20.05.2019 · smart steuern ·

In eigener Sache: Informationen zum Test der Stiftung Warentest

Jedes Mal sind wir von smartsteuer aufs Neue gespannt, wenn wir getestet werden. Wir freuen uns natürlich über Lob und gute Testnoten – nehmen auf der anderen Seite aber auch berechtigte Kritik an. Denn die kann helfen, unsere Online-Steuererklärung für Sie noch besser zu machen.
Ausgerechnet der kürzlich veröffentlichte Test der renommierten Stiftung Warentest (Ausgabe Finanztest 05/19) ließ uns aber einigermaßen ratlos zurück. Und nicht nur uns, sondern auch die meisten anderen getesteten Anbieter von Steuer-Software. Deshalb haben wir von smartsteuer gemeinsam mit fast allen anderen getesteten Anbietern eine Stellungnahme veröffentlicht.
Die wichtigsten Kritikpunkte aus dieser Erklärung finden Sie in diesem Blogbeitrag.

Worum geht es allgemein bei Tests von Steuerprogrammen?

Im Mittelpunkt sollten die korrekte Berechnung und eine möglichst einfache Nutzerführung stehen. Denn das ist, was für die meisten Kunden zählt. Und in der Regel honorieren die Tester unsere Arbeit mit guten Noten. So landeten wir beim Computermagazin „Chip“ 4/2019 bei den Online-Steuererklärungen auf Platz 2 mit einer (Schul-) Note von 1,6. Zudem waren wir auch noch die „innovativste Steuererklärung“. Aber machen wir uns nichts vor, die mit Abstand mächtigste Testinstanz ist die altehrwürdige Stiftung Warentest. Nachdem deren Ergebnisse jetzt draußen waren, gab es in den Medien Überschriften wie „Programme rechnen oft katastrophal“ oder „Programme für Steuererklärung rechnen oft falsch“.
Ganz ehrlich, das war schon ein Schock. Sind wir und die meisten anderen wirklich so schlecht? Unsere Antwort lautet ganz klar: Nein. Unsere Erfahrungen zeigen höchste Zufriedenheitswerte bei den Anwendern, nutzergerechte Hilfen und zudem eine äußerst hohe Präzision bei der Berechnung.
An vier Beispielen wollen wir zeigen, wie die Testurteile zustande gekommen sind. Ausführlichere Informationen finden Sie in unserer gemeinsamen Stellungnahme:

Stiftung Warentest – Stellungnahme der Steuersoftware-Anbieter

1. Berechnung und Hilfe vermischt

Ganz klar, auf die richtige Berechnung des Steuerfalls kommt es am meisten an. Und das lässt sich auch objektiv mit Zahlen belegen. Ein Programm rechnet richtig, hat eine kleine Abweichung oder liegt eben total daneben.
Die Tester der Stiftung Warentest vermischten dieses objektive Kriterium aber mit der subjektiven Einschätzung der Hilfe-Funktion. Und noch schlimmer: Über die Hilfe-Funktion sollten sich laut Stiftung Warentest steuerliche Sachverhalte erklären lassen. Es geht unserer Meinung nach aber nicht darum, dass eine Software ihre Nutzer zu angehenden Steuer-Beratern macht. Sondern darum, dass eine Hilfe-Funktion den Nutzer schnell zum Ziel führt – der Abgabe der eigenen Steuererklärung.
Dank dieser kaum nachvollziehbaren Vermischung von Berechnung und Hilfe-Funktion ist die eigentliche Berechnungsqualität verdeckt – wird aber in den Schlagzeilen allein (ohne die Hilfe) negativ belegt.

2. Realitätsferne Beispiele

Tester brauchen verschiedene konkrete Beispiele („Szenarien“), um die Software testen zu können. Und natürlich wollen Tester anhand dieser Beispiele Unterschiede zwischen den Programmen aufdecken. Das Problem: Mittlerweile haben die  allermeisten Steuerprogramme eine derart hohe Qualität, dass es kaum Unterschiede in der Rechengenauigkeit gibt. Deshalb denken sich Tester immer neue Szenarien aus – die aber leider immer öfter kaum noch was mit der Realität zu tun haben.
So galt es bei einem Testfall der Stiftung Warentest, die Steuerberechnung für eine erheblich pflegebedürftige Person (Pflegegrad 4 – definiert für Personen mit schwerster Beeinträchtigung der Selbstständigkeit) durchzuführen, die keinen Schwerbehindertenausweis besitzt. Das ist, sagen wir es vorsichtig, sehr, sehr selten. (Übrigens konnte kein einziges Programm den quasi nicht existenten Fall korrekt berechnen.)
Es fehlt unserer Meinung nach die praktische Relevanz.

