05.07.2017 · smart steuern ·

Geld verdienen mit einem Ferienjob

Für die meisten ist es wohl die schönste Zeit des Jahres. Und ich rede hier nicht von Weihnachten – sondern von den Sommerferien. Viele nutzen sie für einen Urlaub, aber nicht wenige Schüler und auch Studenten verdienen sich Geld dazu. Um sich Wünsche zu erfüllen oder einfach eine Lücke auf dem Konto zu schließen. Doch was gilt es dabei zu beachten? Wer darf überhaupt arbeiten, welche gesetzliche Regelungen greifen, was ist mit den Steuern und anderen Abgaben? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Was gilt für Schüler?

Eltern haben den Satz von ihren Kindern sicher schon mal gehört, wenn es zum Beispiel um das Einräumen des Geschirrspülers oder das Runterbringen des Mülls geht: „Kinderarbeit ist verboten!“ Und auch wenn das natürlich nicht das absolut schlagende Argument ist, ist doch etwas dran. Denn wer noch keine 13 Jahre alt ist, darf nicht arbeiten. Lediglich die Teilnahme an Film- oder Fotoaufnahmen sowie an Theater- oder Musikaufführungen sind erlaubt. Helfen im Haushalt ist übrigens im rechtlichen Sinne keine Arbeit.
Doch auch wer mindestens 13 ist, kann nicht seinen Lebensmittelpunkt Schule aufgeben und so richtig Geld verdienen. Was ist für Schüler aber erlaubt?

  • Alter 13 und 14 Jahre: Diese Kinder dürfen nur leichte Tätigkeiten, wie Zeitungsaustragen und Babysitting, ausüben. Zudem ist die tägliche Arbeitszeit auf zwei Stunden begrenzt, in landwirtschaftlichen Familienbetrieben auf drei Stunden. Gearbeitet werden darf nur zwischen 8 und 18 Uhr von Montag bis Samstag.
  • Alter 15 bis 18 Jahre: Sie dürfen zu den eben beschriebenen Tätigkeiten auch in den Ferien, innerhalb eines Kalenderjahres maximal vier Wochen, arbeiten. Das sind genauer gesagt 20 Tage mit jeweils maximal acht Stunden. Untersagt sind körperlich schwere Arbeiten und Nachtschichten, Arbeit an Wochenenden ist nur in Ausnahmefällen statthaft.
  • Alter ab 18 Jahren: Schüler, die schon volljährig sind, können bis zu zwei Monate am Stück oder maximal 50 Arbeitstage im Jahr arbeiten.

Und wie ist es bei Studenten?

Studenten haben es wesentlich einfacher an selbst verdientes Geld zu kommen. Sie können etwa jederzeit geringfügige Jobs (450-Euro-Jobs) annehmen oder als Werkstudent arbeiten. Im zweiten Fall in den Semesterferien unbegrenzt, während des Semesters maximal 20 Stunden pro Woche. Insgesamt dürfen nicht mehr als 26 Wochen mit mehr als 20 Stunden wöchentlich zusammenkommen. Wie das im Detail aussieht, können Studenten (und alle anderen) in diesem Blogartikel nachlesen. Alles zu geringfügigen Beschäftigungen finden Sie hier.

Wie hoch ist der Stundenlohn?

Jeder hat schon mal vom gesetzlichen Mindestlohn gehört. Unter 8,84 Euro pro Stunde geht prinzipiell erstmal nichts. Ausnahmen gibt es nur in einigen Branchen in den neuen Bundesländern (da sind es in diesem Jahr noch 8,60 Euro). Aber, und jetzt sollten sich alle Schüler unter 18 Jahren einmal gut hinsetzen: Der Mindestlohn gilt nicht für Euch. Euer Chef kann Euch also weniger bezahlen, ganz legal. Deshalb sollte man genau in den Arbeitsvertrag schauen (den braucht man auf jeden Fall) und sich vorher auf den Stundensatz einigen.

Wie sieht es mit Steuern und Abgaben aus?

Die gute Nachricht: Bleiben Schüler und vor allem Studenten im jeweiligen Rahmen, müssen Sie keine Sozialabgaben wie Kranken- und Rentenversicherung zahlen. Bei den Steuern ist es nicht ganz so einfach. Grob gesagt gilt: Bleibt man im Monat unter 1.000 Euro Bruttoverdienst, müssen keine Steuern gezahlt werden. Das dürfte bei vielen schon mal ausreichen. Kommt man über die Grenze, wird der Arbeitgeber Steuern vom Lohn abziehen und ans Finanzamt überweisen. Aber, und jetzt kommt noch eine gute Nachricht: Diese Steuern lassen sich problemlos im nächsten Jahr vom Finanzamt zurückholen, wenn das Jahreseinkommen unter 12.000 Euro liegt. Warum soll das problemlos sein, fragen Sie vielleicht. Ganz einfach, mit unsere Online-Lösung smartsteuer geht die Steuererklärung einfach und schnell. Versprochen.


Jennifer Dittmann Geschrieben von:
ein Kommentar

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Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Tom sagt:

    Toller Überblick!

    Ich denke ein zunehmender Trend, der attraktiv für die meisten Stundenten sein könnte, ist das „Home-Office“. Ich zum Beispiel arbeite als freier Autor und schreibe Blog-Artikel für Webbplattformen. Das kann man sehr gut mit der Uni vereinbaren, da man sich seine Zeit selber einteilen kann. Zudem ist man sehr flexibel, da man für diese Arbeit nur den Laptop braucht.

    VG

    Julia


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