29.05.2020 · smart steuern ·

So sparen Rentner bei der Steuer

Mehr als fünf Millionen und damit jeder vierte Rentner ist mittlerweile steuerpflichtig. Und es werden jedes Jahr mehr. Warum das so ist, haben wir hier im Blog immer wieder erklärt, wir werden es auch hier kurz noch mal anreißen. Heute soll der Schwerpunkt aber an einem anderen Punkt liegen: Wie können auch Rentner (und Pensionäre) mit der Steuererklärung Geld vom Staat zurückholen? Zuerst aber ein Thema, das viele Rentner auch nicht gern hören werden…

Kommt die Rentenerhöhung wie geplant?

Noch im April wurde die jährliche Rentenerhöhung im Bundestag verabschiedet. Ab 1. Juli sollen Rentner in den neuen Bundesländern 4,2 Prozent und in den alten 3,45 Prozent mehr Rente bekommen. Ein paar Wochen später gilt das nicht mal mehr als sicher. Schuld hat – Sie ahnen es – Corona. Da aktuell vor allem wegen Kurzarbeit deutlich weniger in die Rentenkasse reinkommt und auch in den kommenden Monaten (und Jahren) reinkommen wird, gibt es ein Problem. Lösungen wären: entweder die Rentenbeiträge zu erhöhen – oder die Renten nicht zu erhöhen. Für dieses Jahr sollte die Rentenerhöhung aber aller Wahrscheinlichkeit noch kommen. Doch im nächsten Jahr könnte es durchaus eine Nullrunde geben bei den Rentnern. Wenn Sie mehr wissen wollen, schauen Sie sich doch dieses Video an:

Warum müssen immer mehr Rentner Steuern zahlen?

Hier wollen wir kurz bleiben – und verweisen Sie auf diesen Blogbeitrag. Kurz gesagt: Wer in Rente geht, hat heute einen gehörigen Teil seiner Rente zu versteuern. Wer später in Rente geht, hat sogar einen noch höheren Anteil seiner Rente zu versteuern. Neurentner müssen ab 2040 sogar 100 Prozent versteuern. Auf alles, was über dem steuerlichen Grundfreibetrag liegt, werden dann Steuern fällig. Einige Richtwerte:

  • Wer 2010 in Rente gegangen ist, bleibt bei rund 1.420 Euro (West) und rund 1.360 Euro (Ost) steuerfreiem Anteil der Rente.
  • Im Renteneintrittsjahr 2015 lagen die steuerfreien Grenzen dann bei nur noch rund 1.280 Euro (West) und 1.270 Euro (Ost).
  • Und 2019 ging es noch mal rund 100 Euro runter: rund 1.170 Euro (West) und 1.170 Euro (Ost).

Wie können Rentner ihre Steuerlast drücken?

Die kurze Antwort lautet: Es läuft prinzipiell wie im Berufsleben. Auch Rentner können ganz verschiedene Dinge von der Steuer absetzen. Und das ist auch keine Raketenwissenschaft: Mit unserer, auch in der älteren Generation, bewährten Online-Lösung smartsteuer klappt das einfach und schnell. Sie werden in Interviewform geführt und müssen lediglich Fragen beantworten und Zahlen eingeben. Kein Steuerlatein, keine Formulare – Sie brauchen nur einen Internetbrowser wie Google Chrome, Firefox, Safari und Co. 

Und wie sieht das im Detail aus?

Geduld, jetzt kommen noch die wichtigsten Beispiele zum Absetzen. 

  • Krankheits- und Pflegekosten: Wer aus den Gründen Behinderung, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit in einem Seniorenheim wohnt, kann die Unterbringungskosten als außergewöhnliche Belastung absetzen. Davon müssen Sie aber die Kosten abziehen, die Sie sonst zuhause gehabt hätten. Diese Haushaltsersparnis orientiert sich am Grundfreibetrag, aktuell sind das für dieses Jahr 9.408 Euro.
    Zudem können sie die Kosten für eine Kur, Brille, Hörgerät, Zahnersatz, Rollstuhl, Medikamente und anderes absetzen. Das gilt auch für Fahrtkosten zum Arzt. Wichtig: bei diesen außergewöhnlichen Belastungen gibt es eine zumutbare Belastung. Alles, was drüber liegt, wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Die Höhe Ihrer zumutbaren Belastung finden Sie mit unserem Rechner für außergewöhnliche Belastungen heraus. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: Wenn Sie etwa eine Pflegekraft kommen lassen, können Sie 20 Prozent der Kosten (Arbeitsleistung und Fahrtkosten) absetzen. Das gilt auch für andere Dienstleistungen wie eine Haushaltshilfe oder den Gärtner. Insgesamt können Sie dabei bis zu 4.000 Euro im Jahr absetzen. Achtung: Sie benötigen dafür Rechnungen und müssen per Überweisung bezahlt haben.
  • Handwerkerleistungen: Letzteres gilt auch für Handwerker, die bei Ihnen zu Hause arbeiten, etwa ein Maler. Hier können Sie maximal 1.200 Euro absetzen, wieder sind es 20 Prozent vom Rechnungsbetrag aus Arbeitsleistung und Fahrtkosten (kein Material). Mehr zu den haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerkosten finden Sie in diesem Blogbeitrag.
  • Betriebskostenabrechnung: Einige der eben genannten Dinge „verstecken“ sich auch in der jährlichen Betriebskostenabrechnung. Diese sollten Sie unbedingt in Ihrer Steuererklärung angeben, da es in der Regel mehrere hundert Euro sind! Ausführlich in diesem Artikel.
  • Werbungskosten: Rentner haben hier eine Pauschale von 102 Euro. Im Unterschied zu Arbeitnehmern gibt es nicht so viel zusätzlich zu holen. 
  • Sonderausgaben: Die Pauschale beträgt gerade mal 36 Euro, doch Sie können Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge angeben. Das gilt auch für die Kirchensteuer, Beiträge (etwa zur Gewerkschaft), Haftpflichtversicherung und Spenden.

Aber wie schon oben erwähnt: Das sind nur Beispiele. Wenn Sie mit smartsteuer loslegen, werden Sie sehen, dass alles einfach abgefragt wird. Sie können also auch nichts vergessen zum Absetzen.

Was bedeutet das konkret für mich?
Immer mehr Rentner und Pensionäre müssen Steuern zahlen. Sie können sich das Geld oder wenigstens einen Teil davon vom Staat zurückholen. Über die Steuererklärung. Wir empfehlen dafür natürlich unsere Online-Lösung smartsteuer.

Geschrieben von:
Mandy Pank Mandy ist im Marketing tätig und immer darauf bedacht steuerliche Themen so einfach wie möglich aufzubereiten. Dabei hilft ihr natürlich auch ihr Hintergrund als Steuerfachangestellte. Sie versetzt sich gerne in die Lage der Kunden, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Doch auch für ihre Kollegen hat sie immer ein offenes Ohr und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Mach Dein Insiderwissen zu Geld!
Steuererklärung starten

LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Elmar Berger sagt:

    Und auf was verzichten die Abgeordneten des Bundestags?

  • Avatar Elke Fett und Dieter Fett sagt:

    Sagen Sie mir bitte, wie wir das tun müssen. Die letzten Jahre ging das beim Finanzamt ganz gut. (Siegen) Und es war etwas für uns.

  • Avatar Lehmann sagt:

    Ich zahle viermal im Jahr 180,00 € Vorauszahlung und muß immer noch einen
    dreistelligen Betrag nachzahlen ! Ich bekomme aber noch Witwerrente.
    Ist daß so in Ordnung ?
    Mit freundlichem Gruß


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)