27.03.2017 · smart steuern ·

Vorhang auf: smartsteuer für Studenten ist da!

Liebe Studentinnen und Studenten – jetzt gibt es wirklich keine Ausreden mehr. Wir von smartsteuer haben pünktlich zur „Steuersaison“ eine spezielle Fassung unserer Online-Steuererklärung für Studenten an den Start gebracht. Und damit geht die Steuererklärung noch schneller als mit unserer ohnehin schon einfachen Onlinelösung. Warum wir das gemacht haben, wie’s funktioniert und wo die Vorteile liegen – die Antworten gibt es hier.

Warum eine spezielle Version für Studenten?

Ja, das ist eine berechtigte Frage. Allein schon, weil das Verhältnis zwischen Studenten und Steuern nie so wirklich das beste war, um es mal ganz vorsichtig zu sagen. Aber: Spätestens wenn Studierende mitbekommen, wie viel Geld sie während ihres Studiums und sogar danach (!) verschenkt haben, weil sie sich nicht um die Steuern gekümmert haben, ist der Ärger groß.
Wir von smartsteuer haben hier im Blog unter anderem geschrieben, warum Studenten eine Steuererklärung machen sollten und was sich absetzen lässt. Die Resonanz war großartig und die Kommentare beziehungsweise Fragen oft detailreich. Weshalb wir daraus auch noch eine Zusammenfassung geschrieben haben.
All diese Erfahrungen zeigten uns, dass da sehr wohl ein Interesse von studentischer Seite da ist. Und so entstand die Idee der speziellen Steuererklärung für Studenten.

Warum sollten Studenten eine Steuererklärung machen?

Wer jetzt keine Zeit hat, die oben verlinkten Artikel zu lesen, hier eine Schnell-Zusammenfassung. Auch Studenten entstehen Kosten, die sich von der Steuer absetzen lassen. Wer neben dem Studium einen steuerpflichtigen Job hat und mit den Einnahmen über dem Existenzminimum liegt, kann schon mal Steuern sparen. Allerdings verdienen Studenten oft nicht so viel, so dass diese Werbungskosten steuerlich ins Leere laufen. Aber: Diese Verluste lassen sich Jahr für Jahr in der Steuererklärung vortragen – bis genügend Einnahmen da sind. Erst dann werden die Verluste abgezogen – und der (Ex-) Student spart jede Menge Steuern. Und jetzt kommt es: Das funktioniert aber nach dem aktuellen rechtlichen Stand nur, wenn das Studium eine Zweitausbildung ist. Bei einer Erstausbildung hingegen erkennt das Finanzamt nur Sonderausgaben statt Werbungskosten an. Die sind erstens auf 6.000 Euro beschränkt und lassen sich zweitens nur in dem Jahr absetzen, wo sie angefallen sind. Also nichts mit Vortragen des Verlusts… Und um das Chaos komplett zu machen: Gegen diese Ungleichbehandlung von Erst- und Zweitausbildung laufen wiederum Klagen, die schon beim Bundesverfassungsgericht sind.
Alles nicht ganz so einfach, aber dafür gibt es jetzt ja
smartsteuer für Studenten.

Wo liegen die Vorteile der Studentenversion?

Der größte Vorteil ist die Einfachheit. Für die Entwicklung war es wichtig, sich für das gesamte Steuer-Interview in die Lebenswelt von Studenten hineinzuversetzen. So wurden Begriffe angepasst, zum Beispiel heißt es statt Werbungskosten einfach Studienkosten. Eine der größten Klippen, die oben erwähnte Frage Erst- oder Zweitausbildung und die daraus entstehenden steuerlichen Differenzen, umschiffen Nutzer mit smartsteuer für Studenten besonders elegant.
Sie müssen einfach nur die Studienkosten eintragen – smartsteuer erfasst diese dann automatisch als Werbungskosten statt als Sonderausgaben. Das passiert unabhängig davon, ob es sich um eine Erst- oder Zweitausbildung handelt.
Erkennt das Finanzamt die Werbungskosten beim Erststudium nicht an, müssen Sie nichts tun – außer zu warten. Denn der Steuerbescheid ist in dieser Frage nur vorläufig. Entscheidet das Bundesverfassungsgericht in Zukunft, dass es keinen steuerlichen Unterschied zwischen Erst- und Zweitausbildung geben darf, sind Sie auf der sicheren Seite und erhalten zu viel gezahlte Steuern automatisch zurück.

Wo finde ich smartsteuer für Studenten?

Das ist schnell beantwortet. Entweder Sie klicken auf diesen Direktlink: steuerjahr2016.smartsteuer.de/short.html
Alternative im ganz „normalen“ smartsteuer-Interview: Dort im Bereich „Familienstand, Religion, Beruf und Studium“ einfach bei „Steuerpflichtiger /Ehemann hat 2016 studiert“ auf „Ja“ klicken – und schon biegen Sie automatisch in smartsteuer für Studenten ab.

Wir wünschen viel Erfolg und würden uns freuen, wenn Sie uns hier oder auf Facebook Ihre Erfahrungen mit smartsteuer für Studenten mitteilen.

 


Franziska Zachert Geschrieben von:

Mach Dein Insiderwissen zu Geld!
Steuererklärung starten

LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Till sagt:

    Danke für die Infos!
    Gibt es den Bereich für Studenten auch für frühere Jahre? Die Frage “Steuerpflichtiger /Ehemann hat 20XX studiert” gibt es bspw. in der Steuererklärung für 2013 nicht.
    Wenn nicht: wie gebe ich bei den Jahren vor 2016 an, dass ich studiert habe?
    Danke!

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Den Studentenbereich gibt es erst ab 2016. Für frühere Jahre tragen Sie die Kosten am besten als Fortbildungskosten bei den Werbungskosten von Arbeitnehmern ein.

  • Avatar Klisando sagt:

    Ich bin NOCH Student und will meine Kosten aus den früheren Jahren geltend machen.
    Ich war zu der Zeit auch nicht berufstätig.
    Allerdings gibt es für die anderen Jahren keine Felder.
    Wo soll ich alles eintragen?

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Guten Morgen,

    den Studentenbereich gibt es erst ab 2016. Für frühere Jahre tragen Sie die Kosten am besten als Fortbildungskosten bei den Werbungskosten von Arbeitnehmern ein.

  • Avatar Pauli sagt:

    Hallo,
    wenn ich z.B. für 2014, als ich noch Studentin war, die Steuererlärung ausfülle, wird mir am Ende bei der „Auswertung“ als „Nachzahlung“ 0,0€ angezeigt, bei „zu versteuerndes Einkommen“ eine mehrstellige negative Summe. Ist dies die Summe, die als Verlustvortrag dann bei späterem Einkommen geltend gemacht wird? Vielen Dank!

  • Avatar Pauli sagt:

    …und muss ich in meiner ersten Steuererklärung als Erwerbstätige die Verlustvorträge der vorangegagenen Jahre mit angeben??

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Der „Gesamtbetrag der Einkünfte“ wird als Verlustvortrag nutzbar.


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)