21.12.2015 · smart leben ·

7 Stolpersteine für Existenzgründer

Das Leben als selbstständiger Unternehmer ist mit nichts anderem zu vergleichen, angefangen von der unternehmerischen Persönlichkeit bis hin zu den zahlreichen Pflichten.

Auch jahrzehntelange Berufserfahrung als Angestellter hilft Ihnen nicht bei allen anstehenden Aufgaben weiter, wenn Sie „gründen“.

Wir haben daher sieben typische Stolpersteine für Sie zusammengetragen, denen Sie hoffentlich ausweichen können.

Sieben Sachen, die Gründer häufig falsch machen

1. Versuchen, alles im Alleingang zu schaffen

Es gibt Aufgaben, die man lässig mal eben ganz entspannt und erfolgreich alleine abwickeln kann – die Steuererklärung mit smartsteuer zum Beispiel.

Viele andere aber laufen besser mit Unterstützung:

Beratung und Coaching in der Startphase durch Freunde und Profis, für die man auch einen Beratungszuschuss erhalten kann als Gründer, strategisches Networking und Zusammenarbeit mit anderen.

2. Kleine Nische, um Konkurrenten auszuweichen

Die Zielgruppe für Ihr Angebot sollte eindeutig definiert und gut ansprechbar sein. Aber wenn Sie diese Nische zu klein wählen, um auf Nummer Sicher zu gehen und möglichst wenig Wettbewerber zu haben, ist auch Ihr Markt zu klein.

Nur wo Geld verdient werden kann, ist auch Konkurrenz und umgekehrt.

3. Die falschen Räumlichkeiten für das eigene Business

Unzählige Existenzgründer haben Büros angemietet, obwohl das Home Office gereicht hätte. Oder sich für Geschäftsräume weit draußen im Industriegebiet entschieden, um Miete zu sparen.

Von zu teuren bis zu schlecht ausgestatteten Räumen am falschen Ort: Die Location ist nicht nur für Ladengeschäfte ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Welche die richtige ist, kommt auf viele Faktoren an. Doch nur selten sind es schicke aber baufällige Lofts, Räume fernab der Öffentlichen Verkehrsmittel oder weit außerhalb der Stadt.

4. Buchhaltung und Steuern für nebensächlich halten

Auch wenn die Auftragslage noch so brummt: Alle Unterlagen für die Buchhaltung und Steuererklärung gehören zum Arbeitsalltag und müssen immer aktuell und im Überblick behalten werden.

Gründern fehlt oft die Erfahrung, welche Ausgaben auf sie zukommen und wie viel Rücklage sinnvoll ist. Oft denken sie auch gar nicht an Rücklagen, bis es zu spät ist und sie gebraucht würden.

Ein Grund mehr, vorsichtig zu planen und nicht wild drauflos anzuschaffen, nur weil mal durch einen größeren Auftrag Geld in der Kasse ist oder sich ein Investor gefunden hat.

5. Ohne Businessplan drauflosgründen

Vor allem jene Existenzgründer, die kein Bankdarlehen und keinen Gründungszuschuss beantragen wollen, springen häufig einfach ins kalte Wasser und legen los.

Dagegen spricht auch gar nichts, nur sollten Sie sich auch in so einem Fall unbedingt mit dem Thema Businessplan beschäftigen.

Der dient nämlich nicht nur als Werkzeug für Kreditanträge, sondern auch für Erfolgskontrollen und als Mittel für strategische Planung, Wettbewerbsanalyse und Wegweiser, damit man auf dem eingeschlagenen Pfad bleibt.

6. Um jeden Preis an der Ausgangsidee festhalten

Trotz ausführlicher Recherche und Marktanalysen gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Anpassungen an Produkt, Projekt oder Plan erforderlich sind, damit Sie erfolgreich durchstarten.

Bleiben Sie also wach und achten Sie mit höchster Sorgfalt auf das Feedback und andere Dinge, die Sie von Ihren ersten Kunden lernen können. Oder Sie haben auf einen Trend gesetzt und dieser durchläuft gerade einen Wandel.

Als Unternehmer müssen Sie lernen: Sie sind nicht Ihre Geschäftsidee, sondern flexibel und lernfähig und Sie können Dinge gehen lassen, um neue besser zu machen. Nur dann haben Sie Erfolg.

7. Ungutes Bauchgefühl ignorieren

Logik ist gut, Wahrscheinlichkeitsberechnungen sind wichtig und natürlich muss jeder Unternehmer auch Geld verdienen.

Trotzdem wird es immer wieder Momente geben, in denen sich bei Ihnen innerlich trotz aller guten Argumente etwas gegen eine Entscheidung oder einen Auftrag sperrt: Das Bauchgefühl ist einfach nicht gut.

Praktische Erfahrung zeigt, dass solche Aufgaben und Projekte meistens scheitern oder Sie schmerzhaftes Lehrgeld zahlen werden, wenn Sie trotzdem darauf eingehen.

Denn auch das muss ein Unternehmer lernen. Und weiter geht es immer irgendwie. Aber im Idealfall ohne Projekte, zu denen man sich selbst irgendwie überreden muss.

Und ohne über diese 7 typischen Stolpersteine zu fallen – wir wünschen Ihnen für Ihre Pläne nur das Beste.


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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Martin sagt:

    Ich finde diese Liste enorm wichtig und äußerst informativ. Denn im Grunde genommen zählt sie alle wichtigen Aspekte auf, die ein Existenzgründer beachten sollte. Denn man wird auch bei Beachtung dieser Hinweise genug Fehler machen, dabei kann man hier schon auf einige Fehler verzichten. Aber bei einer Existenzgründung gehören Fehler einfach dazu, erst durch das Begehen von Fehler kann man daraus lernen und wird stärker. Aus Fehlern sollte man lernen. Ein oft erwähnter Spruch, der dennoch meiner Meinung nach immer noch sehr wichtig ist.

    Punkt 1 wird den meisten Gründern auf ihrem Weg nach „ganz oben“ bestimmt wiederfahren. Selbstüberschätzung. Aus der Motivation heraus übernimmt man sich, unterschätzt die Menge an Arbeit und versucht alles alleine zu machen. Dabei ist es besonders wichtig, sich Hilfe zu holen. Wie auch bei Punkt 4. Denn Buchhaltung und Steuern sind enorm wichtig. Diese Aspekte entscheiden auch darüber ob eine Gründung erfolgreich wird oder nicht. Und diesbezüglich sollte man sich auch professionelle Hilfe holen. Ich war selber bei einer Neugründung dabei und involviert und empfand externe Hilfe in Form von Existenzgründer-Beratung sehr hilfreich und wichtig.

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich bin mir sicher, dass er vielen Gründer helfen wird.
    Grüße!


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