16.01.2018 · smart steuern ·

Steuererklärung: Mit der 7 optimal vorbereitet

Ja, wir wissen es doch selbst. Wir haben erst Mitte Januar – und damit noch jede Menge Zeit bis zum letzten Abgabetermin für die Steuererklärung. Aber: Gucken Sie mal aus dem Fenster. Mit ein bisschen Glück haben Sie Schnee, in der Regel begrüßt Sie aber ein wenig einladendes, diesiges Wintergrau. Warum sollten Sie diese unwirtliche Zeit nicht nutzen und sich genau jetzt auf die Steuererklärung vorzubereiten? Sehen Sie, ist doch besser als auf den letzten Drücker im Wonnemonat Mai. Wir geben Ihnen dazu heute Tipps für die optimale Vorbereitung.

Schuhkarton adé

Wenn Sie ehrlich sind, ist die Steuererklärung selbst recht schnell gemacht, wenn Sie diese mit unserer Online-Lösung smartsteuer erledigen erst recht. Wirklich nervig und zeitaufwendig ist hingegen die Vorbereitung. Das Stichwort Belege dürfte alles sagen. Und der Spruch meiner Mutter „Ordnung ist das halbe Leben“ gilt auch und gerade bei der Steuererklärung. Doch leider ist der Normalfall, dass die gesammelten Belege eben nicht wirklich gesammelt sind. Sie verteilen sich oft an verschiedenen Orten, wer die Methode Schuhkarton verwendet, ist immerhin schon einen kleinen Schritt weiter, denn dann haben Sie wenigstens eine Basis für die eigentliche Vorbereitung. Was Ihnen also keiner abnehmen kann: Die Belege, Quittungen, Rechnungen und Kontoauszüge zusammenzusuchen. Danach heißt es aber endgültig Abschied nehmen vom Schuhkarton.

Bringen Sie ein System mit der 7 rein

Ganz klar, die Belege müssen sortiert werden. Bereiten Sie dazu zuerst die richtige Ablage vor. Unsere Vorschläge:

  • Sieben große (A4) Briefumschläge, in die Sie Ihre Unterlagen einsortieren. Bietet sich an, wenn es nicht zu viele Belege sind. Nachteil: Wenn Sie diese durchsehen für die eigentliche Steuererklärung, müssen Sie sie doch wieder rausholen. Aber es ist eine Möglichkeit
  • Ein Aktenordner mit sieben Laschen. Vorteil im Vergleich zu den Briefumschlägen: Sie haben gleich alles abgeheftet und finden die Sachen schneller wieder.
  • Sieben Klemmhefter, in die Sie die Belege (ohne einen Locher zu brauchen) „einklemmen“ können.

Wofür Sie sich entscheiden, liegt natürlich ganz bei Ihnen. Sie fragen sich vermutlich gerade, was es mit der 7 auf sich hat. Nun, wir empfehlen Ihnen sieben Kategorien, in die Sie die Belege einordnen sollten. Das ist kein Muss, der eine kommt mit weniger aus – wenn zum Beispiel keine Kinder da sind – der andere will mehr, weil er zum Beispiel eine größere Zahl an Belegen für Kapitaleinkünfte hat. Eine solide Basis ist unsere 7 aber allemal. Beschriften Sie die Umschläge, die Laschen oder die Klemmhefter entsprechend:

  1. Einnahmen: Dazu gehören unter anderem die Lohnsteuerbescheinigung, Elterngeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld, Mieteinnahmen und Kapitaleinkünfte.
  2. Werbungskosten: Hier kann einiges zusammenkommen. Bewerbungskosten, Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Umzugskosten und vieles mehr. Ausführlicher können Sie das in diesem Blogbeitrag nachlesen.
  3. Sonderausgaben: Das sind zum Beispiel Beiträge für Versicherungen und Altersvorsorge, aber auch Spendenquittungen.
  4. Außergewöhnliche Belastungen: Hatten Sie Ausgaben für Krankheitskosten, die die Kasse nicht gezahlt hat? Ja? Dann alles hier hinein bitte. Dazu gehören auch Unterhaltszahlungen an den Ex-Partner. Mehr Infos in diesem Blogbeitrag.
  5. Haushalt: Haben Sie eine Putzkraft beschäftigt? Oder ein Maler hat Ihre Wohnung gestrichen? Sie können diese haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen absetzen, wenn Sie die Rechnung haben und nicht bar gezahlt haben. Bei Fragen bitte hier lesen.
  6. Kinder: Hierunter fallen Kinderbetreuungskosten und Nachweise über Ausbildung oder Studium des Kindes.
  7. Sonstiges: Sie haben immer noch Belege übrig und wissen nicht, wo sie rein sollen? Dann erstmal in diese Rubrik ablegen. Spätestens, wenn Sie die Steuererklärung mit unserer Online-Lösung smartsteuer machen, werden Sie im Interview abgefragt und können sich dann freuen, dass Sie die Belege schon da haben.

