07.12.2015 · smart leben ·

Geschäftliche Weihnachtsgrüße: Jetzt wird es Zeit

Alljährlich im Dezember bricht der Weihnachtswahnsinn über uns herein und jeder selbstständige Unternehmer von Freelancer bis B2B-Lieferant stellt sich die große Frage:

Mitmachen – oder nicht? Geschäftliche Weihnachtspost ist für viele ein liebgewonnenes Ritual trotz der stressigsten Phase im Jahr und werden auch oft noch regelrecht erwartet.

Geschäftspartner, freie Mitarbeiter und natürlich Kunden freuen sich in den meisten Fällen, wenn Sie zeigen, dass Sie an die Menschen denken, mit denen Sie das ganze Jahr über gearbeitet haben.

Doch wer die Zeit findet, eigene Business-Weihnachtsgrüße zu versenden, sollte unbedingt auf ein paar Dinge achten, damit die Post auch richtig ankommt und einen kleinen Moment echter Freude bereitet.

Der kleine Weihnachtsbrief-Knigge von smartsteuer in 5 Schritten

1. Weg mit der Maschinenlesbarkeit: Mit dem PC gedruckte Etiketten oder Grußbriefe, Adressaufkleber oder praktische Fensterumschläge sind bei Weihnachtspost einfach fehl am Platz.

Wählen Sie geschlossene Umschläge, im Idealfall edel gefüttert, immer aber zur Karte passend und signalisieren Sie durch eine handgeschriebene Adresse und Karte, dass der Empfänger Ihnen wichtig ist.

2. Monothematische Briefe – werbefrei: Vielleicht hat Sie ganz kurz der Gedanke gestreift, den neuen Flyer oder die aktuelle Preisliste mit in den Weihnachtsgruß zu legen.
Vergessen Sie das wieder und suchen Sie stattdessen eine besonders schöne Sondermarke aus.

Nichts wirbt besser für Sie und Ihre Firma als ein Dankesgruß zum Fest und/oder Jahreswechsel, der eben nicht portosparend mit Werbung durchsetzt ist.

3. Gekonnter Mix aus Floskeln und persönlicher Ansprache: Die besten Wünsche für die Feiertage gehören auf eine Feiertagskarte, doch das muss gar nicht langweilig sein.
Fällt Ihnen ein netter Bezug zu einem gemeinsamen Ereignis ein, einem geplanten Event oder allseits bekannten Zielen? Dann beziehen Sie sich darauf.

Aber wenn nicht, dann eben nicht. Versuchen Sie nicht, zwanghaft lyrisch oder originell zu sein oder Wortspiele zu erfinden, damit Ihre Karte sich abhebt. Nett konservativ und ernst gemeint ist besser als unfreiwillig theatralisch oder aus Versehen lustig.

4. Werden Sie persönlich: Statt den sehr geehrten Damen und Herren richten Sie Ihre Weihnachtspost an den „Lieber Herr…“ oder die „Liebe Frau…“

Schreiben Sie an eine ganze Abteilung, sprechen Sie entweder das Team als Ganzes an oder lassen die Anrede weg. Natürlich ist auch diese Regel eine, die im Zweifelsfall gebrochen werden muss, denn von jeder goldenen Regel gibt es Ausnahmen:

Wenn der Unterhaltungsstil förmlich und strikt konservativ ist, wäre eine zu herzliche Anrede auch wieder falsch. Sie kennen im Zweifelsfall Ihre Kunden am besten und wissen, welche Tonalität angesagt ist.

5. Werden Sie aber nicht privat: So lustig manche humorvolle Karten mit randalierenden Weihnachtsmännern, halbnackten Engeln und betrunkenen Rentieren auch sein mögen, in geschäftlicher Weihnachtspost hat der klassische „Bürohumor“ nichts verloren. Wenn Sie ein lustiges Bildchen verteilen möchten, machen Sie das besser auf Ihrem Facebook-Kanal.

Geschmackvolle Karten als geschäftliche Weihnachtsgrüße sind besser langweilig als eventuell völlig daneben – und wenn Sie Schwierigkeiten bei der Stilfindung haben, schauen Sie doch einfach mal im Unicef-Grußkartenshop vorbei, die Karten haben Stil und dort gibt es auch religionsfreie Saisongrüße zum Jahresende.

Wenn es dann noch etwas mehr sein soll…

Kniffeliger wird die Sache mit dem Weihnachtsgruß, wenn Sie ein Geschenk mitschicken möchten.

Nicht aus steuerlicher Sicht, denn da sind die Regelungen ganz klar:

Geschenke für Mitarbeiter und Kunden lassen sich bis zu einer Freigrenze von 44 Euro pro Person und Jahr inkl. Umsatzsteuer steuerlich geltend machen, Sie geben diese mit Nachweis bzw. Beleg einfach bei der Steuererklärung mit smartsteuer als Ausgaben mit an.

„Streuartikel“ bzw. kleine Gaben bis 10 Euro können dabei pauschal abgesetzt werden, bei jedem Geschenk über dieser Grenze möchte das Finanzamt wissen, wer es erhalten hat – Sie müssen also eine Liste führen.

Denn beträgt der Wert des Geschenkes mehr als zehn Euro, so hat der Empfänger die entsprechende Summe leider zu versteuern.

Während also bekannt ist, was das Finanzamt von Ihnen erwartet, wenn Sie Weihnachtsgrüße mit Anhang verschenken, ist die zum Empfänger passende Auswahl ein viel anspruchsvolleres Problem.

Denn Hand aufs Herz, wie oft sind Sie schon vor Freude gehüpft, wenn ein Werbeartikel wie ein Schlüsselband, ein Flaschenöffner oder eine Handyhülle ungefragt ins Haus kamen?

Was auf Messen und Events als Teaser und Werbemittel funktioniert, ist als Weihnachtsgruß meist nicht so schön.

Sie kennen Ihren Kunden am besten und wissen, ob ein lustiges kleines Gimmick, ein hochwertiger Kalender oder eine andere Aufmerksamkeit ihn erfreuen wird. Und falls Sie es nicht so genau wissen: Etwas Nettes zum Naschen mögen eigentlich alle gern – und es liegt auch später nicht in der Gegend herum.

Im Zweifelsfall sind süße Grüße also eine bessere Gabe als ein weiterer Staubfänger aus der Werbemittelecke. Das passt immer und kommt garantiert gut an.

Geschrieben von:
Franziska Zachert Franziska begeistert nicht nur mit ihrem Temperament, sie beeindruckt auch mit ihrem Fachwissen Kunden und Partner. Durch ihr Studium des internationalen Informationsmanagements schafft sie es, die komplexe Steuermaterie spannend aufzubereiten und für Kunden und Presse perfekt in Szene zu setzen. Mit Ihrem Lachen und ihrer Freundlichkeit kann Franziska ihre Kollegen auch in stressigen Momenten anstecken.
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