08.01.2017 · smart leben ·

Produktivität & Entspannung: Der perfekte Sonntag

Frohes neues Jahr, ihr Leichtmatrosen! Jetzt sind sie durch, die Adventssonntage mit Kaffee, Kuchen, Keksen und Kerzen. Der Weihnachtsbraten ist verputzt und der Silvester-Rausch ausgeschlafen – nach sechs Wochen heißt das: endlich wieder ein ganz normaler Sonntag! Im Hause Steuermann und auch überall sonst. Für mich ja seit jeher der beste Tag der Woche, um einfach mal durchzuatmen, die Woche Revue passieren zu lassen und sich in wohltuenden Schritten mental für die kommenden Anstrengungen zu stärken. Und wie das in meiner Welt am allerbesten funktioniert, das lest ihr jetzt!

08.15 Uhr – Kein Morgen ohne Kaffee!

Auch am Sonntag spielt mein Wecker schon ziemlich zeitig das alte Seemannslied, das Opa Siegfried früher immer auf dem Schifferklavier geklimpert hat. Erstens bekommt man so mehr vom knapp bemessenen Winter-Sonnenlicht und hält zweitens seinen Biorhythmus auf Normalbetrieb. Noch mit dem Kopf in den gemütlichen Federn höre ich, wie der Kaffee in der Maschine pünktlich zu gluckern beginnt – Zeitschaltuhr sei Dank. Toll, diese technischen Spielereien! Mein kleines Ritual: Wenn der Duft mein Bett erreicht, schwing ich mich raus und gönn mir erstmal ein Tässchen zum Wachwerden.

08:45 Uhr: Die obligatorische Jogging-Runde

Nichts geht  über einen ordentlichen Morgenlauf! Zugegeben: Unter der Woche und vor allem im Winter fällt es mir auch nicht immer leicht, vor der Arbeit extra früh aus dem Lummerland aufzutauchen, um draußen durch die Kälte zu Rennen. Aber wie ihr wisst, ist Sport besonders für Bürohengste wie mich nicht nur wichtig, um körperlich fit zu bleiben, sondern im Grunde auch nur eine Sache der Gewohnheit. Am Sonntag teilt man sich die Parks und Wälder zwar mit einigen anderen Läufern, dafür muss man ohne große Folgetermine aber auch nicht auf die Uhr gucken, sondern kann ganz entspannt machen und auf dem Rückweg sogar noch Brötchen holen. Taler mitnehmen und los!

10:00 Uhr: Sonntagsfrühstück für Profis

Arrr, nach einer ausgiebigen Dusche fühl ich mich jetzt pudelwohl. Tisch gedeckt, alle Mann ran, und dann gibt’s lecker Brötchen, ballaststoffreiches Müsli und frisches Obst für den Vitaminhaushalt. Darauf freue ich mich die ganze Woche – schließlich ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages, kommt an normalen Arbeitstagen aber fast immer zu kurz. Dafür landet dann mittags immerhin ausgewogenes Brainfood auf dem Büroteller. Sonntags hingegen frühstücke ich lieber lang und lass das Mittagessen einfach ausfallen. Am Nachmittag gibt’s dafür meist ein schönes Stück Kuchen.

11.30 Uhr: Hallo Welt!

Bis jetzt bin ich wunderbar offline klargekommen. Besonders wenn man unter der Woche quasi dauervernetzt durch den Tag galoppiert, sind so ein paar Stunden Ruhe am Wochenende wirklich Gold wert. Jetzt jedoch schnapp ich mir das Tablet und lese erstmal gemütlich meine digitale Sonntagszeitung, bis ich über das aktuelle Weltgeschehen auf dem neuesten Stand bin. Im Anschluss kümmere ich mich mit ganzer Aufmerksamkeit um etwas, wofür zwischen Job und Tür und Angel sonst viel zu wenig Zeit bleibt: mein Sozialleben! Freunde sind schließlich sowas wie persönliche Rettungsanker im Seegang des Lebens – und auch das berufliche Netzwerk will konsequent gepflegt sein. Also rein ins Mailprogramm, rauf auf die Kontakt-Plattformen und den Austausch mal richtig genießen.

14 Uhr: Kajüte auf Vordermann 

Was bleibt in einer stressigen Arbeitswoche noch gern mal auf der Strecke? Genau, der Hausputz. Und auch, wenn der ehrlicherweise auf der Liste meiner Lieblingsaktivitäten relativ weit unten steht, überwinde ich meinen inneren Schweinehund sonntags regelmäßig und schwinge Wischmopp und Staubwedel zu guter Musik. Ein Wundermittel in Sachen Motivation! Beim Aufräumen fallen einem außerdem plötzlich so tolle Dinge in die Hände wie die Fotos aus dem Winterurlaub – wenn am Ende alles glänzt, fühlt sich die Faulenzerei danach außerdem gleich mindestens doppelt so herrlich an.

16.05 Uhr: Serien-Marathon

Ab jetzt kann ich ruhigen Gewissens in den Entspannungsmodus schalten – Sonntag ist schließlich immer noch ein Ruhetag! Und ohne Netflix für mich gar nicht mehr vorstellbar. Ob die neue spannende US-Produktion oder eine Natur-Doku mit beeindruckenden Aufnahmen von den sieben Weltmeeren: Irgendwas Fesselndes gibt es immer zu entdecken und zack, sind ein paar Stündchen vergangen. Irgendwann jedoch macht sich ein leises Knurren bemerkbar und der Magen verlangt nach einem guten Abendbrot.

20:15 Uhr: Der Tatort ruft!

Rituale sind etwas Wunderbares. Sie geben einem Struktur und etwas zum Festhalten, gerade an einem Tag wie heute. Pünktlich um viertel nach acht schallt aus meinem Fernseher also die Tatort-Melodie, ich mach es mir ordentlich kuschelig und halte mein Handy am Anschlag. Ohne die Live-Kommunikation bei Twitter wäre der traditionelle Mordfall im Ersten für mich nämlich nur halb so unterhaltsam – so aber schaue ich im Sinne des Social TV zumindest gefühlt mit tausenden Menschen gemeinsam und verfolge unter dem Hashtag #Tatort die aktuellsten Diskussionen im Netz.

22 Uhr: Heimathafen Bett

Wenn ich nach so einem Sonntag feststelle, dass sich Produktivität und Entspannung die Waage gehalten haben, kann ich umso zufriedener in die Steuermann’sche Koje klettern. Vor mir liegt nun wieder eine Fünftagewoche voller To-dos, doch bevor ich mich denen widme, werden die Energietanks nochmal bis zum Anschlag aufgefüllt – mit einem guten Buch und einer ordentlichen Mütze Schlaf. Alle Ablenkungen sind jetzt verbannt und ich genieße es, noch einmal so richtig bewusst abzuschalten, bevor der Alltag mich wieder hat. Und dann: Auf in eine neue Woche, auf in ein erfolgreiches neues Jahr!

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Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Markus sagt:

    Hi,
    wow dieser Sonntag klingt genau nach meinem Geschmack, obwohl ich nicht weiß, ob ich mich zu allem überwinden könnte, besonders schwierig ist bei mir am Sonntag das frühe aufstehen. Ich versuche mir die Sonntage immer möglichst von Terminen frei zu halten, denn Entspannung ist an diesem Tag ganz besonders wichtig.

    Gruß,
    Markus

  • Ich wusste nicht, dass es Akkusauger gibt. Ich habe immer nur die gekauft, die man in die Wand einstecken muss. VG


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