3. Keine „realen“ Tester

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist natürlich die Nutzbarkeit beziehungsweise die Nutzerführung. Und wer könnte das besser einschätzen als reale Nutzer? Steuer-Laien am besten, denn das sind wohl die meisten von uns. Klingt logisch und war es auch für die Stiftung Warentest. Aber leider nur beim vorangegangenen Test im Jahr 2017. Als Steuer-Laien die Praxistauglichkeit überprüften. Das war jetzt im Jahr 2019 nicht mehr so, Experten nahmen die Bewertung vor. Die Folge: Programme, die vor zwei Jahren noch als besonders anwenderfreundlich ausgezeichnet wurden, wurden dieses Mal deutlicher schlechter bewertet; smartsteuer war eines davon.

4. Fehler in den Tests

Die Stiftung Warentest stellt vor Veröffentlichung die Testergebnisse der Rechengenauigkeit (und nur von dieser) zur Verfügung. Wie auch früher fanden wir Hersteller grobe Fehler in den Testszenarien, zum Beispiel veraltete Berechnungsgrundlagen oder nicht bekannte Sonderfälle bei Kirchensteuern. Das wurde an die Stiftung Warentest zurückgemeldet.
Auch die durch Fehleingaben, ungenaues Lesen oder schlicht eine subjektiv andere Einschätzung seitens der Tester erzielten Abweichungen bei den Tests wurden unsererseits bemängelt.
Das alles war leider nur eine Einbahnstraße! Denn vonseiten der Stiftung Warentest gab es keine Rückmeldung mehr. Deshalb müssen wir für den veröffentlichten Test von Fehlern in den Testfällen ausgehen.
Zudem gab es in allen anderen Testbereichen vorab keine Testergebnisse mit der Möglichkeit zur Stellungnahme, obwohl sich gerade die Stiftung Warentest dazu verpflichtet hat.

So konnte es zum Beispiel passieren, dass bei Stiftung Warentest zwei nahezu identische Produkte – allerdings mit verschiedenen Markennamen – sowohl bei der Benutzerführung als auch der Berechnung recht unterschiedlich bewertet wurden. Eine objektive Bewertung sieht unserer Meinung nach anders aus.

Fazit: Wie bei jedem Test gibt es auch in diesem der Stiftung Warentest Anregungen, um unsere Online-Steuererklärung weiter zu verbessern. Wenn ein Test aber nahezu eine ganz Branche abwatscht, die seit Jahren ihre Produkte immer besser macht, können wir das nicht einfach so stehen lassen. Zumal die am weitesten verbreiteten staatlichen ELSTER-Programme (mit anerkannt schlechter Nutzerführung und fehlenden Steuertipps) nicht mal zum Vergleich mit getestet wurden.   

smartsteuer rechnet nicht nur gut, es ist auch einfach zu bedienen. Das haben viele Tests in den letzten Jahren bewiesen. Und unsere Kunden bestätigen das jeden Tag mit ihrem Feedback. Danke dafür!

Björn Waide Geschrieben von:

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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Sergio Gagliardi sagt:

    Als smartsteuer-Nutzer kann ich absolut für diese Software sprechen. Einfache Bedienung, sehr gute, relevante Hilfestellungen. Darauf kommt es an.
    Mir nimmt diese tolle Software jedes Jahr gutes Geld wieder ein!

    Danke dafür.

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Guten Morgen Herr Gagliardi,
    vielen Dank für Ihren Beitrag. Hier arbeiten 30 Kollegen mit viel Herzblut für so großartige Kunden. Danke!

  • Hallo Smartsteuer-Team,

    wir waren vom Testergebnis genauso überrascht und irritiert wie Ihr. Schön dass wir uns, zusammen mit den weiteren Anbietern, auf eine gemeinsame Stellungnahme geeignet haben. Für die Zukunft wünsche ich uns allen eine faire und transparente Durchführung solcher Tests.

    Viele Grüße aus Mannheim!

    Frank Badenius

  • Avatar Patrick Meixner sagt:

    Hallo zusammen,
    zum 3. Mal mit Smartsteuer die Steuererklärung erstellt und zum 3. Mal stimmt die Berechnung auf den Cent genau.
    Die Hilfen sind für mich als Laien prima.
    Wenn mich jemand fragt, dann empfehle ich Smartsteuer immer weiter.
    Weiteres Plus: Keine Installation notwendig, einfach im Browser ausführen.
    Super, weiter so, bin total zufrieden.

