30.08.2016 · smart leben ·

GRÜN GEGRÜNDET – 5 nachhaltige Startups, die deinen Alltag erleichtern

Früher war Wachstum bekanntlich alles – nicht nur, wenn man als kleines Kind endlich groß werden wollte. Auch Unternehmensgründungen waren stets darauf ausgelegt, irgendwann möglichst viel Kohle zu scheffeln und bestenfalls über alle sieben Weltmeere zu expandieren. Seitdem jedoch die Flut der Finanzkrise über uns hereingebrochen ist, gab es einen beachtlichen Kurswechsel bei den Startups dies- und jenseits des Ozeans: Soziales Unternehmertum und Nachhaltigkeit stehen immer häufiger auf den Fahnen junger Gründer! Damit gehen sie nicht nur gegen Gewinnmaximierung und Profitgier an, sondern machen unseren blauen Erdball auch zu einem wohnenswerteren Fleckchen. Und damit nicht genug! Viele schaffen es auch, den lieben Alltag für jedermann eine Spur leichter zu gestalten. Heute zeige ich euch mal 5 Beispiele, die das meiner Meinung nach schon richtig gut hinkriegen oder in Zukunft gute Aussichten haben. Los geht’s:

Your Superfoods

Letztens gab es ja bereits köstliche Brainfood-Tipps für die Mittagspause im Büro. In eine ähnliche Kerbe schlägt Your Superfoods mitsamt Onlineshop: Vitamine, Mineralien, Antioxidantien, gesunde Fette – die Superfood-Mischungen versorgen uns nur mit dem Feinsten der Nährstoffpalette. Wenn sonst eher Schmalhans Küchenmeister ist, werden einem auch noch schöne Rezeptideen mit an die Hand gegeben. Und für die ganz individuellen unter uns darf schön selbst angemischt werden. Die Zutaten haben dabei eine astreine Herkunft – sowohl biologisch, als auch nachhaltig. Und der besondere Clou nennt sich „Zurückgeben“: Für jeden verkauften Superfood-Mix spendet das junge Unternehmen ein Paket lebensrettende Nahrung an akut mangelernährte Kinder. Wie ich finde, macht ihr dem Namen damit alle Ehre: Echt super!

naturtrip.org

Einfach mal raus ins Blaue – das geht auch ohne benzinschluckende und schadstoffspuckende Schleuder auf vier Reifen! Das haben sich die guten Leute von naturtrip.org auch gedacht und kurzerhand ein Portal ins Leben gerufen, das mit einer interaktiven Karte und individuell zugeschnittenen Ausflug-Tipps aufwartet. Dabei gilt stets: Die Karre bleibt in der Garage! Öffis, Fahrrad oder Fußmarsch heißen die Alternativen. Automatisch wird von der Seite die einfachste Route zum gewünschten Freizeit-Spaß berechnet. Dass solche Maßnahmen der Umwelt gut tun, versteht sich von selbst. Leider ist bislang lediglich der Großraum Berlin/Brandenburg mit reichlich Angeboten in der Karte vermerkt. Hier gilt aber: Augen offen halten! Bald sollen auch andere Regionen Deutschlands dazu kommen.

