16.02.2017 · smart leben ·

Smarter studieren: Spartipps für die Haushaltskasse

Moin, meine Schlauköppe! Die Studentenzeit mag wohl eine der schönsten Phasen des Lebens sein – ein finanzielles Zuckerschlecken ist sie jedoch nicht. Vor allem am Monatsende, wenn die letzten drei Kröten im Portmonee trauriger vor sich hin klimpern als meine Großtante Gerda auf ihrem Schifferklavier. Dabei kann man doch gerade jetzt jeden Cent gut gebrauchen, wo man endlich ohne elterliche Aufsicht tun und lassen kann, was man möchte. Doch leider geht in der Regel der Großteil des Monatsbudgets für Studienkosten, Uni-Material, Miete, Handy und sonstige fixe Ausgaben drauf, sodass zum Verprassen nicht mehr viel übrig bleibt. Wenn ihr jedoch euren Enkeln später nicht erzählen wollt, dass ihr die besten Partys leider aus Kostengründen versäumt habt, dann passt jetzt auf und schreibt gut mit: Hier kommen ein paar smarte Spartipps für euren Studentenalltag!

Schritt eins: Das Haushaltsbuch

Genau wie auf hoher See lautet der Leitsatz in Sachen Studentenkasse: Niemals den Überblick verlieren! Und genau deshalb solltet ihr euch zu allererst ein Haushaltsbuch anlegen, egal ob in eurem analogen Notizheft oder digital in Form einer Excel-Tabelle. Hier listet ihr zunächst mal alle eure monatlichen Einnahmen auf – vom BAföG über Einkünfte aus Nebenjobs bis zum regelmäßigen Taschengeld von Oma sollte alles dabei sein. Dem Gegenüber stellt ihr eine Übersicht über eure monatlichen Fixkosten, also Miete, Versicherungen, Mitgliederbeiträge, Handykosten, Nahverkehrstickets etc. Auch für zu erwartende, aber nicht hundertprozentig kalkulierbare Ausgaben wie beispielsweise für Lebensmittel, Geburtstagsgeschenke oder Uni-Materialien solltet ihr hier einen geschätzten Betrag X aufführen. Rechnet ihr beide Summen aus, bekommt ihr einen ersten Eindruck davon, wie viel eigentlich wirklich noch für die schönen Dinge des Lebens übrig bleibt. Notiert nun auf dieser Grundlage jeden Cent, den ihr tatsächlich Tag für Tag ausgebt. Jeden Tag? Ja, wirklich – auch wenn es bürokratisch und nervig erscheint. Nur, wenn ihr wirklich gut buchführt, könnt ihr die Posten herausfiltern und senken, die ihr euch eigentlich gar nicht leisten könnt.

Die Studentenwohnung: Mietkosten

Ob eigene Wohnung, Wohnheim oder WG: Sparen kann man natürlich überall. Trotzdem sind die Mietkosten in der Regel der größte Posten, der bei Studenten monatlich vom Konto wandert – es lohnt sich also, von vornherein die eigenen Ansprüche an den Wohnkomfort gegen die individuellen Freizeitgelüste aufzuwiegen und genau zu überlegen, wie viel Geld man fürs Wohnen eigentlich wirklich aufbringen kann oder möchte. Die günstigste Lösung ist natürlich das Studentenwohnheim. Das Deutsche Studentenwerk hat in den Uni-Städten bundesweit fast 200.000 Plätze in petto und bietet euch damit die Möglichkeit, schon für um die 200 Euro ein häufig (teil)möbliertes Zimmer mit Internet und Strom zu mieten. Für ein vernünftiges WG-Zimmer muss man da je nach Studienort meist schon etwas tiefer in die Tasche greifen, eine eigene 1-Zimmer-Wohnung kostet in der Regel locker das Doppelte. Will man sich trotzdem für kein Geld der Welt Bad und Küche mit schmuddeligen Mitbewohnern teilen, kann man seine private Studentenbude zumindest untervermieten, wenn man mal länger nach Hause oder in den Urlaub fährt. Über Online-Portale wie WG gesucht, Airbnb oder Zwischenmiete klappt das super – holt vorher aber bitte in jedem Fall das Okay des Vermieters ein.

