28.02.2020 · smart steuern ·

Herr Müller hat nichts zum Absetzen

Wohl jeder hat ihn im Freundes- und Bekanntenkreis. Nennen wir ihn der Einfachheit halber Herrn Müller. Der muss keine Steuererklärung machen – und macht deshalb auch keine. Fragen nach dem Warum beantwortet er kurz und bündig mit einem „Ich hab ja nichts zum Absetzen!“. So einfach lassen wir ihn aber nicht davonkommen. Setzen wir uns also mit dem fiktiven Herrn Müller an einen fiktiven Tisch – und reden mal über Steuern.

smartsteuer: „Hallo Herr Müller, wir haben gehört, dass Sie nichts zum Absetzen haben. Wir wollen mal sehen, ob Sie nicht doch Geld vom Staat zurückbekommen können.“

Herr Müller: „Das glaube ich nicht.“

smartsteuer: „Fangen wir mal mit den Grundlagen an. Sie sind ledig und Angestellter. Wie weit ist denn Ihre Firma von Ihrer Wohnung entfernt?“

Herr Müller: „Die ist nicht so weit, ich fahre da meist mit dem Rad hin. Sind so 8 Kilometer.“

smartsteuer: „Das ist doch schon mal die halbe Miete bei den Werbungskosten. Denn jeder Kilometer bringt 30 Cent, an jedem Arbeitstag. Egal ob mit Rad, Auto, Bus oder Bahn. Das bringt schon mal rund 500 Euro im Jahr.“

Herr Müller: „Sehen Sie, dass reicht eben nicht. Ich hab mich informiert. Das gehört zu den Werbungskosten – und dafür gibt es eine Pauschale von 1.000 Euro. Und das reicht nicht.“

smartsteuer: „Stimmt nicht so ganz. Denn es gibt ja jede Menge andere Werbungskosten. Wenn Sie zum Beispiel in der Gewerkschaft sind, können Sie die Beiträge absetzen. Oder eine Dienstreise machen, die der Chef nicht zahlt. Und auch Arbeitsmittel wie zum Beispiel ein betrieblich genutzter Laptop oder ein Smartphone sind Werbungskosten. Und Hand aufs Herz: Sie suchen doch gerade eine besser bezahlte Stelle. Die Bewerbungskosten dafür sind auch Werbungskosten. Haben Sie deshalb nicht sogar im letzten Jahr eine Weiterbildung auf eigene Kosten gemacht? Können Sie absetzen.“

Herr Müller: „In der Gewerkschaft bin ich zwar nicht, aber die anderen Dinge stimmen. Die Weiterbildung war sogar recht teuer, mehr als 1.000 Euro. Ich hatte immer gedacht, dass das meine Privatsache ist – und ich das nicht absetzen kann.“

smartsteuer: „Nein, alle Ausgaben, die mit dem Job zu tun haben, können Sie absetzen. Arbeitsmittel, etwa Ihre Laptoptasche, Berufskleidung (mit Logo) und noch viel mehr. Schauen Sie zur Sicherheit doch mal in diesen Beitrag auf unserem Blog rein. Und außerdem: All das wird auch in unseren Online-Steuererklärung smartsteuer abgefragt. Da verschenken Sie nichts.“ 

Herr Müller: „Vielen Dank, ich leg dann gleich mal los.“

smartsteuer: „Moment, das waren ja nur die Werbungskosten. Es gibt aber noch viele andere Dinge, die Sie absetzen können. Klar, wie wir eben geschrieben haben, wird das alles leicht verständlich in unserer Steuererklärung abgefragt. Aber ein paar Dinge will ich Ihnen dann doch noch mitgeben.“

Herr Müller: „Da bin ich jetzt aber gespannt.“

smartsteuer: „Ich weiß, Sie haben niemanden, der bei Ihnen putzt oder die Wände streicht. Das gehört zu den haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen, von denen sich 20 Prozent absetzen lassen. Aber: Sie bekommen jedes Jahr eine Betriebskostenabrechnung. Und dort sind viele Punkte, die genau in diese Sparte reinfallen. Hausmeister, Gebäudereiniger, Schornsteinfeger und vieles mehr. Schauen Sie mal in diesen Blogbeitrag.
Stichwort Sonderausgaben: Spenden lassen sich ebenfalls absetzen. Und Vorsorgeaufwendungen wie Rentenbeiträge oder Krankenversicherung und, und, und. Einen guten Überblick dazu erhalten Sie hier.
Eine Sache noch: Sie mussten letztes Jahr ja einiges an Ihren Zähnen machen lassen – und wie ich sehe, sind Sie Brillenträger. Alle Kosten für Ihre Gesundheit können Sie unter Umständen als außergewöhnliche Belastungen absetzen. Das ist zwar eigentlich Privatsache, aber wenn das eine gewisse Grenze (die zumutbare Belastung) überschreitet, zählt es bei der Steuer. Hier mehr.

Herr Müller: „Nun bin ich doch sehr überrascht. Wenn ich mir das Ganze anschaue, werde ich wohl was vom Staat zurückbekommen. Ich ärgere mich jetzt, dass ich das nicht schon früher gemacht habe.“

smartsteuer: „Kein Problem. Da Sie ja nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, können Sie jetzt noch die Steuer für die vier letzten Steuerjahre machen. Also 2016 bis 2019. Einfach bei smartsteuer das entsprechende Jahr auswählen.“

Herr Müller: „Vielen Dank noch mal, ich leg nun wirklich gleich los.“

Und an alle anderen, die denken, dass Sie ja eh nichts absetzen können, unser Tipp: Probieren Sie es doch einfach mal aus. Kostenlos. Unsere Online-Lösung smartsteuer ist gut für Steuerlaien geeignet, in Interviewform wird alles abgefragt und das Beste: Sie müssen erst zahlen, wenn Sie die fertige Erklärung ans Finanzamt schicken. Falls Sie also am Ende keine Erstattung bekommen sollten – was wirklich sehr selten der Fall ist – zahlen Sie auch nichts.

Geschrieben von:
Mandy Pank Mandy ist im Marketing tätig und immer darauf bedacht steuerliche Themen so einfach wie möglich aufzubereiten. Dabei hilft ihr natürlich auch ihr Hintergrund als Steuerfachangestellte. Sie versetzt sich gerne in die Lage der Kunden, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Doch auch für ihre Kollegen hat sie immer ein offenes Ohr und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
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Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Reinhard Thiemann sagt:

    Kein Kommentar; Eine Frage:
    Bin Rentner; Beziehe nur Altersrente; Habe keine sonstigen Einnahmen; Gemäß Proberechnung mit Hilfe Ihres Programms für Rentner bin ich noch nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.
    Ungeachtet dessen werde ich von verschiedener Seite ermahnt, freiwillig eine Erklärung einzureichen, um ggf. eine Rückzahlung zu erreichen, insbesondere deshalb, weil ich rel. hohe Ausgaben für Gesundheitsfürsorge habe.
    Frage: Habe ich überhaupt eine Chance? Ich zahle ja keine Steuern; auch keine Lohnsteuern.

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Hallo,
    eine Rückzahlung können Sie dann erreichen, wenn Sie Steuern gezahlt haben.


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