28.03.2016 · smart leben ·

Achtung, Hochdruckgebiet: Stress und seine Ursachen

Ein lockeres Moin von der Blog-Brücke! Reden wir heute mal nicht um den heißen Brei herum: Der Druck steigt gewaltig. In meinem letzten Eintrag haben wir noch die richtige Balance im Leben ausgelotet, erinnert ihr euch? Gut, denn mit dem heutigen Thema docken wir dort direkt wieder an. Was unser inneres Gleichgewicht nämlich am allermeisten ins Wanken bringt, ist Stress. In etlichen riskanten Manövern habe ich gelernt, auch in schwierigen Momenten entspannt zu bleiben wie der Smutje beim Mittagsschlaf. Leider können die meisten Leute das jedoch nicht von sich behaupten – und die Belastung wächst immer weiter. Also: Gehen wir dem Stress doch mal lässig an den Kragen!

 

Ansichtssache: Was ist Stress eigentlich genau?

Ein kleines Wort mit so großer Schlagkraft: Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat nach eigener Angabe regelmäßig mit Stress zu kämpfen. Die Menschen sind angespannt und stehen unter akuter Belastung. Kein Wunder, schließlich leben wir heute in einer Leistungsgesellschaft, in der Erfolge zählen und Schwächen so gern gesehen werden wie Ratten an Bord. Egal ob Haushalt, Job, Sport, Kinder oder Liebe: Jeder möchte überall das Beste geben, doch für nichts bleibt genügend Raum. Natürlich kann das nicht spurlos an einem vorübergehen. Gut haben es da diejenigen, die sich von all den Anforderungen nicht verrückt machen lassen. „Komm ich heut nicht, komm ich morgen“ oder „Kein Mädchen, keine Sorgen“ – wer die Welt so gelassen sieht, ist vermutlich gänzlich immun gegen Stress. Glückwunsch! Viele andere allerdings kennen das Dreigestirn aus Zeitdruck, Überforderung und Erschöpfung nur allzu gut. Sie fühlen sich ausgelaugt, angespannt und haben ihr eigenes Gleichgewicht verloren. Doch was genau löst eigentlich dieses Gefühl akuter Belastung in uns aus?

 

Auslöser: Daher kommt der Stress

Ich bin gestresst – das sagt sich heute so schnell dahin. Zum Beispiel, wenn sich gleichzeitig die Aufgaben stapeln, das Smartphone bimmelt, die ganze Besatzung durcheinander schreit und einfach beim besten Willen kein Land in Sicht ist. Da hätte ich auch keinen klaren Kopf mehr. Aber ist auch das tatsächlich schon Stress? Zunächst mal: Wer kurzfristig eine schwierige Lage meistern muss, hat es nicht zwangsläufig gleich mit Stress zu tun. Häufen sich diese Situationen über einen längeren Zeitraum und kommt man zwischendurch nie richtig zur Ruhe, kann der Wind sich jedoch drehen. Mit Pech geht man dem Stress dann in sein engmaschiges Netz und kommt so schnell nicht wieder raus. Meistens passiert das, wenn einige der wichtigsten Konstanten im Leben auf einmal an größere Probleme geknüpft sind: die eigentlich glückliche Beziehung ist irgendwie vom Kurs abgekommen, der Job lässt einfach keine Atempausen mehr zu oder man bangt um das Wohl geliebter Menschen. Unter diesen Bedingungen kann Stress durchaus auch zu einer schwerwiegenden Belastung werden.

 

Unterschiede: Stress ist nicht gleich Stress

Ob man nun Angst hat, seinen Job zu verlieren, trotz aller Bemühungen einfach keinen neuen findet, den finanziellen Ruin fürchtet, sich sozial ausgeschlossen fühlt, seit Wochen zu wenig Schlaf oder durch die Baustelle nebenan zu viel Lärm abbekommt: Bestimmte Stressfaktoren sind nicht nur besonders verbreitet, sondern auch eindeutig negativ behaftet. Doch nicht nur Beruf und Alltag können uns geistig und körperlich zusetzen – auch unsere Freizeit wird immer mehr zur Stressfalle. Gerade weil wir etwas für unsere Work-Life-Balance tun wollen, stecken wir viel Energie in unser Sportprogramm, ordentliche Ernährung und die akribische Vorbereitung von Festtagen. Da hetzen wir von A nach B, verfallen in einen ungeheuren Perfektionismus und stürzen den gesunden Bio-Smoothie  im Gehen runter, statt ihn richtig zu genießen. Ist das nicht verrückt? Dabei sollten doch gerade diese Punkte im Kalender unsere Kraftreserven wieder auffüllen. Tatsächlich gibt es aber neben all diesem aufreibenden auch positiven Stress. Wer zum Beispiel mehrere Nächte am Stück seine nächste Urlaubsreise plant oder täglich so lang an einem Schiffsmodell bastelt, bis ihm die Bullaugen zufallen, wird ebenfalls eine deutlich erhöhte Belastung empfinden – macht die Mehrarbeit in diesem Fall aber gern und fiebert dem Ergebnis entgegen. Eins haben beide Stresstypen in jedem Fall gemein: Sie lassen unseren Blutdruck steigen, während der Körper wie wild Adrenalin und Kortisol ausschüttet. Wir stehen also unter Strom, zunächst einmal nichts Verkehrtes. Wird die Stressbelastung jedoch zu groß, kann das unserer Gesundheit sogar richtig übel zusetzen.

 

 

Symptome: So macht sich Stress bemerkbar

Verallgemeinern lässt sich das aber natürlich nicht so einfach, schließlich sind wir alle Individuen und unsere Nerven nicht gleichermaßen strapazierfähig. Was der eine jedoch mit links wegsteckt, kann im anderen bereits große Bewältigungsängste auslösen. Woran ihr merkt, ob es bereits so weit ist? Nun ja, die folgenden körperlichen und psychischen Anzeichen könnten auch bei euch auf Stress hindeuten: Kopfschmerzen, Magen-/Darmprobleme, verspannte oder krampfende Muskeln, plötzlich auftretende Allergien, Herzrasen, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, nervöse Zustände und leichte Reizbarkeit sind besonders typisch. Selbstredend ist die Selbstdiagnose aber keine Lösung – erkennt ihr eins oder mehrere der Symptome bei euch wieder, ist es höchste Zeit, zum Arzt zu gehen. Der kann im Zweifelsfall nämlich auch dann etwas tun, wenn der Stress bereits auf eure inneren Organe übergeschwappt ist. Ein bisschen Betrieb ist zwar erstmal gar nicht schlecht für Kreislauf und Immunsystem, nimmt die Rastlosigkeit aber überhand, können beispielsweise das Herz, der Magen, die Abwehrkräfte, die Muskeln und auch die Gefäße ernstzunehmende Schäden davontragen. Das wollen wir natürlich alle nicht. Wie wir den Stress also zukünftig in die Schranken weisen, dazu bald mehr. Ich lege jetzt erstmal bummelig die Füße hoch und trinke ein Tässchen Entspannungstee!

 


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