Der Haushalt: Nebenkosten

Von der reinen Kaltmiete für seine Unterkunft bekommt man natürlich noch keinen Laptop zum Laufen oder das Wasser für die Spaghetti gekocht. Warmwasser und Strom müssen her! Und weil Letzterer sich als echter Geldfresser entpuppen kann, sollte man als Knapp-bei-Kasse-Student zunächst mal den richtigen Anbieter finden. Nicht nur für euer Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt ist der staatlich subventionierte Grüne Strom da die beste Option. Habt ihr den günstigsten Tarif gefunden, geht’s an die kleinen und großen Stromspartricks. Ersetzt ihr beispielsweise alle herkömmlichen Glühbirnen durch Energiesparlampen oder LEDs, müsst ihr euch vielleicht drei Tage ans neue Licht gewöhnen, spart aber von der ersten Sekunde an bares Geld. Technische Geräte solltet ihr immer richtig ausschalten, statt sie im Stand-by-Modus zu lassen – zum Glück ist das dank Mehrfachsteckdosen mit Ein-/Aus-Schalter gar nicht schwer. Mehr konkrete Tipps, wie ihr in Küche und Bad ganz einfach Wasser und Energie einsparen könnt, ohne dabei irgendwelche Abstriche zu machen, gibt’s hier.

Der Einkauf: Sparen ohne Verzicht

Hat grad irgendwer was von Spaghetti gesagt? Auch Studenten müssen essen und zwar nicht immer nur Nudeln mit Billig-Soße, sondern gesunde Lebensmittel von guter Qualität – schließlich braucht ihr Gehirn ein paar ordentliche Nährstoffe. Wenn ihr den Großteil eures Einkaufs im Discounter erledigt und nur bestimmte Leckereien im teuren Supermarkt ersteht, seid ihr schonmal auf dem richtigen Kurs. Ein alter Trick: Verzichtet auf den Einkaufswagen und tragt eure Ausbeute lieber in einem Korb zur Kasse. Mit zunehmendem Gewicht am Arm entscheidet ihr unterbewusst ganz von allein, was wirklich mit muss und worauf ihr genauso gut verzichten könnt. Um eure Ausgaben nicht aus dem Blick zu verlieren, bezahlt nach Möglichkeit immer mit Bargeld. Bevor ihr nun aber auch noch kistenweise Wasser nach Hause schleppt, legt euch lieber einen Trinkwasser-Sprudler zu und greift auf Wasser aus dem Hahn zurück. Und wo ihr schon dabei seid, schafft euch gleich noch einen Thermo-Becher an. Selbstgekocht schmeckt der morgendliche Coffee to go nämlich genauso gut wie beim Bäcker um die Ecke und ihr könnt euch den täglichen Euro (und das Anstehen!) ganz einfach sparen.

Die Zusatzkosten: Girokonto, Versicherungen und Co.

Um eure Finanzen vernünftig regeln zu können, braucht ihr natürlich trotzdem ein Konto. Doch auch, wenn ihr schon vor Studienbeginn eins habt, lohnt sich jetzt noch einmal der Vergleich, denn fast jede Bank bietet für Studenten vergünstigte Konditionen an. Hier könnt ihr die Angebote im Netz vergleichen und dank kostenloser Kontoführung, Willkommensgeld und Co. sogar ein paar Euro gutmachen. Und auch in Sachen Versicherungen könnt ihr als Studierende von günstigen Tarifen profitieren und so eure monatlichen Ausgaben eindämmen. Das gilt in erster Linie für die Krankenversicherung – sie wird nur bis zum 25. Lebensjahr über die Eltern abgewickelt, ist aber auch danach für jeden Deutschen verpflichtend. Dennoch solltet ihr es nicht dabei belassen und auch eine vernünftige Haftpflicht-, Hausrats- und Rechtsschutzversicherung abschließen. Die Beiträge für Studenten sind häufig überschaubar und bewahren euch im Zweifelsfall vor amtlichen Zahlungen. Zusätzlich ist bereits jetzt eine private Altersvorsorge schlau, auch, wenn ihr vom Altwerden noch nichts hören wollt.

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Der Steuermann Geschrieben von:
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