15.05.2017 · smart leben ·

Smarter studieren: Mit Selbstorganisation ins neue Semester

Ahoi, liebe Ferienkinder! Wenn ihr das hier lest, habt ihr die Prüfungsphase am Ende des Wintersemesters überlebt. Lasst mich raten: Die letzten Wochen waren furchtbar, nervenaufreibend, chaotisch und weitestgehend schlaflos? Der Klassiker! Aber: An der Uni lernt man ja nicht ausschließlich fachspezifische Schlauheiten, sondern vor allem viel fürs Leben im Allgemeinen. Natürlich schadet es nicht gerade, wenn ihr später als fertige Lehrer, Anwälte oder Mediziner auch inhaltlich wisst, was ihr tut – die eigentliche Prüfungsleistung aber ist das Studium an sich. Und damit im neuen Semester endlich mal alles läuft wie geschmiert, widmen wir uns im fünften Teil meiner kleinen Studentenserie der Frage, wie ihr euch und euren Lernstoff von vornherein optimal organisiert. Diesmal wirklich!

Alles im Blick: Die Semesterplanung

Nach der durchstrukturierten Schulzeit ist im Studium plötzlich Selbstorganisation gefragt. Das beginnt schon bei der Zeitplanung. Vielleicht müsst ihr dienstags in aller Herrgottsfrühe in der Vorlesung sitzen, donnerstags ziehen sich die Seminare bis in den Abend, ab und zu fällt eine Blockveranstaltung auf das geliebte Wochenende und irgendwann geht es auch mit den Prüfungen wieder los. Über ewig gleiche Tagesabläufe und Alltagstrott könnt ihr euch also nicht beschweren, umso schwerer wird es aber, einen individuellen Rhythmus zu finden, der euch gleichermaßen Zeit zum Lernen und Leben verschafft. Eine der wichtigsten Anschaffungen zum Uni-Start ist demnach ein übersichtlicher Kalender. Und auch wenn wir smartsteuer-Köppe bekanntermaßen Fans der Digitalisierung sind: An der Wand über eurem Schreibtisch oder als analoges Büchlein mit ausreichend Platz für die Tages-To-dos macht sich die Planungshilfe am allerbesten. Markiert hier frühzeitig alle wichtigen Semester- und Prüfungstermine, lotet wöchentliche Anwesenheits-, Lern- und Freizeitphasen aus und tragt auch regelmäßige Erledigungen wie beispielsweise den Besuch des Waschsalons in die Übersicht ein. Durch die akribische, konsistente Pflege eures Kalenders habt ihr jederzeit  alle Termine im Blick und damit auch euer Studium direkt besser im Griff.

Aktiv statt nur dabei: Vorlesungen besuchen wie ein Profi

Wer schreibt, der bleibt – das wusste schon Oma und die hatte schließlich immer Recht. Auch wenn es also noch so schwer fällt, in der wenig spannenden Vorlesung Augen und Ohren aufzuhalten: Wenn ihr lernt, aktiv zuzuhören und euch sinnvolle Notizen zu machen, erspart ihr euch später eine Menge Zeit und Lernstress. Ob ihr eure Mitschriften direkt in die Tastatur eures Laptops klackert oder euch lieber ganz klassisch mit Block und Stift bewaffnet, bleibt dabei euren persönlichen Vorlieben überlassen. Damit der Vorlesungsinhalt jedoch nach 90 Minuten Input nicht bis kurz vor der Prüfung im Nirvana verschwindet, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise: Macht euch während der Veranstaltung Stichwörter, denkt aktiv mit und fasst das Wesentliche in eurer eigenen Sprache zusammen. Verseht dabei jedes neue Dokument mit Titel, Datum und Seitenzahl, um später nicht durch den Tüdel zu kommen. Zuhause macht ihr euch an die Nachbearbeitung und pflegt eure Notizen in den Computer ein. Macht keinen Spaß, aber hilft ungemein. Dabei könnt ihr das Gesagte nämlich noch einmal sinnvoll strukturieren, Teile fetten oder unterstreichen und Querbezüge grafisch darstellen. Durch diese Wiederholung verankert ihr den Stoff direkt im Gehirn und habt zur Prüfungsphase einen Vorlesungsordner mit sauber strukturierten Lernskripten griffbereit.

