18.03.2016 · smart steuern ·

Die Top 6 der Gründe, warum Sie eine Steuererklärung machen sollten (Serie, Teil 42)

Wir haben schon Mitte März, liebe Leserinnen und Leser meiner kleinen Serie. Und soll ich Sie an was erinnern. Ihre Steuererklärung! Die wartet auf Sie, die macht sich auch nicht von allein. Bin ich heute gemein, oder? Aber mal im Ernst. Wie oft habe ich zuletzt hören müssen, wenn es um die Steuererklärung ging: „Das ist mir viel zu viel Arbeit, das ist mir zu kompliziert und ich würde es eh nicht verstehen. Und dann kriege ich doch bestimmt auch nur 3,85 Euro wieder, das lohnt sich doch überhaupt nicht.“

Wie kann ich Sie motivieren? Mit Geld doch bestimmt immer: Rund 1.000 Euro beträgt die Steuererstattung im Durchschnitt. Nicht schlecht, wie ich finde.
Wem das noch nicht reicht als Anreiz: Hier kommen meine ganz persönlichen Top 6 der Gründe, warum Sie eine Steuerklärung machen sollten – selbst wenn Sie es nicht müssten.

Platz 6: Haushaltsnahe Dienstleistungen

Wer Handwerker in seiner Wohnung für Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen beauftragt, kann 20 Prozent der Arbeitsleistung und der Fahrtkosten absetzen, höchstens aber 1.200 Euro pro Jahr. Natürlich muss alles per Rechnung laufen. Das gilt auch für Putzhilfe oder Pflegekraft. Hier sind auch 20 Prozent der Kosten abziehbar, höchstens 4.000 Euro. Und was die meisten betrifft: In der Betriebskosten-Abrechnung für Ihre Wohnung stecken auch absetzbare Kosten, etwa für Hausmeister, Treppenhausreinigung und Schornsteinfeger drin. Von Ihrem Anteil können Sie auch 20 Prozent absetzen. Ausführlich hier.

Platz 5: Kinderbetreuungskosten

Wer Kinder bis 14 Jahre hat, kann die Betreuungskosten zu zwei Dritteln als Sonderausgaben absetzen. Maximal dürfen Sie pro Kind und Jahr aber höchstens 4.000 Euro abziehen. Als Betreuung zählen zum Beispiel Kindergarten, Hort, Tagesmutter und Au-Pair-Mädchen. Mehr Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Platz 4: Kilometerpauschale

Erst in der letzten Woche hatte ich darüber geschrieben: Der Weg zur Arbeit gehört zu den Werbungskosten. Die Kilometerpauschale berechnet sich folgendermaßen: Einfach Wegstrecke zur Arbeit mal Arbeitstage im Jahr mal 0,30 Euro. Wer etwa 220 Arbeitstage hat und 30 Kilometer von der Firma entfernt wohnt, kann eine Kilometerpauschale von 1.980 Euro in die Steuererklärung eintragen. Details können Sie hier nachlesen.

Platz 3: Andere Werbungskosten

Meist ist die Kilometerpauschale der größte Posten, es gibt aber auch noch viele andere Werbungskosten, berufsbedingte Ausgaben also. Das reicht vom auch dienstlich genutzten Handy über Fachliteratur und Bewerbungskosten bis zur beruflich veranlassten Weiterbildung. Ausführlicher können Sie das hier erfahren.

Platz 2: Krankheitskosten

Wünschen tut sich das niemand, aber vielleicht mussten Sie im letzten Jahr viel Geld für Ihre Gesundheit ausgeben? Für Leistungen, die Ihre Krankenkasse nicht bezahlt. Dann können Sie diese Kosten als außergewöhnliche Belastung absetzen. Dazu zählen unter anderem Zahnersatz, Rezeptgebühren, Brillen, Hörgeräte, Fahrtkosten zum Arzt und Physiotherapie. Absetzen können Sie aber nur den Betrag, der Ihre persönliche zumutbare Belastung überschreitet. Dieser Wert hängt von Ihrem Einkommen, Familienstand und Kinderzahl ab. Wie’s genau aussieht – hier finden Sie die Antworten.

Platz 1: smartsteuer

Wie, smartsteuer, werden Sie jetzt vielleicht fragen. Aber Fakt ist: der wohl beste Grund, seinen inneren Schweinehund zu besiegen und sich an die Steuererklärung zu machen, ist unsere clevere Online-Lösung smartsteuer. Die ist einfach, online und sicher. Bei uns werden Sie nicht im Dschungel des Steuer-Fachchinesisch allein gelassen, sondern Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Und dabei übersehen Sie auch nichts, was vielleicht nicht in dieser Liste stand. Womit wir gleich beim Thema sind …

Was würde Ihrer Meinung nach noch in diese Liste gehören? Welche Absetzmöglichkeit ist Ihr persönlicher Favorit? Schreiben Sie es einfach unten als Kommentar.

Zusammenfassung: Es gibt viele Gründe, eine Steuererklärung zu machen. Durchschnittlich rund 1.000 Euro gibt es damit vom Staat zurück – und mit smartsteuer ist die Erklärung auch kein Hexenwerk.

 

Zum vorherigen Teil der Serie: Auf dem Weg zur Arbeit – alles zur Kilometerpauschale (Serie, Teil 41)

Theresa Voigt Geschrieben von:

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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Verena Etzkorn sagt:

    Hallo, ich finde die Rufbereitschaft gehört auch mit auf die Liste. Das ist auch eine Aufwendung für den Arbeitgeber und wird hoch versteuert.

  • Avatar Martin Schirmer sagt:

    Also mein Favorit war immer die km pauschale als ich noch am arbeiten war. Da ich nun Rentner bin mache ich keine Steuererklärung mehr.
    LG Martin Schirmer

  • Avatar Andre sagt:

    Habe nie zuvor Steuererklärung gemacht, sollte es aber mal tun 🙂 Danke für die tollen Informationen.

  • Avatar Boris sagt:

    Dank einer Steuerklärung kann man viel Geld rausholen. Es ist auch in den meisten Fällen erforderlich. Gut möglich, dass das Amt zu bestimmten Zeiten Steuerklärungen anfordern kann.


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