21.02.2019 · smart leben ·

Mit alten Gewohnheiten brechen – und Geld sparen

Das Geld rinnt vermutlich nicht nur mir ständig durch die Finger. Da mal auf die Schnelle einen Coffee to go, dort ein belegtes Brötchen, die Restaurantbesuche oder das Feierabendbierchen in der Stammkneipe. Meist handelt es sich dabei um eher kleine Summen – doch die läppern sich eben doch. Kein Wunder, dass die gerade abgehobenen 100 Euro dann schon wieder fast alle sind. Wie es besser geht, was die Zahlen 752 und 173 dabei bedeuten und wie viel Sie sparen könnten – das alles erfahren Sie bei uns im Blog von smartsteuer.

Kleinvieh macht auch Mist

Manche Dinge sind einfach, auch bei den Finanzen. Mir fällt schon von Berufs wegen dabei natürlich zuerst unsere Online-Steuererklärung smartsteuer ein. Schnell und einfach gemacht – und im Schnitt gibt’s mehr als 1.000 Euro vom Staat zurück. Aber auch auf der Ausgabenseite muss man etwa bei einem Autokauf nicht groß nachdenken. Zumindest darüber, dass das eine gehörige finanzielle Belastung ist. Oder die Miete beziehungsweise der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses.
Doch wenn Sie mal alle großen und wiederkehrenden Ausgaben aufschreiben, werden Sie feststellen, dass da noch viel übrig bleibt. Geld, dessen Verbleib kaum nachvollziehbar ist. Und genau hier setzen wir heute an. Getreu dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist. Und wenn man das über einen längeren Zeitraum betrachtet, sogar einen recht großen Misthaufen.

Jede Menge Beispiele – auch für Sie

Wir hatten am Anfang ja schon Beispiele genannt. Der berühmte und bequeme Coffee to go, das Brötchen vom Bäcker, Restaurant- oder Kneipenbesuch und es gibt noch viel mehr. Zigaretten zum Beispiel. Jede Ausgabe für sich genommen sind immer nur ein paar Euro. Aber, Sie ahnen schon was kommt, das summiert sich eben auch. Gemeinsam haben alle Beispiele, dass man Sie durch günstigere Alternativen ersetzen kann. Wie das geht und wie viel Sie sparen können, erläutern wir gleich. Doch zuvor noch eins: Wenn Sie sich von den Beispielen nicht angesprochen fühlen oder Sie das einfach nicht betrifft – gehen Sie mal in sich. Sie haben bestimmt die ein oder andere Angewohnheit, die Sie regelmäßig Geld kostet. Wie oft gehen Sie zum Beispiel pro Monat ins Fitnessstudio, für das Sie jeden Monat zahlen? Wie oft schauen Sie eigentlich Sky? Welche Zeitschriften im Abo brauchen Sie tatsächlich? Was fällt Ihnen noch ein? Schreiben Sie es in die Kommentare.

Die magischen Zahlen 752 und 173

Um sich mal klar vor Augen zu führen, was diese regelmäßigen kleinen Ausgaben auf einen langen Zeitraum ausmachen, gibt es die 752- und die 173-Regel. Dahinter stecken keine exakten mathematischen Formeln. Es sind „nur“ grobe Abschätzungen, wie viel Geld Sie nach zehn Jahren haben könnten, wenn Sie diese kleinen Ausgaben nicht hätten.
Dafür muss man wöchentliche Ausgaben nur mit 752 multiplizieren, monatliche mit 173. Auf die Zahlen ist ein Finanzblogger aus den USA gekommen. Der einfach angenommen hat, dass man das eingesparte Geld wöchentlich oder monatlich in einen Fonds packt. Dieser hat dann eine Rendite von 7 Prozent – was der durchschnittliche Wert in den USA in den letzten 100 Jahren war. Okay, da werden einige Faktoren außer Acht gelassen wie Kursentwicklung, Gebühren, Steuern. Auf der anderen Seite dürfte ein Coffee to go in zehn Jahren auch 50 Cent teurer sein – oder mehr. Also wie gesagt: keine exakte Formel, eher ein Richtwert. Aber der kann überzeugen, wie wir gleich sehen werden.  

