16.09.2015 · smart leben ·

Fördergelder für Unternehmer und Selbstständige

Wer in sein eigenes Geschäft investieren möchte oder muss, kann dies nicht immer aus der eigenen Tasche zahlen. Vor allem kleinere Unternehmen und Selbstständige sind auf Hilfe angewiesen, wenn Beratungsdienstleistungen finanziert werden müssen, Betriebsmittel für Maschinen oder Gebäude fehlen oder sich größere Unternehmungen wie die Teilnahme an einer Messe im Ausland oder eine Vorleistung bei größeren Projektaufträgen nicht alleine realisiert werden können.

Als Alternative zu teuren Krediten der Hausbank bieten sich dann Subventionen oder Förderprogramme an. Mehr als 1.500 stehen in Deutschland zur Auswahl. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten, aber auch welche Stolpersteine es gibt.

Fördermittel oder Subvention – was ist besser?

Fördermittel sind Kredite mit besonders günstigen Konditionen. Die Rückzahlung ist klar geregelt und bestimmte Auflagen müssen erfüllt werden. Besonders interessant ist für viele Selbstständige die Haftungsfreistellung, die vollständig oder zum Teil vereinbart werden kann. So können Kredite auch an Gründer mit geringen Sicherheiten vergeben werden.

Von Subventionen spricht man, wenn Fördermittel nicht zurückgezahlt werden müssen. Trotzdem muss eine Subvention nicht automatisch die bessere Wahl sein, denn in der Regel sind diese Mittel an die Einhaltung mehr oder weniger komplexer Bedingungen geknüpft. Werden die nicht erfüllt, weil das geplante Vorhaben scheitert oder man sich nicht an die Vorgaben hält, muss eben doch zurückgezahlt werden – meistens sofort und die ganze Summe auf einmal.

Für welche Zwecke können Fördermittel beantragt werden?

Einen Antrag auf Fördermittel können Sie für jeden Zweck stellen, der Ihrem Unternehmen zugutekommt. Existenzgründer werden in der Gründungsphase und durch professionelle Beratung unterstützt sowie bei der Arbeitsplatzförderung. Aber auch für einzelne Projekte oder Investitionen können Zuwendungen beantragt werden, zum Beispiel im Bereich Umweltschutz.

Wer in bestimmten Regionen investiert, sollte sich ebenfalls schlau machen, ob ebentuell eine zielgerichtete Gebietsförderung in Frage kommt.

Um bei den mehr als anderthalbtausend Förderprogrammen nicht den Überblick zu verlieren, hat das Bundeswirtschaftsministerium eine allgemein zugängliche Datenbank eingerichtet. Vielleicht müssen Sie auch gar nicht auf ein Darlehen zurückgreifen: Auch Zuschüsse, Garantien, Beteiligungen und Bürgschaften sind dort verzeichnet.

Wer beim Beantragen von Unterstützung auf Nummer sicher gehen will, holt sich den Rat eines Experten. Die Bedingungen rund um Förderprogramme sind in Einzelfällen nämlich so komplex, dass sie ohne Hintergrundwissen kaum zu durchschauen sind.

Unser Tipp: Wenn Sie die Kosten für den Experten klein halten wollen (und wer will das nicht?), kann auch für die Beratung selbst einen Zuschuss beantragen.

Risiken für Unternehmer: Fremdkapital wirkt sich nicht nur positiv aus

Schulden tun einem Unternehmen selten gut, auch wenn Sie günstig an das Fremdkapital herangekommen sind. Denn sollten Sie Probleme haben, Ihren Verbindlichkeiten nachzukommen, fällt dies auch Ihrer Hausbank auf.

Eine Einschränkung des finanziellen Handlungsspielraums ist die Folge. Im schlimmsten Fall droht Insolvenz, wenn keine Bank ein weiteres finanzielles Risiko mit Ihnen eingehen will.

Es ist eine wunderbare Sache, wenn Investitionen sich langfristig auszahlen. Aber der Weg zum Erfolg kann lang sein, und Sie tun gut daran, über ausreichend Reserven zu verfügen.

Der große Geschäftswagen, das schicke Büro in der Innenstadt und die teure Computeranlage können warten, bis Sie Ihr Unternehmen langfristig auf eine gute Basis gestellt haben.

Fördermittel sollten Sie nur in Anspruch nehmen, wenn es für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens unerlässlich ist.

In der Gründungsphase können Sie Ihre unternehmerischen Glanztaten auch am heimischen Schreibtisch begehen und sich lieber eine Rücklage aufbauen, wenn es finanziell bereits möglich ist.

Haben Sie schon Fördermittel für Beratung und Aufbau Ihres Business in Anspruch genommen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Jennifer Dittmann Geschrieben von:

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