08.09.2017 · smart steuern ·

Jetzt auch die FDP: Steuerkonzept im Steuer-O-Mat vergleichbar

In der „Fünferrunde“, der TV-Debatte der kleineren Parteien, hatte es in der vergangenen Woche für eine Überraschung gesorgt: Ausgerechnet das Steuerkonzept der Linkspartei führt unter gewissen Umständen individuell zur größten Entlastung. Die Website www.steuer-o-mat.de war noch am selben Abend aufgrund der zahlreichen Abfragen zeitweise nicht erreichbar. So viele Bürgerinnen und Bürger wollten wissen, wie sich die Steuerpläne der Parteien auf ihre finanzielle Situation auswirken würden. Allerdings haben auch noch nicht alle Parteien ein rechenbares Steuerkonzept veröffentlicht. Wenige Tage nach der Überraschung in der „Fünferrunde“ hat die FDP jetzt nachgelegt.

Auf Facebook hatte sich Hermann Otto Solms, ausgewiesener Finanz- und Steuerexperte der FDP, am 07. September den Fragen der Community gestellt. Der Geschäftsführer von smartsteuer, Björn Waide, nutzte die Gelegenheit und hakte nach: “Von #PolitikDieRechnenKann erwarte ich auch konkrete Zahlen auf die Frage nach dem Steuerkonzept. Bisher gibt es dazu aber nur vage Angaben wie „Steuertarif nach rechts schieben“. Wann legt die FDP hier nach?

Solms beantwortete diese Frage in einem Live-Video: “In einem ersten Schritt soll der Einkommenssatz, bei dem der Spitzensteuersatz eintritt, erhöht werden, von 53.000 auf 60.000 Euro. […] Das hat absolute Priorität.“ Die Steuerexperten von smartsteuer berechneten umgehend die konkreten Auswirkungen auf den Tarifverlauf und aktualisierten die Berechnungen im Steuer-O-Mat. Die Wähler und Wählerinnen können neben den bisher schon berücksichtigten Steuerplänen der CDU/CSU, SPD und Linken nun auch die Auswirkungen der FDP-Steuerpläne auf ihr persönliches Nettoeinkommen ausrechnen.

Eine positive Entwicklung, findet Björn Waide: “Die Steuerpolitik ist einer der wesentlichen Hebel für mehr soziale Gerechtigkeit und nach unseren Umfragen ein wahlentscheidendes Thema der Bürgerinnen und Bürger. Parteien mit Aussicht auf Regierungsbeteiligung dürfen Aussagen hierzu vor der Wahl nicht verweigern.”

Ob das auch die Grünen und die AfD so sehen? Diese Parteien haben noch kein rechenbares Konzept vorgelegt. Aber es sind ja auch noch 3 Wochen bis zur Wahl.

Björn Waide Geschrieben von:
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