20.03.2016 · smart leben ·

Internationaler Tag des Glücks

Moin, ihr Land-­ und Leseratten! Heute ist der schönste Tag des Jahres – zumindest seit ich meinen Anker vor einer Woche bei smartsteuer ausgeworfen habe. An diesem Sonntag ist nämlich nicht nur kalendarischer Frühlingsanfang, sondern auch Internationaler Tag des Glücks. Wenn das mal nicht passt wie Matjes auf die Stulle! Wenn es wärmer wird, das Ufer zu grünen beginnt und man am Horizont die Sonne sieht, sprudeln die Glücksgefühle ja meist von ganz allein wie isländische Quellen.

Vielleicht habt ihr meine Unterstützung in Sachen Lebensfreude also bald gar nicht mehr nötig, trotzdem stehe ich euch von nun an mit Tipps rund um das Thema Glücklich leben zur Seite – nur eine von drei Kategorien in meinem fangfrischen Blogbuch. Und die anderen zwei? Das verrate ich euch in der kommenden Woche. Aber jetzt steigen wir erstmal ganz sachte ein, ins Glück natürlich.

 

Was ist Glück?

Diese Frage habt ihr wohl schon einige hundertmal gelesen und die Antwort ist immer dieselbe: Glück bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Das sagen auch die Forscher auf diesem Gebiet. Ich kann euch das Buch „World Book of Happiness“ empfehlen, darin sind die neuesten Erkenntnisse sehr schön zusammengefasst. Zum Beispiel die, welche Faktoren den Einzelnen ganz besonders glücklich machen können: Gesundheit, Freunde, Kinder, eine stabile Beziehung sowie ein toller Beruf, der Spaß macht. Und natürlich genug Taler in der Tasche für die eigenen Grundbedürfnisse. Laut Definition der Vereinten Nationen sind das pro Kopf 2.500 Kalorien und ca. 100 Liter Wasser am Tag, mindestens sechs Jahre Schulbildung, sechs Quadratmeter Wohnraum und eine Kochmöglichkeit.

 

Der Internationale Tag des Glücks

Am 20. März jedes Jahres wird der International Day of Happiness gefeiert. Das legten die Vereinten Nationen 2012 bei einem Gipfeltreffen zum Thema „Glück und Wohlbefinden“ fest. Im gleichen Zug erklärten sie Zufriedenheit ganz offiziell zu einem grundlegenden Ziel der Menschen – genau wie die USA das schon 1776 in ihrer Unabhängigkeitserklärung bestimmt hatten. UN­-Generalsekretär Ban Ki­moon forderte die anwesenden Staatsmänner bei der Vollversammlung auf, nicht nur die Wirtschaft für das Wohlbefinden ihrer Bevölkerung verantwortlich zu machen, sondern soziale Aspekte und Umwelteinflüsse als gleichwertige Bausteine des Glücks zu betrachten. Klar, denn: Nicht nur Arbeit ist wichtig im Leben, sondern auch und besonders alles andere drum herum. Dieses Gleichgewicht von Job und Leben beschnacken wir aber beim nächsten Mal in Ruhe, wenn ihr mögt.

 

Glück ist wichtig!

Alles schön und gut, werdet ihr jetzt sagen. Man kann sich doch aber auch an jedem x­-beliebigen Tag im Jahr selbst daran erinnern, dem eigenen Glück entgegenzusteuern und wirtschaftlichen Reichtum nicht über Wohlbefinden zu stellen. Brauchen wir dafür extra einen Tag? Ich sage: ja. Um diese schlauen Leitsätze nämlich wirklich in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern und auch den Politikern einmal im Jahr ganz plakativ die Wichtigkeit von Glück bewusst zu machen, ist so ein Welttag schon ein starkes Werkzeug. Zumindest an diesem Tag gerät das Thema nämlich ganz sicher auf den Radar der Öffentlichkeit. Zum Beispiel durch Medienberichte oder einen Beitrag wie diesen.

 

Die Vermessung des Glücks

Natürlich sollten Glück und Wohlbefinden allen Menschen auf der Welt gleichermaßen zustehen – egal, auf welchem Kontinent. Doch nicht überall herrschen die gleichen Verhältnisse. Ich für meinen Teil hab es gut: Ein Seemann kann überall auf der Welt glücklich sein, so viel ist wohl klar. Allerdings ist er nicht wirklich repräsentativ: Auf Reisen hält er sich nie lang auf und kehrt immer wieder in den heimischen Hafen zurück. Bis er irgendwann ein letztes Mal ankommt, um zu bleiben, wo er sich pudelwohl fühlt. So wie ich vor einer Woche. Zum Glück bringen die Vereinten Nationen aber jährlich ihren offiziellen World Happiness Report heraus. Erst vor wenigen Tagen ist er wieder erschienen, mittlerweile zum vierten Mal. Der Bericht gibt Auskunft darüber, wo auf der Erde die Menschen am glücklichsten sind. Dafür werden aus insgesamt 160 Nationen jede Menge Daten ausgewertet – so zum Beispiel die jeweilige Lebenserwartung, die Selbstwahrnehmung der Einwohner oder das Bruttoinlandsprodukt. Für Deutschland gab es im vergangenen Jahr ordentlich Rückenwind: Wir sind auf der Glücksleiter zehn Sprossen aufwärts geklettert und belegen aktuell den 16. Rang. Ansonsten hat sich gegenüber 2015 aber nicht wahnsinnig viel verändert. Das Ergebnis:

 

Und wo lebt es sich am glücklichsten?

Auf den vordersten Plätzen liegen Dänemark, die Schweiz, Island und Norwegen dicht beieinander. Finnland, Kanada, die Niederlande, Neuseeland, Australien und Schweden sind ebenfalls unter den zehn Spitzenreitern. Meine Rede, die Skandinavier haben’s einfach raus. Ganz anders steht es da um viele afrikanische Staaten und vom aktuellen Kriegsgeschehen zerrüttete Länder – das traurige Schlusslicht der diesjährigen Liste bilden Syrien, Afghanistan, Burundi, Togo und Benin. Ganz klar, dass hier erst einmal ganz woanders angepackt werden muss. Jeffrey Sachs, der Direktor des Earth Institute, hat aber trotzdem noch einen Vorschlag im Ärmel: Nachdem nämlich mit Buthan, Schottland, Ecuador, Venezuela und den Vereinigten Arabischen Emiraten bereits fünf Staaten ganz regulär einen Glücksminister angeheuert haben, wünscht er sich das nun auch für alle anderen Länder der Erde. Bestimmt ein spannender Posten! Glück und Wohlergehen könnten also möglicherweise auch bei uns bald politisch genauso gewichtet werden wie Gesundheit, Wirtschaft oder Familie. Also, falls sich sonst niemand meldet – ich würde den Kahn schon schaukeln.

 

Geschrieben von:
Avatar Der Steuermann ist wortwörtlich mit allen Wassern gewaschen: Nachdem er Zeit seines Lebens die Ozeane bereist und vom Kap der guten Hoffnung über das Bermuda-Dreieck bis zur Beringstraße alles gesehen hat, lässt er sich auf seine alten Tage nieder, um seinen reichen Erfahrungsschatz mit unseren Blog-Lesern zu teilen. Konkret heißt das: jede Menge smarte Tipps, Ratschläge und Wissenswertes zu verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen. Dabei zeichnet er sich stets durch Kumpelhaftigkeit, Direktheit und einen gesunden Pragmatismus aus.
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