16.03.2016 · smart leben ·

10 Tipps für den ersten Tag im neuen Job

Arrr, war das ein Tag! Erst eine knappe Woche ist rum, seit ich bei smartsteuer angeheuert habe, und schon liegt mein Einstand gefühlt so lang zurück wie die Umrundung von Kap Hoorn 1989. Ja, aller Anfang ist schwer – vor allem, wenn man so Knall auf Fall die Branche wechselt. Aber das ist ja heute schon fast normal. Flexibel muss man sein und neue Herausforderungen annehmen, wenn sie sich einem bieten. Da hab ich also zugeschlagen und versorge euch fortan regelmäßig mit allerlei Tipps und Tricks aus meiner Erfahrungsschatzkiste. So schnell kann das gehen.

Heute schreibe ich also über die ersten Schritte im neuen Job. Alles ist noch ungewohnt, viele Augen gucken einem auf die Finger und der Platz in der Bordhierarchie will erst erarbeitet werden. „Wir sind Kollegen, keine Freunde“, sagte mal mein Wachoffizier, und der war ein weiser Mensch. Es geht nicht darum, jedermanns Liebling zu werden, sondern um gute Arbeit, Entwicklungsmöglichkeiten und ein gesundes Klima. Der richtige Mix aus Zurückhaltung und professionellem Auftreten ist dabei zunächst mal der Dreh- und Angelpunkt. Eine Gratwanderung, die euch mit meiner Hilfe hoffentlich ein bisschen leichter fällt. Nur Mut, Matrosen – bei mir hat’s schließlich auch geklappt.

Hier sind 10 Kniffe für einen gelungen ersten Arbeitstag:

1. Ordentlich ausloten

Spätestens am Abend vor dem Startschuss solltet ihr ausreichend über euren neuen Arbeitgeber und die Unternehmenskultur informiert sein. Im Bewerbungsgespräch habt ihr vermutlich schon vieles erfahren, aber auch die Firmen-Homepage bietet meist allerhand Aufschlussreiches – Mitarbeiterseiten und Organigramme helfen euch beispielsweise gut als Vorbereitung auf die Namensflut. Aktuelle Entwicklungen findet ihr am besten online bei Facebook und Twitter.

2. Kluge Klamotte

Von schick bis lässig: Was im Job getragen wird, variiert je nach Branche und Position. Aber auch die Kleiderfrage lässt sich mit ein bisschen Vorab-Recherche einfach umschiffen. Schlau ist zum Beispiel, die Kollegen im Vorstellungsgespräch zu studieren oder den Dresscode einfach direkt zu erfragen. Manchmal hilft auch hier ein Blick auf die Internetseite des Unternehmens. Auf jeden Fall sollten Textilien gepflegt, Schuhe poliert und Fingernägel sauber sein. So trefft ihr auch optisch ins Schwarze.

3. Mit der Stechuhr

Nützt alles nichts, Pünktlichkeit ist ein Muss. Wer zu spät kommt, macht sich selbst unnötigen Stress und außerdem direkt einen unzuverlässigen ersten Eindruck. Deshalb gilt: Vorher die Fahrtdauer recherchieren und den Wecker lieber etwas vorstellen. So bleibt nicht nur genug Puffer für ein anständiges Frühstück, sondern auch für volle Straßen und verspätete Busse.

4. Moin, Moin

Jetzt ist es Zeit für eine sympathische und professionelle Vorstellung. Meist fordern Chefs oder Kollegen dazu auf, etwas über euch zu erzählen. Und das legt ihr euch am besten schon vorher grob zurecht, schadet ja nicht. Begrüßt die Belegschaft mit Freundlichkeit und einem selbstbewussten Händedruck. Ich hab mir dafür übrigens ein Stofftaschentuch in die rechte Hosentasche gesteckt – ein guter Tipp, wenn ihr bei Nervosität auch leicht ins Schwitzen geratet.

5. Aktiv anpacken

Klar, was ihr heute macht, sollte Hand, Fuß und Qualität haben. Häufig verläuft der erste Tag aber etwas holprig und ihr bekommt erst gar keine Chance, euer Können zu zeigen. Für eine richtige Einarbeitung fehlt allen die Zeit, ihr habt noch nicht alle Passwörter und Programme oder einfach keine konkrete Aufgabe? Dann heißt es: nicht in der Nase bohren, sondern nach Arbeit oder Einweisung fragen und den Kollegen Unterstützung anbieten.

6. Pausenschnack

Mit euren Kollegen werdet ihr in Zukunft eine Menge Zeit verbringen. Für gewöhnlich reicht der erste Tag aber nicht aus, um die neue Mannschaft so richtig kennenzulernen. Trotzdem und gerade deshalb solltet ihr von Beginn an Interesse zeigen und Gesellschaft suchen. Das geht besonders gut zwischendurch an der Kaffeemaschine oder beim gemeinsamen Mittagessen. Mit gut dosierter Offenheit legt ihr den Grundstein für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

7. Füße still halten

Die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, ist also ein guter Anfang. Aber Vorsicht: Wer zu forsch oder kritisch auftritt, wird schnell als Konkurrent und Besserwisser abgestempelt. Langjährige Mitarbeiter haben einen gewaltigen Erfahrungsvorteil, das Zauberwort des Tages also: Bescheidenheit. Die Zeit für konstruktive Verbesserungsvorschläge und kreative Ansätze kommt, sobald ihr euch als kompetent und vertrauenswürdig erwiesen habt.

8. Nicht verzagen

Lieber fragen! Logisch, dass man als Neuling nicht alles wissen kann. Am ersten Tag hagelt es in der Regel Informationen und die alle zu verinnerlichen, dauert eben eine Weile. Daher nimmt es euch auch niemand krumm, wenn ihr Nachfragen stellt – ob es nun um die Bedienung des Telefons oder den Namen der Kollegin aus der Buchhaltung geht. Im Gegenteil: Ihr signalisiert Interesse. Damit nichts aus dem Gedächtnis purzelt, hab ich für alle Fälle immer Papier und Stift am Mann.

9. Immer am Ausguck

Aufmerksamkeit ist auch abseits handfester Fakten das A und O. Und das steht in diesem Fall für Augen und Ohren: Beobachtet den Umgang untereinander, hört gut zu und erfahrt so eine Menge über die ungeschriebenen Gesetze am Arbeitsplatz. Zum Beispiel, ob es okay ist, zwischendurch mal ins private E-Mail-Postfach zu gucken, wie die Raucherpausen geregelt sind oder ob es einen Küchendienst gibt. Auch das Wer-mit-Wem könnt ihr mit einer kleinen Feldstudie flott durchschauen.

10. Feierabend

Das letzte Stündlein hat geschlagen und die ersten Kollegen lassen die Stifte fallen? Erkundigt euch höflich, ob es für euch noch etwas zu tun gibt. So zeigt ihr Engagement und könnt trotzdem damit rechnen, dass man euch nach diesem gehaltvollen Tag rechtzeitig entlässt. Wenn ihr mögt, bedankt euch ruhig noch einmal für die nette Aufnahme – zieht aber nicht gleich mit den anderen in die nächste Bar. Denn, alte Seefahrerweisheit: Heb direkt ein Korn zum Kinn und der Eindruck ist dahin!


Avatar Geschrieben von:

Mach Dein Insiderwissen zu Geld!
Steuererklärung starten

LETZTE BEITRÄGE


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)