21.09.2018 · smart steuern ·

ST wie Studenten und Steuererklärung

Keine Panik, das ist hier nicht die Fortsetzung unseres kleinen Steuer-ABC. Aber wir bewegen uns gerade wieder Richtung Semesterstart für Millionen Studenten. Und die denken da vielleicht an Wohnung, Stundenplan, Karriere und Party – aber an eines recht sicher nicht: die Steuern und die Steuererklärung. Aber dafür sind wir ja da. Und erklären, warum es mehr als ratsam ist, von Anfang an eine Steuererklärung zu machen.
Warum das so ist, worauf Studierende generell achten müssen, was ein Verlustvortrag ist und wieso unsere Online-Lösung smartsteuer auch für Studenten wie gemacht ist – Sie erfahren es hier.

Der Verlustvortrag – deshalb sollten Studenten eine Steuererklärung machen

Studenten haben prinzipiell viele Ausgaben, die sie von der Steuer absetzen können. Dazu gehören unter anderem Studiengebühren, Fachliteratur, Fahrtkosten zur Hochschule oder der Uni, Computer, Hochschulbeiträge, Kopierkosten und bei einigen sogar die Miete. Letzteres aber nur im Rahmen der sogenannten doppelten Haushaltsführung. Selbst die Kosten für ein Auslandssemester können mitzählen, mehr dazu in diesem Artikel.
Bei den Einnahmen sieht es meist schlechter aus. Ich meine damit das steuerpflichtige Einkommen. Normalerweise werden bei der Steuererklärung die verschiedenen Ausgaben vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen – und vom Ergebnis die Steuer berechnet. Wer geringe Einnahmen hat – wie Studenten – steht dann dumm da. Die „schönen“ Ausgaben bewirken bei der Steuererklärung nichts, da die meisten Studenten eh keine Steuern zahlen müssen. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes Verluste.

Aber: Es gibt doch noch einen Ausweg! (Sonst müsste ich hier ja auch nicht weiter schreiben.)  Diese Verluste lassen sich in der Steuererklärung für das nächste Jahr vortragen – weshalb man vom Verlustvortrag spricht. Dieses Spiel lässt sich während des Studiums Jahr für Jahr fortsetzen. Sie häufen (steuerlich) immer mehr Verluste an. Wenn Sie dann nach dem Studium einen hoffentlich gut bezahlten Job annehmen – und Ihre Steuererklärung machen – wird die Freude groß sein. Denn dann kommen Ihre gesammelten Verluste zum Tragen und Sie können mit einer Steuererstattung rechnen.

Unterscheidung zwischen erster und zweiter Ausbildung

Wie schön wäre es, wenn ich damit fertig wäre. Ist es aber nicht. Denn noch macht der Gesetzgeber eine Unterscheidung zwischen erster und zweiter Ausbildung. Als zweite Ausbildung zählen etwa ein Bachelorstudium nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder ein Masterstudium nach einem Bachelorstudium.
Sind Sie in der Zweitausbildung, läuft alles wie beschrieben. Sie setzen Ihre Studienausgaben als Werbungskosten ab und arbeiten dann mit dem Verlustvortrag.
Warum auch immer – in der Erstausbildung sieht es Stand jetzt anders aus. Hier lassen sich die Studienausgaben im Moment nur als Sonderausgaben absetzen. Ein Verlustvortrag wäre in diesem Fall dann leider nicht möglich. Und jetzt kommt das ganz große Aber: Das Ganze klingt ja schon merkwürdig, mit diesem Unterschied zwischen Erst- und Zweitausbildung. Und deshalb beschäftigt sich auch schon seit geraumer Zeit das Bundesverfassungsgericht mit dieser Problematik. Die beste Nachricht: Wenn das Gericht eines Tages entscheidet, dass der Verlustvortrag auch für das Erststudium greift, dann können Sie schon jetzt auf der sicheren Seite sein.
Und wenn Ihnen das jetzt zu kompliziert ist, dann lesen Sie einfach weiter.

Mit smartsteuer für Studenten kein Problem

Das war bisher die graue Theorie. Die Praxis mit unserer Online-Steuererklärung smartsteuer ist dann doch irgendwie alles andere, nur nicht grau. Denn mit der smartsteuer-Version für Studenten kommen Sie schnell ans Ziel – bei einem Verlust sogar gratis.
In Form eines Interviews tragen Sie bei smartsteuer Ihre Studienausgaben ein. Sie müssen sich nicht darum kümmern, ob Sie in der ersten oder zweiten Ausbildung sind – alles wird automatisch als Werbungskosten erfasst.
Das Finanzamt wird bei einer Erstausbildung die Werbungskosten und den Verlustvortrag zwar nicht anerkennen. Aber: Der Bescheid wird wegen des offenen Verfahrens beim Bundesverfassungsgericht vorläufig sein. Das heißt, wenn das Gericht dann in Ihrem Sinne entscheidet, werden alle bisherigen Steuerbescheide abgeändert. Der Verlustvortrag greift rückwirkend. Und das Ganze in diesem Fall auch noch kostenlos für Sie. Einfacher geht es nun wirklich nicht.

Alles Wichtige zur Studentensteuererklärung haben wir im Video für Sie zusammengefasst.

Was bedeutet das konkret für mich?
Studenten sollten immer eine Steuererklärung abgeben. Dank des Verlustvortrags kann sich das zum Start ins Berufsleben richtig auszahlen. Mit der Studentenversion von smartsteuer halten Sie alle Trümpfe in der Hand, um an Ihr Geld zu kommen. 

 


Jennifer Dittmann Geschrieben von:

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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Michael sagt:

    Hilfreich wäre sicherlich noch der Hinweis, dass man seine Steuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben kann. Die Steuererklärung für 2015 etwa kann bis Ende 2019 eingereicht werden (bis dahin sollen die Gerichtsentscheidung ja vorliegen). Damit kann man auch noch einiges nachholen, was man erst mal glaubt versäumt zu haben.


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