nearBees

Honig ist ja wohl was ganz feines. Gesund. Nützlich gegen allerlei Zipperlein und Wehwechen. Und vor allem: Tierisch lecker! Heutzutage ist es leider so, dass der Großteil des klebrig-gelben Goldes, der bei uns auf dem Frühstückstisch landet, zuvor den weiten Weg aus Übersee auf sich nehmen muss. Argentinien, Mexiko oder China sind die Hauptexporteure. Aufgrund der Lichtempfindlichkeit des Honigs sind die gesunden Enzyme nach der Reise dummerweise weitestgehend hinüber. Gleichzeitig lohnen sich für unsere hiesigen Hobby-Imker die gängigen Verkaufsmöglichkeiten wegen der günstigeren Konkurrenz kaum noch, daher geben sie das Honigernten meist ganz auf. Und das hat Folgen für unser schönes Ökosystem: Die heimischen Bienen werden immer weniger, natürliche Bestäubung fällt aus, darunter leiden beispielsweise die Obstbäume in der Region. Dass man da was unternehmen sollte, haben sich dann die findigen Gründer von nearBees gedacht. Mit ihrem Online-Portal bieten sie den Imkersleuten, die sonst vielleicht nicht so viel mit dem Thema Online-Vermarktung zu tun haben, eine einfache Möglichkeit ihren Honig an den Mann zu bringen. Kunden können sich auf einer digitalen Karte direkt anzeigen lassen, welche Imker in ihrer unmittelbaren Umgebung Honig anbieten und dort direkt bestellen. Außerdem kann man sich bei Interesse ein wenig mehr über den Bienenzüchter oder die Art der Bienenvölker informieren. Die süße Ware wird dann in CO2-neutral hergestellte Umschläge abgefüllt und direkt in den Briefkasten geliefert. Außerdem zahlt nearBees den CO2-Ausgleich für den Versand. Wenn der frische Honig dann zu Hause auf’s Frühstücksbrot geschmiert wird, kann man sich sicher sein, dass keine Pestizide, Antibiotika oder Gentechnik im Aufstrich steckt.

Vakant

Pfiffige Gestaltungsansätze können Dinge, wie wir sie bislang kannten, plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Hier ein wenig quergedacht, da ein wenig die Konventionen vernachlässigt, schon hat man ein revolutionäres Produkt erschaffen, das die Welt womöglich in ihren Grundfesten erschüttert. Okay, zugegeben, ganz so einfach ist es dann meistens doch nicht. Design-Buden wie Vakant beweisen jedoch, dass eine smarte Produktgestaltung ganz neue Möglichkeiten eröffnen kann. Beispiel gefällig? Wenn man in der Betonwüste Großstadt lebt, ist die Sehnsucht nach einem eigenen kleinen Gemüsegarten bei vielen sicherlich groß. Doch woher dafür den Platz nehmen? Die Antwort gibt VEGRACK, eine Art Regal, das als wohnzimmerlicher Anbauort für Pflanzen und Gemüse fungiert. Spezieller Bio-Dünger und energiesparende LED-Beleuchtung ermöglichen es, jahreszeitenunabhängig zum urbanen Farmer zu werden. Ist außerdem ein ziemlicher Hingucker in den eigenen vier Wänden. Ähnliche Wege beschreitet der sogenannte Fogger, der Pflanzen bis zu 6 Wochen lang über einen Nährstoff- und Wassertank komplett autark versorgen kann. Dabei ist das Teil natürlich so konzipiert, dass es möglichst energieeffizient und stromsparend funktioniert. In Zeiten, in denen man sich immer mehr Gedanken über Herkunft und Qualität von landwirtschaftlichen Produkten machen muss, sind diese Ideen sicherlich vielversprechende Ansätze für eine nachhaltigere Zukunft.

MIITO

Standardmäßiges Wasserkochen war gestern – MIITO bringt die smarte und elegante Variante des H2O-Erhitzens in unsere Küchen und Wohnzimmer. Wie das der Umwelt hilft? Auch die vermeintlich kleinen Dinge im Alltag machen aufsummiert eine Menge aus: Eine britische Studie hat herausgefunden, dass 67% der Europäer ihre Wasserkocher beim täglichen Benutzen mit mehr Wasser befüllen, als eigentlich nötig wäre. Eine heiße Tasse wird gebraucht, drei werden erhitzt, zwei bleiben im Kocher zurück und werden wieder kalt – die Rechnung ist klar. Wenn man das jetzt auf alle Haushalte hochrechnet und über ein Jahr hinweg betrachtet, geht eine Menge Energie flöten. Der Wasserkocher von MIITO nimmt sich diesem Problem an und ermöglicht es, genau abgemessene Mengen an Flüssigkeit auf den Punkt zu erhitzen. Das Stichwort hierbei lautet Induktion – und sobald die gewünschte Temperatur erreicht wurde, schaltet sich das Gerät automatisch wieder ab. Da freut sich die Wasserrechnung! Und die Freunde lassen sich mit dem schönen Stück sicher auch gut beeindrucken.

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