Studenten Steuererklärung starten

Wie und wo arbeitet ihr am besten?

Jeder Mensch funktioniert unterschiedlich – deshalb lernen die einen am besten nachts mit Zettelwirtschaft im Bett, während andere ab morgens um sieben am Schreibtisch sitzen und ihre Nasen abwechselnd in Laptop, Bücher und einen Pott Kaffee stecken. In der Horizontalen schlaft ihr zuverlässig nach fünf Minuten ein? Auf dem Schreibtischstuhl könnt ihr nicht stillsitzen und in der Bibliothek lenkt euch andauernd irgendwas ab? Kann vorkommen, wichtig ist nur, dass ihr schnellstmöglich herausfindet, welcher Arbeitsstil für euch persönlich funktioniert und welcher nicht. Zum Vor- und Nachbereiten des Uni-Stoffs bevorzugen die meisten Studenten eine ruhige Umgebung. Manch einer kann sich jedoch erst mit ein paar Hintergrundgeräuschen richtig konzentrieren – das kann ein leise dudelndes Radio sein, eine bestimmte Sound-Kulisse wie beispielsweise Café-Atmosphäre, prasselnder Regen, sanftes Bahn-Geratter oder aber eine spezielle Playlist mit lernfördernder Wirkung, wie man sie beispielsweise bei Spotify findet. Falls euch die Illusion der Umgebungsgeräusche allein nicht ausreicht, könnt ihr natürlich auch direkt eure Materialien schnappen und euch zum Lernen in die Natur begeben oder einen Fensterplatz im Zug reservieren. Solltet ihr auf Strom angewiesen sein, lohnt sich gegebenenfalls die Investition in eine Powerbank.

So perfektioniert ihr eure Lerntechnik

Ihr ahnt es bereits: Im Berufsleben braucht man selten siebzig Seiten auswendig gelernte Fakten und Formeln – sowas guckt man bei Bedarf einfach nach. Für die Klausur müsst ihr den Semesterstoff trotzdem auf Biegen und Brechen speichern. Dazu braucht es vor allem Fleiß und eine gute Selbstorganisation. Nehmt euch also eure gut gehegten Ordner vor und arbeitet euch nach und nach durch die einzelnen Skripte. Ausgedruckt und zusammengeheftet könnt ihr das Lernmaterial überallhin mitnehmen, auch ein Tablet oder E-Reader eignet sich für diese Zwecke gut. Am allerbesten aber funktioniert das Reinkloppen in den Kopf nach wie vor mit Karteikarten. Die Vorteile: Um die kleinen Kärtchen zu beschriften, müsst ihr eure säuberlich abgelegten Mitschriften nicht nur noch einmal konzentriert durchgehen, sondern den Inhalt auch zusammenfassen und leicht verdaulich strukturieren – beispielsweise in Listen, Modellen oder Mind-Maps. Dabei bleibt in der Regel schon einiges hängen. Schlau ist auch, sich prüfungsrelevante Fragen auszudenken, vorn auf die Karten zu schreiben und sie auf der Rückseite zu beantworten. Geht den Stapel nun durch, wann immer es passt – ob im Bus, auf dem Klo oder kurz vor dem Wegdösen im Bett, jede Wiederholung zählt. Je nach Typ kann euch auch eine Lerngruppe voranbringen. Durch gegenseitiges Abfragen und Erklären lässt sich der Stoff oft ganz nebenbei verinnerlichen.

