22.02.2017 · smart leben ·

Smarter studieren: Spartipps für die Freizeitgestaltung

Moin, meine Hörsaalschnarcher! Habt ihr auch brav eure Mitschriften studiert und meine Tipps für niedrige Lebenshaltungskosten schön verinnerlicht? Das gibt zwar leider keinen ECTS-Punkt extra, euch aber zumindest die richtige Grundlage für den Stoff, der heute folgt! Wichtige Lektion, meine Damen und Herren – denn vom Wohnen, Essen und ordentlich Haushalten allein hatte noch kein Uni-Absolvent eine mordsmäßige Studienzeit. Spart also lieber gleich an den richtigen Stellen, statt das Beste zu verpassen: Mit meinen Spartipps in Sachen Freizeitgestaltung und Privatausgaben müsst ihr auf nichts mehr verzichten!

Die Uni-Materialien

Na gut, so richtig viel hat die Schreibtisch-Ausstattung mit Freizeit wahrlich nicht zu tun, trotzdem: Auch studieren lässt sich netter gestalten, indem man beispielsweise einen modernen Computer benutzt, sein Lernpensum in einem schönen Kalender festhält, lose Kopien in Mappen packt und die Stichpunkte fürs Referat auf Karteikarten notiert statt auf den Fetzen der leeren Cornflakes-Verpackung. Klar, all das kostet Geld, lässt sich aber unter Umständen später als studienrelevante Ausgabe steuerlich geltend machen. Hebt deshalb vorsorglich alle Rechnungen und Barbelege auf – auch, wenn ihr nur einen Bleistift oder eine Briefmarke kauft. Das gleiche gilt natürlich für euren Laptop, den ihr dank spezieller Studentenrabatte wie beispielsweise bei Apple oft sogar etwas günstiger bekommt. Darüber hinaus könnt ihr vor allem an der Studienliteratur sparen: Wird zu Semesterbeginn die Lektüreliste verteilt, lauft nicht gleich in die erstbeste Buchhandlung. Natürlich ist es gut, die kleinen Schmökerläden zu unterstützen, doch das könnt ihr auch noch ebenso gut nach dem Studium, wenn ihr Geld verdient. Bis dahin schaut in der Bibliothek nach Belegexemplaren, macht euch Kopien und heftet sie zu einem Buch zusammen. Oder ihr ersteht online oder über das schwarze Brett gebrauchte Ausgaben zum Bruchteil des Originalpreises.

Smart geshoppt: Die Kleiderfrage

Nun aber zu den wirklich schönen Dingen, die man sich zwischendurch eben mal gönnen möchte. Den schicken Wintermantel, die professionelle Kamera oder ein neues Paar Sneaker zum Beispiel. Ihr ahnt, was jetzt kommt: All das bekommt ihr genauso gut und manchmal sogar noch neu mit Etikett oder Rechnung über gängige Online-Portale wie Ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder die Flohmarkt-App Shpock. Mit ein bisschen Spürsinn und Geduld findet ihr hier sowohl Teile aus aktuellen Modekollektionen, als auch echte Vintage-Schmankerl und neuwertige Technik für wenig Zaster. Extra-Tipp, wenn ihr etwas ganz Bestimmtes sucht: Bedenkt bei der Eingabe eures Suchbegriffs gängige Tippfehler und vertauscht auch mal einen Buchstaben mit einem, der auf der Tastatur dicht daneben liegt. Viele Anbieter verzichten nämlich darauf, ihre Anzeigen noch einmal einer Rechtschreibkontrolle zu unterziehen – und wundern sich, warum sich niemand für ihren Artikel interessiert. Eine gute Verhandlungsbasis für euch also, wenn ihr als Erster und Einziger Kaufabsichten zeigt. Und falls ihr nicht nur euch, sondern auch eure Wohnung hübsch dekorieren wollt: Wie ihr eure Studentenbude günstig einrichtet, hab ich euch in meinem Artikel rund um die Umzugskosten verraten!

Von Fitness bis Feiern

Sich in seiner Freizeit körperlich fit zu halten, muss natürlich nicht zwingend was kosten, macht aber den meisten im Verein oder Fitness-Studio am meisten Spaß. Zum Glück gibt es an fast allen Unis ein breites Hochschulsport-Programm, das für jeden Typ irgendwas in petto hat und gar nichts oder nur wenig kostet. Auch unabhängige Fitness-Studios bieten in Studentenstädten gelegentlich ein Rabatt an – sollte die Jahresmitgliedschaft dennoch nicht ins monatliche Budget passen, könnt ihr beispielsweise über Fitfox oder GymEntry Tages- oder Wochenkarten kaufen und nur dann trainieren, wenn Blockseminare und Klausurplan es zulassen. Doch auch wenn Sport erwiesenermaßen das beste Mittel gegen Stress ist: Zur studentischen Freizeit gehört bei den meisten noch etwas mehr dazu. Hier also noch ein kleiner Tipp für Feierfreunde: Wer im Sommer nicht auf sein Lieblings-Festival verzichten, ein Wochenendticket aber gerade nicht bezahlen kann, muss sich wohl auf sein Gewinnspielglück verlassen. Oder früh genug die Augen aufhalten, um sich einige Monate im Voraus auf den Internetseiten von Hurricane, Southside, Dockville oder Melt! als Helfer zu registrieren. Werdet ihr ausgewählt, müsst ihr zwar auf dem Festivalgelände mitarbeiten, bekommt aber das ganze Drumherum und viele Wahnsinns-Konzerte für lau.

