28.06.2019 · smart leben ·

5 x MEHR ab Juli

Eigentlich könnten wir jeden Monat darüber schreiben, welche Gesetze und Verordnungen ab dem nächsten Monat etwas Neues für die Bürger bringen. Machen wir aber nicht, denn oft sind es nur kleinere und vor allem wenige Dinge. Ganz anders sieht es aber im Juli in diesem Jahr aus. Da kracht es mal so richtig. Lesen Sie, was sich in der zweiten Jahreshälfte ändert.

Wie so oft im Leben gibt es tolle Dinge, weniger tolle und welche, auf die man auch verzichten könnte. Fangen wir mit den guten Sachen an.

MEHR Kindergeld

Ja, es ist eine gute Sache, wenn Familien für jedes Kind ab 1. Juli 10 Euro mehr Kindergeld bekommen. Und wer jetzt meckert („Das ist viel zu wenig“), dem sei gesagt, dass es in den letzten zehn Jahren immer nur kleinere Anhebungen gab. Zudem steht auch schon fest, wann es noch mal mehr Geld pro Kind und Monat gibt: ab 1. Januar 2021.
Und wer es genauer wissen will:

  • Für das erste und zweite Kind steigt das Kindergeld jetzt von 194 auf 204 Euro,
  • für das dritte Kind von 200 auf 210 und  
  • für jedes weitere Kind von 225 auf 235 Euro im Monat.

Wie lange Kindergeld gezahlt wird, erfahren Sie übrigens in diesem Blogbeitrag.

MEHR Rente

Ja, auch das ist eine gute Sache. Aber hier kommen die ersten Einschränkungen. Fangen wir aber von vorn an: Rentner bekommen ab Juli 2019 im Westen 3,18 Prozent mehr Rente, im Osten 3,91 Prozent mehr. Dadurch kann es allerdings bei einigen passieren, dass sie mit dem steuerpflichtigen Teil ihrer Rente über den steuerfreien Grundfreibetrag rutschen – und plötzlich Steuern zahlen müssen. Und weil mittlerweile auch immer mehr Neurentner zumindest einen Teil ihrer Rente versteuern müssen, steigt die Zahl der steuerpflichtigen Rentner 2019 auf fast fünf Millionen. Mehr dazu übrigens in diesem und diesem Blogbeitrag.
Kleiner Tipp am Rand: Auch für Rentner ist unsere Online-Steuererklärung smartsteuer eine gute Wahl. Kein Steuerlatein, einfach Fragen beantworten, schnell ans Ziel kommen und die gezahlten Steuern zurückholen.

MEHR Zeit bei der Steuer

Nur für die, die es noch nicht mitbekommen haben sollten: Wer eine Steuererklärung machen muss, hat in diesem Jahr für die Abgabe Zeit bis zum 31. Juli 2019. Der lange gültige Stichtag 31. Mai ist Geschichte. Mehr über die neue Frist, wer bis dahin abgeben muss, was passiert, wenn man die Frist verpasst und noch vieles mehr – all das erfahren Sie in unserem noch ganz frischen Blogartikel Steuererklärung: Frist rutscht nach hinten.

MEHR Gehalt – und trotzdem Midijobber

Midijobber sind angesiedelt zwischen den Minijobs (bis 450 Euro) und einem regulären Job. Midijobber zahlen anders als Minijobber Sozialabgaben, aber nicht in voller Höhe. Was ändert sich nun ab 1. Juli? Bisher durfte man als Midijobber maximal 850 Euro verdienen. Diese Grenze steigt jetzt wirklich sprunghaft auf 1.300 Euro an. Es wird deshalb ab Juli eine viel größere Zahl an Midijobbern geben, von rund 3,5 Millionen ist die Rede. Die zahlen weiterhin weniger Sozialbeiträge als reguläre Arbeitnehmer – immer abhängig von der Höhe des Gehalts. Wer knapp über 450 Euro hat, zahlt fast keine Beiträge, wer nahe 1.300 Euro ist, dann schon fast die regulären Beiträge.
Midijobs werden aber ab 1. Juli noch aus einem zweiten Grund attraktiver: Auch wenn Midijobber nur reduzierte Rentenbeiträge leisten, erwerben sie ab sofort trotzdem die vollen Rentenansprüche. Eine sehr gute Sache!

MEHR Porto

Die schlechte Nachricht zum Schluss: Die Deutsche Post hat es nun doch geschafft, Preiserhöhungen beim Briefporto durchzusetzen. Die Bundesnetzagentur genehmigte die folgenden Preisanstiege zum 1. Juli:

  • Standardbrief von 70 auf 80 Cent
  • Postkarte von 45 auf 60 Cent
  • Kompaktbrief (bis 50 Gramm) von 85 auf 95 Cent
  • Großbrief (bis 500 Gramm) von 1,45 auf 1,55 Euro
  • Maxibrief (bis 1 Kilo) von 2,60 auf 2,70 Euro
  • Maxibrief Plus (bis 2 Kilo) von 4,80 auf 4,90 Euro

Wie bisher auch können Sie zuvor gekaufte Marken weiter nutzen, müssen dann aber noch Ergänzungsmarken kaufen und aufkleben.
Einen klitzekleinen Hoffnungsschimmer haben wir dann doch noch: Die Genehmigung der neuen Preise ist erstmal nur vorläufig, da ein Interessenverband der Paketdienstleister die Beiladung zum Verfahren beantragt habe. Endgültig ist die Entscheidung erst, wenn der Verband gehört und seine Argumente eingeflossen seien, heißt es bei der Bundesnetzagentur. Aber das bleibt dann wohl nur ein bisschen Hoffnung…

 


Juliane Bunte Geschrieben von:

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