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Hallo,
    vielen Dank für das Lob und die Unterstützung.
    Die Genauigkeit unserer Prognose ist uns sehr wichtig und wir gehen unseren Weg gemeinsam mit unseren Kunden weiter.

  • Avatar Carola Heine sagt:

    Tatsächlich hat es ein derbes Gschmäckle, wenn Expert*innen eine Lösung für Anwendende testen. Nicht nur wegen der anspruchsfernen Sichtweise, sondern weil Menschen die ggf von Beratung leben, ganz sicher nicht ein Tool neutral testen, das ihre Einkünfte vermindert. Hoffentlich reagiert Warentest und legt eine seriösere Testrunde nach.

  • Avatar Christian sagt:

    Hallo an das Smartsteuer-Team,

    ich kann Ihre Stellungnahme zum Test der Stiftung Warentest sehr gut nachvollziehen!

    Wir (Familie mit zwei Kindern) nutzen Smartsteuer bereits seit fünf Jahren. Im letzten Jahr habe ich bewusst mal ein PC-Programm eines anderen Anbieters gewählt, war aber von der komplizierten Bedienung und der nicht so guten Hilfe enttäuscht. Das Ergebnis stimmte zwar, aber wirklich Spaß gemacht hat mir das Programm nicht.

    Dieses Jahr wollte ich wieder Smartsteuer nutzen, habe dann aber zunächst den Artikel der Stiftung Warentest gelesen. Etwas verunsichert habe ich mich aber trotzdem für Smartsteuer entschieden. Und ganz ehrlich: Ich wurde nicht enttäuscht! Die Berechnung stimmte auf den Cent genau, ich war mit der Steuererklärung so schnell wie noch nie fertig, und die Online-Hilfe hat mir jede meiner Fragen mit etwas einlesen gut erklären können. Ich bin sehr zufrieden.

    Nur den Preis dürfen Sie bitte nicht weiter erhöhen. Vor fünf Jahren kostete Smartsteuer für uns 15 Euro, jetzt liegen wir bei 25 Euro. Wird es noch teurer, kommt der eine oder andere sicher in Versuchung, doch eines der PC-Programme für knapp 15 Euro zu nutzen.

    Ein Lob an dieser Stelle auch für den Newsletter, mir gefällt die persönliche Note, wie die Autoren die Themen gut verständlich erklären!

  • Björn Waide Björn Waide sagt:

    Herzlichen Dank für diese persönliche Schilderung und das Lob. Das hören wir sehr gerne!

  • Avatar Annika Klüpfel sagt:

    Danke für diese nachvollziehbare Stellungnahme!

    Was den Ehrenplatz angeht, den die Stiftung Warentest unter deutschen Verbrauchern hat, muss ich sagen, diesen Platz räume ich der Institution schon länger nicht mehr ein. Es gab dort tatsächlich Tests, die ich nicht ernst nehmen konnte – so las ich einmal einen über Katzenfutter, der aber ein einziges wirklich gutes Futter aus dem Fachhandel überhaupt listete, sondern nur im Supermarkt erhätliche Marken; diese enthalten aber fast alle für Katzen ungesunde (!) Bestandteile und sind nicht artgerecht.

    Smartsteuer habe ich dieses Jahr zum 4. Mal genutzt und finde die Anwendung ausgezeichnet. Zwar habe ich keinen Vergleich, wie der Sozialwissenschaftler in mir anzumerken drängt 😉 doch es spricht vielleicht auch für sich, dass ich noch kein Bedürfnis hatte, zu wechseln. Die Eingabemaske gliedert sinnvoll die zu machenden Angaben, die Hilfen sind sinnvoll und gut platziert und ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist ja gerade, dass die Anwendung stetig weiterentwickelt wird.

    Vielen Dank für diese Software und ich schließe mich meinem Vorredner an, die Blogartikel sind auch immer wieder interessant und eine tolle Ergänzung!

  • Avatar Ulrike Kraus-Lawrence sagt:

    Hallo liebes Smartsteuer-Team,
    das zweite Mal, dass ich meine Steuererklärung mit euch und durch euch habe durchführen lassen. Es ging easy going und die Berechnung stimmte 100Prozent! Ich bin begeistert und bedanke mich rechtherzlich und kann nur sagen: weiter so!!!

