für das Jahr 2014 mit Bescheid vom 29.06.2015 noch etwas zu machen. Und was viel wichtiger ist, geht das noch in der Erklärung für 2015 oder muss eine extra Erklärung für jedes Jahr rückwirkend abgegeben werden? Also von 2015 an 7 Jahre zurück bis 2008. Die Bescheide für 2009 bis 2014 sind ja alle rechtskräftig. Nur unter Umständen mit dem Vorläufigkeitsvermerk versehen.

    Ich suche mir schon einige Tage die Finger wund, weil ich einfach nicht durch steige. Aber wahrscheinlich hab ich es wohl einfach verpennt.

    Vielen Dank für eine Antwort. ( Sofern sie denn so einfach zu geben ist )

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo,

    puhh sehr kompliziert. Also grundsätzlich kannst Du nur 7 Jahre rückwirkend Deine Steuererklärung machen, wenn es sich nur um Verlustvorträge handelt. Wenn die Bescheide schon ergangen sind kannst Du Deine Werbungskosten nicht mehr geltend machen. Die entstandenen Kosten für Dein Studium musst Du in dem Jahr in der Steuererklärung angeben in dem sie entstanden sind.

  • Avatar Erny sagt:

    Guten Morgen zusammen,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. 🙂

    Also wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich in 2015 noch die Verlustvorträge für 2008 geltend machen, müsste dies allerdings in einer Steuererklärung für 2008 nachholen. 2009 bis 2011 ist nicht mehr möglich, da dort ein rechtkräftiger Bescheid ergangen ist.

    Die Bescheide für 2013 und 2014 sind egal, da ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr studiert habe und die entsprechenden Steuererklärungen gemacht wurden. Somit kann dann auch kein Verlustvortrag für die Jahre 2007 und 2006 mehr angeben werden, trotz Vorläufigkeitsvermerk in diesem Punkt.

    Vielen Dank. ( Hab mir schon gedacht das es etwas komplizierter wird :D)

  • Avatar Claudia sagt:

    Eine kurze Frage bzgl. Mietkosten im Auslandssemester: Ich habe vor einigen Tagen meinen Steuerbescheid 2015 erhalten und die Mietkosten für die USA wurden nicht anerkannt mit der Begründung,dass ich keinen eigenen Haushalt in Dtl führe…dies stimmt so nicht ganz,denn ich habe eine eigene Whg am Studienort als Zweitwohnsitz…diese Whg hatte ich auch während der Zeit im Ausland. Ich weiß, dass eine Zweitwohnung im Inland nur unter strengen Auflagen steuerlich absetzbar ist, aber wie sieht das mit der Whg im Ausland aus?Gibt es hier eine Möglichkeit die Mietkosten (USA) anerkannt zu bekommen, wenn ich zwar keine Miete in meinem Elternhaus zahle, aber am Studienort?Leider findet man keine wirkliche Erklärung zur Miete im Auslandssemester bzw. an welche Bedingungen die Absetzung geknüpft ist. 🙁

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Claudia,
    generell wären Kosten für die Unterkunft im Ausland ansetzbar, wenn der Lebensmittelpunkt weiterhin in Deutschland liegt. Schau mal, ob dir dieses
    ebook weiterhilft.
    liebe Grüße
    Juliane

  • Avatar Anna sagt:

    Müssen BAföG und der Unterhalt, den man von seinen Eltern erhält, auch in der Steuererklärung angegeben werden und wenn ja wo?

    Vielen Dank und

    liebe Grüße

  • Björn Waide Björn Waide sagt:

    Weder Bafög noch Unterhalt durch die Eltern sind steuerpflichtige Einkünfte und müssen daher in der eigenen Steuererklärung nicht angegeben werden.

  • Avatar Michael Ezz sagt:

    Hallo zusammen,

    senken BAFöG-Förderungszahlungen denn die Werbungskosten? Ich finde im Internet nur unterschiedliche Meinungen. Hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen.

    Beste Grüße

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Michael,
    BaFöG ist steuerfrei und wird in der Steuererklärung nicht angegeben.

  • Avatar Michael sagt:

    Hallo zusammen,

    ich gebe freiwillig meine Steuererklärung für das Jahr 2013 ab und möchte die Kosten für die „doppelte Haushaltsführung“ als Werbungskosten absetzen.

    Was mich interessiert, wird bei mir die neue Rechtslage (ab 01.2014) angewendet oder oder noch die vom 2013. Also BFH-Urteil vom 19.9.2012, VI R 78/10.