Was bedeuten die Regeln in Beispielen?

Nun, schnell mal den Taschenrechner rausgeholt – und los geht’s. Wir sind ehrlich – und ziehen gleich immer die Kosten für die günstigere Alternative ab. Alles sind natürlich nur Beispielpreise.

  • Coffee to go: Der kostet 2,50 Euro. Wenn Sie sich selbst Ihren Kaffee machen und den in einen Thermobecher füllen, kostet Sie das höchstens 30 Cent. Die Anschaffungskosten für den Becher vernachlässigen wir mal. Sie würden damit also jeden Tag (von Montag bis Freitag) 2,20 Euro weniger ausgeben. Macht pro Woche 11 Euro und nach der 752-Regel nach zehn Jahren 8.272 Euro.
  • Frühstücksbrötchen: Ähnlich Rechnung. Kostet 3 Euro, Sie schaffen das auch für allerhöchstens 1 Euro – indem Sie sich selbst – wie früher – Frühstücksbrote machen. Sind jeden Tag 2 Euro weniger – und nach zehn Jahren 7.520 Euro.
  • Restaurantbesuche: Sie gehen bisher zweimal in der Woche zu zweit essen. Kostet 60 Euro. Vielleicht reicht ja auch einmal – würde jede Woche 30 Euro sparen. Dafür kochen Sie selbst – was 10 Euro kostet. Bleibt eine Ersparnis von 20 Euro pro Woche. Nach zehn Jahren 15.040 Euro.
  • Zigaretten: Hier ist es besonders einfach. Hören Sie auf, ersetzen Sie es gar nicht. Es braucht dafür nur einen festen Willen. 6 Euro die Schachtel, jeden Tag eine – sind 42 Euro die Woche. Nach zehn Jahren dann stolze 31.584 Euro.
  • Zeitschrift: Die kostet im Abo 7 Euro pro Monat, liegt aber eh nur kaum gelesen bei Ihnen rum. Dann greift hier die 153-Regel und das macht dann nach 10 Jahren 1.071 Euro.

Wer alles macht, kommt locker auf mehr als 50.000 Euro nach zehn Jahren. Und damit lässt sich dann doch einiges anfangen…
Und wenn Sie jetzt sagen, zehn Jahre sind mir eh zu lang und mit Fonds kann ich nichts anfangen: Dann legen Sie das Geld ganz klassisch in ein Sparschwein. Jede Woche beziehungsweise jeden Monat. Wenn Sie nur den Kaffee und das Frühstücksbrötchen nehmen, sind das 21 Euro pro Woche – rund 1.000 Euro im Jahr. Ein schönes Urlaubsgeld zum Beispiel.

Was bedeutet das konkret für mich?
Wohl fast jeder hat die Chance, an kleinen Stellen zu sparen – und dadurch im Laufe der Jahre ein kleines Vermögen anzuhäufen.

 


Mandy Pank Geschrieben von:

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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Susanne Schindeldecker sagt:

    Also mir hilft beim Sparen seit vielen Jahren das gute, alte Haushaltsbuch (früher in Papierform, heute als Helferlein in Form von Apps). Da sieht man genau, wo das monatliche, zur Verfügung stehende Geld hin verschwindet. Einziges Manko: auch hier ist Disziplin gefragt. Da appelliere ich an die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen. Aber: wer die Buchführung konsequent durchzieht, wird automatisch zum Sparer. Die Aussicht, am Monatsende was übrig zu haben, reizt ungemein!

  • Avatar Axel sagt:

    Diese Regeln kann ich nur bestätigen und jedem empfehlen.

  • Avatar Wilhelm Braun sagt:

    Ein Super Beitrag. Bitte schreib mehr davon.
    L. G. Wilhelm


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