04.10.2017 · smart steuern ·

Steuern für angehende und alle anderen Studenten

Für die alten Studienhasen gehört der Semesterstart am 1. Oktober schon zur Routine, für die vielen Studienanfänger beginnt jetzt ein aufregender und meist auch anstrengender Teil des Lebens – weil viele auch noch nebenher arbeiten müssen. Woran die wenigstens da denken (wollen): Steuern – und Steuererklärung. Aber lasst Euch gesagt sein, liebe Studentinnen und Studenten: Das kann sich richtig lohnen. Wie? Das erklären wir kompakt in diesem Artikel.

Arbeiten oder nicht – die Steuererklärung ist ein Muss für Studenten

Wie jetzt, werden Sie fragen. Dass beim Jobben Steuern anfallen können, leuchtet ja noch ein. Aber warum sollten auch die eine Steuererklärung machen, die außer BAföG oder elterlicher Unterstützung keine Einnahmen haben? Gute Frage, wir werden das gleich erläutern, müssen dazu aber ein bisschen ausholen. Zuvor noch ein Tipp für die, die arbeiten müssen: Alle wichtigen Punkte zum Thema „Job im Studium“ finden Sie in diesem Blogartikel.
Nun aber los: Auch Studenten haben Ausgaben, die sie prinzipiell von der Steuer absetzen können, dazu gehören unter anderem Studiengebühren, Computer, Fachbücher, Kopierkosten, Fahrtkosten zur Uni und unter Umständen sogar die Miete. Ausführlich ist das hier beschrieben.
Diese Studienkosten sind von der Steuer absetzbar. Nun ist es aber so, dass Studenten meist nicht so viel verdienen – oder auch gar nichts – und diese Studienkosten steuerlich ins Leere laufen. Wer eh nichts zu versteuern hat, dem nutzt es ja nichts, wenn er davon etwas abziehen kann, es bleibt bei 0 Euro Steuern. Aber, und jetzt kommt’s: Diese Ausgaben lassen sich als Verlust in der Steuererklärung vormerken, man spricht vom Verlustvortrag. Der wird dann ins nächste Jahr übertragen. Und wenn Sie da auch noch studieren, können Sie den neuen Verlust und den aktuellen Verlust wieder ins nächstes Jahr übertragen. Das geht dann immer so weiter – bis Sie einen Job haben – und richtig verdienen. Dann werden die gesammelten Verluste von den zu zahlenden Steuern abgezogen. Die Folge: Sie sparen im ersten Jahr – und wenn viele Verluste aufgelaufen sind, auch danach – richtig Steuern. Und das hört sich doch gut an, oder?

Der kleine Haken an der Geschichte

Mal ganz davon abgesehen, dass Sie alle Belege sammeln und die Steuererklärungen machen müssen, gibt es noch ein Problem. Denn zur Zeit unterscheidet das Gesetz noch, ob Sie sich in einer Erstausbildung befinden, oder in einer Zweitausbildung (etwa Masterstudium oder Bachelorstudium nach einer Berufsausbildung).
In der Zweitausbildung ist alles klar. Sie können Ihre Studienkosten als Werbungskosten absetzen – und so die Verluste wie eben beschrieben vortragen. Im Erststudium ist das aktuell nicht so. Hier sind Studienkosten Sonderausgaben – und die lassen sich nicht als Verluste vortragen. Aber, und jetzt kommt das große Aber: Beim Bundesverfassungsgericht gibt es bereits ein Verfahren gegen diese Praxis – und es ist gut möglich, dass die obersten Richter zugunsten der Erstausbildung entscheiden. Also dass auch da der Verlustvortrag möglich ist.
Und was heißt das in der Praxis für Leute in Erstausbildung? Sie machen ganz normal Ihre Steuererklärung und tragen Ihre Studienkosten als Werbungskosten ein. Das Finanzamt wird das nicht anerkennen, sie legen Einspruch ein und verweisen auf das laufende Verfahren beim Bundesverfassungsgericht. Wenn das Gericht dann zu Ihren Gunsten entscheidet, haben Sie gewonnen, wenn nicht, haben Sie auch nichts verloren.

Jede Menge Hilfe von smartsteuer

Wem das jetzt zu kompliziert klingt, keine Angst, bei smartsteuer werden Sie geholfen. Das fängt mit einigen Blogartikeln zum Thema an, wir empfehlen als Pflichtlektüre den Beitrag „Steuern und Studenten – 7 Fragen und 7 Antworten“ und endet mit unserem eBook für Auszubildende und Studenten. Doch grau ist alle Theorie, wir helfen natürlich auch ganz praktisch: Denn wir haben nicht nur eine besonders einfache und leicht verständliche Online-Steuererklärung, nein, wir haben sogar eine spezielle smartsteuer-Version für Studenten! Da können Sie gleich loslegen – oder zur Sicherheit noch in diesen Blogartikel zum Start dieses Angebots für Studenten reinlesen.

Zusammenfassung: Auch Studenten können jede Menge Steuern sparen, meist geschieht das aber erst, wenn sie nach dem Studium anfangen zu arbeiten und richtig Geld zu verdienen. Bis dahin heißt es: Belege und Quittungen sammeln, jährlich die Steuererklärung machen – und bei Fragen auf smartsteuer setzen.

 

Juliane Bunte Geschrieben von:
Kein Kommentar

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,



Leider wurde bisher noch kein Kommentar abgegeben


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)