    Danke im Voraus

  • Avatar Nadine sagt:

    Hallo,

    ich hab eine Passage gelesen, in der es heißt, dass man bis Ende 2013 noch Miete für eine WG oder Studentenappartment als Werbungskosten während einem Studium absetzen konnte, wenn man auswärtig untergebracht.
    Wenn ich nun rückwirkend meine Steuererklärungen für 2012 und 2013 mache, kann ich dort noch die Mietkosten als WK ansetzen? Natürlich im Rahmen dessen, dass ich die Kosten selbst getragen habe.

    Vielen Dank für eure Antwort vorab.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Die Miete am Studienort ist im Rahmen der doppelten Haushaltsführung ansetzbar.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Für die Steuererklärung 2013 wird die Rechtslage 2013 angewendet.

  • Avatar Jules sagt:

    Hallo,

    ich war zwei Semester in Hamburg gemeldet, mein Studium hat allerdings in Hannover stattgefunden. Kann ich eine Kilometer Pauschale anrechnen lassen für die Tage, an denen ich in der Uni war? Muss ich dies nachweisen?

    Viele Grüße

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Wenn du in Hamburg gewohnt und in Hannover studiert hast, kannst du eine Km-Pauschale ansetzen.
    Im Zweifelsfall musst du die Fahrten (z.B. mit Tickets o.ä.) nachweisen.

  • Avatar Daniel sagt:

    Hallo,

    bin verheiratet und ohne eigenes Einkommen. Mein Mann und Ich wohnen in München. Aber aufgrund des Studiums bin ich in der Woche in Köln, wo ich auch ein Zimmer habe. Fahre nur am Wochenende zu meinem Mann nach München. Alle Kosten ( Fahrten, Zimmer in Köln, Studium, …) werden aus dem Gehalt meines Mannes gezahlt.
    In der Steuererklärung sind wir zusammen veranlagt. Können wir hier die doppelte Haushaltsführung + Heimfahrten + Verpflegung + … hier absetzen ? Wenn Ja, als Sonderausgaben oder Werbungskosten ?

    Vielen Dank
    Daniel

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Daniel,
    in smartsteuer kann auch eine doppelte Haushaltsführung aufgrund eines Studiums als Werbungskosten erfasst werden.
    Dort werden die Voraussetzungen dann nochmal im Detail geprüft.
    Nach geltendem Recht sind Studiumskosten bei einem Erststudium Sonderausgaben und bei einem Zweitstudium vorweggenommene Werbungskosten.

  • Vielen Dank für die Tipps! Ich habe bisher keine Steuererklärung gemacht, will das dieses Jahr aber auf jeden Fall ändern. Gerade weil ich in meinem Werkstudentenjob im Jahr über die Freigrenze komme. Viele Grüße Yvonne

  • Danke für die Mühe, die Sie gemacht haben, um das alles zusammenzutragen. Das ist ein sehr guter Beitrag den ich gerne gelesen habe.

    MfG Duvar

  • Avatar Daniel Rissner sagt:

    Hallo,

    ich habe dazu eine kurze Frage:

    Ich habe während meines Zweitstudiums relativ viele Praktika gemacht zu denen ich weit gependelt bin. Der Lohn betrug im Jahr 2017 etwa 8000€. Die Fahrtkosten (0,30€ pro km) etwa 4800 €.

    Macht somit eine Steuererklärung für mich keinen Sinn da die Einnahmen die Werbungskosten übersteigen und somit kein Verlustvortrag gemacht werden kann? Oder müssen die Einnahmen aus dem Praktikum nicht angegeben werden?

    Viele Grüße
    Daniel

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Du kannst du die einmal im Programm erfassen und schauen was heraus kommt.
    Wenn du lohnsteuerpflichtig angestellt warst und Lohnsteuer bezahlt hast, dann könnte sich
    daraus noch eine Erstattung ergeben.

  • Avatar Steve sagt:

    Bei meinem Zweitstudium hat mein Vater mein Studium finanziert und die Kosten als Unterhaltskosten (gedeckelt durch Höchstbetrag) von seiner Einkommensteuer abgesetzt.
    Jetzt die Frage: Kann ich nun die Kosten für das Zweitstudium per Verlustvortrag auch absetzen?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Man kann nur die Kosten als Werbungskosten ansetzen, die man auch selbst getragen hat.


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