04.11.2015 · smart leben ·

Networking ist keine Einbahnstraße – unser Networking-Guide für Einsteiger

Haben Sie Beziehungen? Nicht private, sondern geschäftliche sind gemeint: Der Aufbau von Kontakten in der regionalen Business-Szene und natürlich auch in den sozialen Netzwerken ist in der Regel nämlich das Erste, was Gründern und frisch gebackenen Freelancern als besonders wichtig empfohlen wird.

In Ratgebern klingt es dann oft so, als ob jeder Kontakt für Sie grundsätzlich nützlich ist und so einfach zu „bedienen“ wie auf Knopfdruck: Einfach Visitenkarten tauschen oder Online-Profile vernetzen und schon hat man Zugriff auf qualifizierte Leute, die den eigenen Zielen dienen können.

Tatsächlich funktioniert Networking aber immer noch am besten, wenn man der alten Regel „Erst geben, dann nehmen“ folgt. Ein tragfähiges Netzwerk ist keine Einbahnstraße.

Noch bessere Erfolge erzielen Sie dann, wenn Sie nicht einfach um jeden Preis Kontakte sammeln, sondern ein bisschen wählerisch sind – und Ihre Ergebnisse dann auch noch strukturieren und sich von Anfang an notieren, wo und warum Sie jede einzelne Person kennengelernt haben.

Unsere besten Tipps und Warnungen haben wir in einem kleinen Networking-Guide für Sie zusammengefasst.

1. Bitte keine Ungeduld (zeigen)

Attraktive Aufträge oder am besten gleich lukrative Rahmenverträge, darüber würde sich wohl jeder Selbstständige freuen. Aber beim Aufbau von Kontakten gilt vor allem: Das Gras wächst bestimmt nicht schneller, wenn man daran zieht.

Niemand möchte das Gefühl haben, ausschließlich als Mehrwertlieferant nützlich zu sein. Menschen wünschen sich echtes Interesse an ihren Geschäftsmodellen und ihrer Person und haben damit auch völlig Recht.

Ob man sich gegenseitig unterstützen kann, ist eine Frage, die sich meist erst später im Prozess des aktiven Kennenlernens stellt und sich auch erst dann beantworten lässt.

Ausnahme sind jene Veranstaltungen, die einzig zu dem Zweck gestartet wurden, sich schnell und gründlich kennen zu lernen und auf gegenseitige Nützlichkeit abzuklopfen:

Zum Beispiel so genannte Visitenkartenpartys, die wie eine Art Speed-Dating für Unternehmer funktionieren, sind allerdings nicht jedermanns Sache und passen auch nicht zu jeder Branche.

2. Klasse vor Masse

Ihr Netzwerk wird nur dann einen Zweck für Sie erfüllen, wenn Sie sich die Mitglieder sorgfältig aussuchen. Es geht nämlich nicht darum, möglichst viele Kontakte zu haben. Sondern die richtigen.

Um herauszufinden, wer in Ihren „Inner Circle“ für Newsletter, Netzwerkpflege und Events aufgenommen werden sollte, können Sie mit der Definition Ihrer Ziele und Erwartungshaltungen beginnen.

Was möchten Sie durch Networking erreichen? Wie sollen die Kontakte dazu beitragen? Weichen Sie von Ihren eigenen Vorgaben nicht ab und sammeln Sie auf geschäftlicher Ebene nur Kontakte, die auch wirklich zu Ihren Vorhaben passen.

Berufliche Gemeinsamkeiten und die Bereitschaft, Fachwissen untereinander auszutauschen sind Kriterien, mit denen sich auch langfristig etwas anfangen lässt.

3. Austausch virtuell und persönlich

Die Kontaktdaten anderer Unternehmer stellen noch kein Netzwerk dar. Erst, wenn Sie mehr über diese Menschen wissen und gemeinsame Erfahrungen in der Kommunikation gesammelt haben, wissen Sie wirklich, mit wem Sie es zu tun haben.

Networking bedeutet Kontaktpflege durch geschäftlichen Austausch zu möglichen Aufträgen – aber auch durch Weitergeben von Empfehlungen, Hinweisen und Tipps, das Stellen von Fragen und das Geben von Referenzen, wo es sich ergibt.

Die schnelle und unkomplizierte Kommunikation online kann beim strategischen Aufbau von Geschäftskontakten die „realen“ Treffen aber nicht vollständig ersetzen.

Kongresse, Visitenkartenpartys, Networking-Events, Barcamps, Tagungen, Fachmessen und Expertentreffen bieten die Gelegenheit, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und die Eindrücke zu vertiefen, die Sie über das Internet von Ihrem Gegenüber gewonnen haben.

Virtuell wird der Austausch durch XING, LinkedIn und Facebook erleichtert, die sowohl das komfortable Verknüpfen von Profilen als auch den Austausch persönlicher Nachrichten in einer auf Kommunikation ausgerichteten Umgebung unterstützen.

4. Die eigene Position definieren

Wenn Sie sich mehr Kontakte für Ihr geschäftliches Netzwerk wünschen und daher an virtuellen Gruppen und Foren teilnehmen, auf Gründer-Events gehen und sich mit Visitenkarten bewaffnet auf Fachveranstaltungen einfinden, sind Ihre Ziele auch für die anderen wichtig.

Denn genau wie Sie selbst suchen die anderen Kontakte, die gut passen und wissen es zu schätzen, wenn Sie eindeutig definieren, was Sie überhaupt suchen: Austausch mit Kollegen, Aufträge, Auftragnehmer, Dienstleister?

Ähnlich wie beim Elevator Pitch eines Startups tun Sie also gut daran, wie aus der sprichwörtlichen Pistole geschossen erläutern zu können, wer Sie sind und was Sie anbieten. Bieten deswegen, weil tatsächlich immer wieder Geben vor Nehmen kommt, wenn Networking langfristig erfolgreich sein soll.
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Eine häufige Frage in Gründerkreisen ist übrigens die nach einem Steuerberater, wenn die nächste Steuererklärung fällig wird. Mit dem smartsteuer Partnerprogramm können Sie Ihren Kontakten das perfekte Werkzeug empfehlen, schnell und komfortabel online die Erklärung abzugeben und können dafür sogar eine Vergütung erhalten.

Eine Win-Win-Situation, genau wie gutes Networking sein sollte.

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