Haben Sie alles sortiert, können Sie prinzipiell schon mit der Steuererklärung loslegen. Ganz klar, oft geht das noch nicht, weil zum Beispiel noch Daten fehlen, etwa die ausgedruckte elektronische Lohnsteuerbescheinigung. Wenn Sie aber schon alles beisammen haben sollten, setzen Sie sich doch einfach schon ran. Dann haben Sie erstens das leidige Thema hinter sich gebracht und zweitens – noch besser – Ihre Steuererstattung kommt viel früher als sonst. Wie wäre es mit dem Geld zum Beispiel einem verlängerten Wochenendausflug im Mai zu machen?

In unserem kurzen Video fassen wir noch einmal zusammen, wie Sie sich optimal auf Ihre Steuererklärung vorbereiten:

 


Jennifer Dittmann Geschrieben von:

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Steuererklärung starten

LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Theo sagt:

    jaja, ich kann ein Lied davon singen, immer zu spät zu sein. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, denn die stirbt bekanntlich zuletzt.

    Bin übrigens hier gelandet auf der Suche nach der ID-Nummer…

  • Avatar Bienenstich sagt:

    Liebe Frau Dittmann, ihre Absicht in allen Ehren, aber mehr als eine BASIS ist ihr Vorschlag zur Vorbereitung der Steuererklärung nicht. Zumal dies nur auf BELEGE bezogen ist. Und Belege beinhalten nicht immer nur eine Summe, die in die Steuererklärung übernommen wird, man muss schon öfter etwas „herausrechnen“. Und das mitunter an verschiedenen Stellen der Steuererklärung. Dazu kommen auch mal „Sonderfälle“. Bei mir und meiner Frau (Rentner) ist das z. B. die Betreuung unserer erwerbsunfähigen 100 % schwerbeschädigten Tochter (Down-Syndrom).
    Eine echte Hilfe wäre mal ein detaillierter Vorschlag, wie man Belege nach den notwendigen Einträgen in die Steuererklärung aufbereitet. Das könnte vielleicht ein ORDNER sein, der Abschnitte ihrer online-smartsteuer enthält, in die die entsprechenden Belege und berechneten bzw. ausgewählten Beträge aufgrund von Hinweisen eingeordnet werden können. Wobei das noch zu spezialisieren wäre für Arbeitnehmer, Rentner, Selbstständige …
    Ja, ich weiß, das kann keiner leisten, viel zu aufwendig, keiner hat Zeit (=Geld) und keiner kann es bezahlen, würde es dennoch angeboten! Und versuchen das andere Anbieter nicht schon, allerdings mit wenig oder keinen Erfolg? Also bleibt die Steuererklärung, die man selbst erstellt, ein Dschungel, durch den man sich durchkämpfen muss.

  • Avatar Rösener, Volker sagt:

    Über Ihr Programm habe ich am Mittwoch, 30.Mai 2018, meine Steuererklärung gemacht. Da ich dringend noch etwas anderes erledigen musste, habe ich mir keinen Ausdruck gemacht. Den wollte ich jetzt machen, aber ich komme gar nicht mehr an meine Steuererklärung.
    Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich daran komme?
    Vielen Dank
    Volker Rösener
    E-Mail: volker.roesener@gmx.de

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Erklärung öffnen und unter Abgabe – Ausdrucken finden Sie das PDF.
    Falls Sie nicht weiterkommen, wenden Sie sich gern an den Support.

  • habe nun meine steuerdaten zum finanzamt abgeschickt, aber wie drucke ich dass, das jetzt noch aus, was zum finanzamt per post muss

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Guten Morgen,
    wenn Sie vollelektronisch im „ELSTER-II-Verfahren“ abgegeben haben, brauchen Sie keine Dokumente mehr auszudrucken und an das Finanzamt zu senden.


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