Extra-Tipps für die Selbstorganisation

Sowohl für Klausuren als auch für Hausarbeiten und andere Studienleistungen gilt: Man kann eigentlich nie früh genug anfangen. Mithilfe eures Kalenders könnt ihr die Lernhäppchen und wichtigen To-dos aber in jedem Fall frühzeitig über das Semester verteilt portionieren. Plant dabei am besten von Anfang an einen Puffer für Notfälle ein. Falls ihr vor lauter Prüfungsangst plötzlich krank werdet oder sonst irgendwas Unvorhergesehenes passiert, müsst ihr so nicht gleich in Panik verfallen. Wenn es zum Semesterende prüfungsmäßig ans Eingemachte geht, könnt ihr beispielsweise für jede Woche ein Pensum festlegen, das ihr dann bis spätestens Sonntagabend flexibel abarbeiten müsst. Steigt also am Freitag die WG-Party nebenan, müsst ihr vielleicht schon unter der Woche ranklotzen, um trotz Kopfschmerzen am Samstag euer Wochenziel zu erreichen. Dann heißt es also: Ran an den Speck, Smartphone aus, Facebook zu und rein mit dem geballten Wissen! Oh, apropos Smartphone – hier findet ihr eine tolle Zusammenstellung von Handy-Apps, die euch das Lernen und Leben im Studium erleichtern. Und falls ihr meine letzten Artikel verpasst habt, lest jetzt noch einmal, wie ihr in Sachen Freizeitvergnügen, Umzugs- und Lebenshaltungskosten richtig sparen könnt!

Weitere nützliche Steuertipps für Studenten bekommt ihr jetzt auch über unseren Geld-zurück-Letter! Einfach anmelden und Geld zurückholen.


Avatar Geschrieben von:

Mach Dein Insiderwissen zu Geld!
Steuererklärung starten

LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Patrick Kaufmann sagt:

    Besonders in den Prüfungszeiten ist ein gutes Zeitmanagement hilfreich. Obwohl es viele Essays zu diesem Thema bereits geschrieben wurden, bleibt das Thema für Studenten relevant. Alles ist individuell und hängt sowieso vom eigenen Gefühl ab.
    Nach letzter Studie: um Produktiv zu bleiben und Selbstorganisation zu haben, muss der Schreibtisch immer in Ordnung sein: „Meine Empfehlung: Jeden Abend aufräumen, dann laufen Motivation und Produktivität am nächsten Morgen doppelt gut. Je weniger Ablenkung auf dem Tisch desto besser!“ https://www.smartsteuer.de/blog/2017/01/19/gesund-produktiv-die-richtige-arbeitsplatzgestaltung/
    Die Bologna-Reform impliziert, dass das größte Teil vom Lernplan muss bei den Studenten selbstständig beherrscht werden: „So wird auch nur eine Empfehlung, welche Module in welchem Semester belegt werden sollten, herausgegeben, auch die Prüfungen müssen nicht immer am Ende eines Semesters abgelegt werden. All diese Entscheidungen obliegen dem Stundeten selbst.“ – So wird die Wichtigkeit der Erstellung eines eigenen Plans bewertet. Nach weiteren Ratschlägen braucht man klare Prioritäten setzen und für ausreichende Freizeit sorgen. https://essayhilfe.de/stundenplan/
    Nach anderen Quellen sollen die Lernzeiten immer derselbe sein. Eine Möglichkeit sei, sich einen Tagesplan aufzumalen und die Lernblöcke rot zu markieren. Wichtig wäre es noch, Lernblöcke direkt neben Entspannungsblöcke zu legen, also, nach dem Lernen eine Lieblingsfernsehserie zu sehen, oder so was. http://www.sueddeutsche.de/bildung/selbstorganisation-im-studium-was-gegen-prokrastination-hilft-1.1699145-2

  • Avatar Violetta sagt:

    Sehr gute Tipps, vielen Dank.


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)