18.09.2018 · smart steuern ·

Fehler passieren – aber bei der Steuererklärung?

Niemand ist perfekt. Und deshalb unterlaufen jedem von uns Fehler. Vermutlich sogar täglich. Meist ist das nicht schlimm. Das Missgeschick lässt sich irgendwie korrigieren oder war gar nicht so schlimm, wie zuerst befürchtet. Doch was ist bei der Steuererklärung? Wenn man da einen schwerwiegenden Fehler macht? Wir stellen ein Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vor und gehen generell der Frage nach, was man bei Fehlern in der Steuererklärung machen kann.

Der Fall des Notars

Er ist eigentlich fast vom Fach und ist gründliches Arbeiten gewöhnt. Und doch unterlief einem Notar ein folgenschwerer Fehler. Er hatte in den Jahren 2010 bis 2012 seine Beiträge ins Notarversorgungswerk von jeweils rund 10.000 Euro in der Steuererklärung in der falschen Zeile eingetragen. Obwohl er sogar in zwei von drei Fällen die entsprechende Bescheinigung beigelegt hatte, dachte sich das Finanzamt offenbar nichts dabei und übernahm den Fehler.
Der Notar bemerkte seinen Fehler erst, als die einmonatige Einspruchsfrist schon abgelaufen war. Das Finanzamt stellte dann auf stur und verwies auf diese Frist.
Das Finanzgericht Düsseldorf entschied jetzt aber: Der Notar ist im Recht. Das Finanzamt hätte das Missgeschick des Notars leicht erkennen können. Es handelt sich um eine offenbare Unrichtigkeit, so die Richter. Und in solchen Fällen kann der Steuerbescheid noch bis zu vier Jahre später geändert werden. Die Revision ist allerdings zugelassen. (Az. 13 K 3544/15 E)

Fehler ist nicht gleich Fehler!

Wenn Sie jetzt denken, dass Sie sich jetzt sprichwörtlich alles erlauben können bei der Steuer, liegen Sie leider falsch. Ganz klar, Schreib- oder Rechenfehler lassen sich in der Regel tatsächlich nachträglich korrigieren, auch nach Ablauf der Einspruchsfrist. Auch neue Tatsachen dürfen Sie nachträglich vorbringen, wenn Sie das nicht schon eher hätten wissen können.
Aber – und darüber muss man sich klar sein: Wenn sich alles korrigieren lassen würde, bräuchte es ja gar nicht die Frist von einem Monat. Klingt logisch – und ist es auch.

Unser Tipp: Lassen Sie es besser nicht drauf ankommen. Überprüfen Sie Ihren Steuerbescheid nach Erhalt gründlich und innerhalb eines Monats.
Ausführlich können Sie über die Änderungsmöglichkeiten in diesem
Blogbeitrag nachlesen. Wie man den Steuerbescheid richtig „liest“, finden Sie hier. Und schließlich empfehle ich Ihnen noch diesen Artikel, in dem zehn Gründe genannt werden, warum der Steuerbescheid von Ihrer Steuererklärung abweicht.

Fehler minimieren – mit smartsteuer!

Als ich von der Geschichte des Notars erfuhr, hatte ich zuerst den folgenden Gedanken: Mit unserer Online-Lösung smartsteuer wäre ihm das ziemlich sicher nicht passiert. Warum, werden Sie jetzt vielleicht fragen? Nun, bei smartsteuer müssen Sie sich nicht darum kümmern, in welcher Zeile in welchem Formular was eingetragen werden muss. Sie werden in Form eines Interviews geführt. Ihre Zahlen und Angaben trägt smartsteuer automatisch an der richtigen Stelle im jeweiligen Formular ein. Klingt gut – und ist es auch. Probieren Sie es doch einfach mal aus. Gratis, denn zahlen müssen Sie erst, wenn Sie Ihre Steuererklärung ans Finanzamt übermitteln.

Was bedeutet das konkret für mich?
Auch nach Ablauf der einmonatigen Einspruchsfrist der Steuererklärung lassen sich Fehler korrigieren. Allerdings ist der Fall des Notars dann doch eher die Ausnahme. Deshalb heißt es: Steuerbescheid gründlich innerhalb eines Monats prüfen.

 

Stefan Heine Geschrieben von:

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