Freizeit A bis Z: Studentenrabatte nutzen

Natürlich bieten nicht nur Muckibuden und Laptop-Verkäufer spezielle Studi-Konditionen an, auch an andere Dinge und Dienstleistungen kommt man als eingeschriebener Student vergünstigt ran. Einen Haarschnitt bekommt ihr so zum Beispiel vielerorts genauso zum Sonderpreis wie das Zeitungs- oder Zeitschriften-Abo, das sich für euch ganz besonders lohnt. Klar, denn lesen bildet und ihr sollt schließlich auch etwas lernen im Studium! Deshalb könnt ihr auch in kulturellen und vielen öffentlichen Einrichtungen wie Kinos, Schwimmbädern, Theatern oder Museen sparen, wenn ihr euren Studierendenausweis vorzeigt. Eine gute Übersicht über alle deutschlandweiten Studentenrabatte gibt es zum Beispiel hier. In Theatern, Opern und Musicals gibt es darüber hinaus häufig eine kostenlose Preview oder Generalprobe. Wenn ihr oft die gleichen Geschäfte besucht, fragt doch einfach mal nach einer Kundenkarte, falls sie euch nicht ohnehin angeboten wird. Als Stammkunde kann sich das wirklich lohnen. Auch mit Sparcoupons aus dem Internet, beispielsweise via Groupon oder DailyDeal, lässt sich in Sachen essen, trinken, feiern und unternehmen immer ein Schnäppchen schlagen.

Reisen zu Studi-Preisen

Studentenzeit ist Reisezeit! Ob Urlaubssemester oder zwei Monate während der vorlesungsfreien Zeit: Nie ist das längerfristige Rauskommen so leicht wie im Studium, wenn weder der Job noch sonstige Verpflichtungen einen binden. Deshalb gibt es auch einen riesigen Markt, der sich auf Low-Budget-Reisen für junge Leute spezialisiert hat. Besondere Studentenangebote findet ihr beispielsweise bei STA Travel, organisierte Studienreisen bei Unitours oder AIFS und tolle Angebote für jedes schmale Portemonnaie bei den Urlaubspiraten. Wenn ihr euch den Auslandsaufenthalt durch Arbeit am Zielort finanzieren wollt, schaut euch einfach mal die Konzepte Work and Travel und Freiwilligenarbeit näher an. Und falls zwischen Kiwis-Pflücken, Kellnern und Kinderbetreuung ein bisschen Freizeit in Aussicht ist, beantragt rechtzeitig vor der Reise eure International Student Identity Card. Mit diesem Ausweis bekommt ihr in mehr als hundert Ländern saftige Rabatte auf Eintrittspreise, Software, Verkehrsmittel etc.

Heimfahrten und Stadtverkehr

Es muss ja nicht immer die Umrundung des Planeten sein – auch kurze Fahrten wie die zum Auswärtsspiel des Lieblingsvereins oder zur Familie kosten Geld. Viele Studenten nutzen daher die Bahncard-Angebote oder Restposten-Tickets der Deutschen Bahn, fahren mit Fernbussen quer durchs Land oder nutzen Mitfahrgelegenheiten wie Blablacar, um für eine Beteiligung am Spritgeld im Auto von A nach B zu kommen. Innerhalb der Studentenstädte ist ein Fahrrad häufig die perfekte Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Auf Fahrradflohmärkten und online lassen sich wiederum gebrauchte Schätze aufstöbern – und macht der Drahtesel mal Zicken, kann man auch in der Werkstatt nett nach einem Rabatt für Studenten fragen. Noch günstiger wird’s in Selbsthilfewerkstätten, wo man nur die Teile bezahlt und unter Anleitung selbst Hand anlegt. Aufgrund all dieser Fortbewegungsmöglichkeiten lohnt sich ein eigener Wagen für Studierende in der Regel nicht, kann in Einzelfällen aber natürlich sinnvoll sein. Auch bei der Autoversicherung solltet ihr dann auf spezielle Angebote achten, der ADAC bietet außerdem einen vergünstigten Pannenhilfe-Service für junge Leute in der Ausbildung an. Wenn euer Auto eh die meiste Zeit ungenutzt rumsteht, weil ihr es unter der Woche nie benutzt, steigt doch lieber auf Carsharing-Anbieter wie beispielsweise Car2Go oder DriveNow um. Hier bezahlt ihr nur, wenn ihr auch wirklich fahrt, und habt keinen Ärger mit Reparaturen oder Reifenwechsel. Und das gesparte Geld steckt ihr dann schön in euer nächstes echtes Reiseabenteuer!

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