  • Avatar Wolfgang sagt:

    Guten Abend,
    also ich kann nur sagen, dass ich super zufrieden mit Smartsteuer bin.

    Ich habe vor vielen Jahren mit verschiedenen Programmen gearbeitet und war nie so richtig zufrieden. Dann bin ich beim Steuerberater gelandet, der mich zwar sehr gut beraten, hat aber auch nicht wenig dafür genommen hat.

    Seit 2 Jahren mache ich meine Steuererklärung wieder selbst mit Smartsteuer und das geht sehr einfach und intuitiv. Die Berechnungen wurden bei mir zu 100% vom Finanzamt akzeptiert. Die Importfunktion vom Vorjahr erleichtert ebenfalls ungemein.

    Ich bleibe bei Smartsteuer, aber ich bin auch kein super komplizierter Steuerfall, wie ihn vielleicht 0.1 % der potentiellen Kunden sein könnten.

    Lasst Euch nicht unterkriegen und entwickelt Smartsteuer weiter, sodass es einfach und unkompliziert bleibt, seine Steuererklärung abzugeben. Elster ist davon nämlich noch meilenweit entfernt.

    Viele Grüße aus Münster
    Wolfgang

  • Avatar Horst Hansen sagt:

    Ich nutze Smartsteuer seit 4 Jahren und es klappt jedes mal besser.
    Ich muss als Vermieter viele Dinge berücksichtigen, was auch mit Smartsteuer nicht immer 100%-ig gelingt. Aber ich werde jedes Jahr besser und hole mir zusätzliche Informationen über Google, wenn die Hilfefunktion von Smartsteuer nicht ausreicht.

    Fazit: Ich bin zufrieden und werde es wieder nutzen.

    Wenn eine Note, dann 2+

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Guten Morgen Herr Hansen,
    vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Lob. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir über hilfe@smartsteuer.de eine Nachricht zukommen lassen, welche Ausgaben Sie bei Ihrer Vermietung nicht optimal eingeben können. Auch durch Ihr Feedback werden wir jedes Jahr besser.

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Hallo Wolfgang,
    Danke für Ihr großartiges Feedback!

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Guten Morgen Frau Kraus-Lawrence,
    vielen Dank für Ihren tollen Kommentar. Wir sind begeistert von unseren Kunden!

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Hallo Frau Klüpfel,
    herzlichen Dank für Ihr Feedback. Wir arbeiten mit 30 Kollegen daran, die Anwendung weiter zu entwicklen und noch besser zu machen. Für jegliche Kritik sind wir offen und nehmen diese auch an, dieser Test zeichnet jedoch ein falsches Bild.

  • Avatar Marianne Hanf sagt:

    Hallo liebes Smartsteuer-Team,
    ich habe jahrelang meine Steuerklärung mit Elster gemacht und das war echt nicht einfach. Zufällig habe ich vor Jahren einen Bericht der Stiftung Warentest gelesen, indem euer Programm sehr gut eingeschätzt wurde. Der Preis war auch nicht zu verachten, deshalb habe ich es einfach ausprobiert. Ich habe gewissenhaft alle Fragen beantwortet und habe immer auf Schwierigkeiten bei der Beantwortung dieser Fragen gewartet ….. und auf einmal war ich fertig mit meiner Steuerklärung. Ich habe noch nie mit so wenig Aufwand, Begriffserklärungen und Zeitaufwand meine Steuererklärung gemacht. Seitdem bin ich Fan und werde es bleiben, egal was die Stiftung Warentest schreibt.
    Ich kann nur sagen, weiter so!!!!

  • Björn Waide Björn Waide sagt:

    Vielen Dank für das tolle Feedback!

  • Avatar Maria Boeker sagt:

    Ich war nicht zufrieden, es gab eine Abweichung von 939,34 Euro. Allerdings muss ich sagen, zu meinen Gunsten. Laut Berechnung des Programm hätte ich 3700 Euro Steuern nachzahlen müssen, das Finanzamt hat errechnet, dass ich „nur“ 2769 Euro zahlen muss.
    Das finde ich zwar erfreulich, jedoch verstehe ich absolut nicht, wieso die Abweichung so groß sein kann. Mit dem Programm an sich bin ich gut zurecht gekommen.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Bei Abweichungen können Sie unter Steuerbescheid – Einkommensteuer eine vergleichende Tabelle finden.
    Gern können Sie sich auch an den Support wenden, wenn Sie mit dem Vergleich der Daten aus smartsteuer und vom
    Finanzamt nicht weiterkommen.


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