06.11.2020 · smart leben ·

Die 50-30-20-Regel zum Sparen

Heute vor einer Woche feierte der Weltspartag seinen 96. Geburtstag – und wir wollten Ihnen einen richtig guten Spartipp mit auf den Weg geben. Doch dann kamen die schlimmsten Fälle von Steuerverschwendung im neuen Steuer-Schwarzbuch dazwischen. Auf die Sparidee mit der 50-30-20-Regel sollen Sie natürlich trotzdem nicht verzichten. Denn die gibt es nun heute für Sie.

Die Grundidee

Warum ist am Ende vom Geld nur noch so viel Monat übrig? Kennen Sie vielleicht. Das Geld rinnt nur so durch die Finger. Und wenigstens ein bisschen Geld beiseite zu legen, ist dann reine Wunschvorstellung. Ganz klar, Sie können im Kleinen beginnen, indem Sie zum Beispiel mit alten Gewohnheiten brechen, generell im Alltag bei Kleinigkeiten sparen oder Ihre Heizkosten senken. Die 50-30-20-Regel verfolgt einen anderen Ansatz. Hier wird zuerst auf das große Ganze geschaut und Ihr verfügbares Geld in drei Bereiche aufgeteilt. Einmal 50, einmal 30 und einmal 20 Prozent. So müssen Sie sich an Ihr Budget halten – und können tatsächlich auch noch was beiseite legen! Wenn Sie die Möglichkeit haben: Legen Sie für diese Bereiche Unterkonten an – oder führen Sie ein Haushaltsbuch, um alles einfach im Blick zu halten und die Versuchung zu minimieren, zu „schummeln“.

50 Prozent für …

… monatliche Fixkosten und grundlegende Ausgaben. Sie schauen also bitte zuerst, wie viel Geld im Monat auf Ihrem Konto eingeht. Bei vielen wird das nur das Gehalt sein, aber es gibt ja auch Leute, die weitere regelmäßige Einnahmequellen haben – wie Mieteinnahmen oder Geld als Übungsleiter.
Was gehört nun in den 50-Prozent-Bereich? Das sind die laufenden Kosten wie Miete, Auto, Strom, Internet/Telefon/Handy – und Lebensmittel. Das dürfte bei einigen leider schon eng werden, gerade wenn die Miete sehr hoch ist. Aber nicht im Vorhinein verzagen, sondern erst mal alles notieren.  

30 Prozent für …

… Ihre Wünsche und Bedürfnisse. Das ist ein weites Feld. Es reicht vom Kauf von Bekleidung über Restaurantbesuche, Kino und Fitness-Studio bis zum Urlaub oder größeren Anschaffungen wie Fernseher oder Möbel. Bei den größeren Anschaffungen müssen Sie aber schon vorher immer was beiseite legen, denn mit den 30 Prozent in einem Monat kommen Sie da ja nicht weit. Vielleicht ja zum Beispiel ein Drittel des Budgets jeden Monat ansparen. 

20 Prozent …

… landen immer gleich auf einem separaten Tagesgeldkonto. Das ist Ihr Sparkonto – für Notfälle, Abzahlung von alten Krediten und das gute Gefühl, einfach etwas auf der hohen Kante zu haben. So lebt es sich entspannter. Auch für den Fall, dass eine große Autoreparatur ansteht, eine neue Waschmaschine ran muss, Sie auf Kurzarbeit gehen müssen oder gar arbeitslos werden. Und wenn das alles nicht passieren sollte, wächst Ihr 20-Prozent-Bereich stetig an. Eine gute finanzielle Absicherung. 

Machen Sie das Beste draus

Ganz klar – und wie auch schon erwähnt: Gerade der 50-Prozent-Bereich dürfte für einige schwierig werden, vor allem wegen der Miete. Schreiben Sie deshalb alles zuerst einmal auf. Schauen Sie, wo Sie vielleicht doch sparsamer sein könnten. Wenn Sie dann bei 55 oder 60 Prozent landen, ist die Regel immer noch verwendbar. Sie müssen dann anpassen. Etwa daraus eine 55-25-20-Regel, oder eine 60-25-15-Regel. Es geht hier nicht um die exakten Prozente, Sie müssen eben nur am Anfang eine für Sie passende Regel festlegen. Und an die müssen Sie sich nur noch halten. Ich weiß, das wird am Anfang nicht leicht, aber ein bisschen Disziplin in den ersten Wochen – und dann läuft es fast von selbst. Und Sie können ruhiger schlafen. Versprochen!

Was bedeutet das konkret für mich?
Mit der 50-30-20-Regel teilen Sie Ihr monatliches Einkommen in drei Bereiche für verschiedene Ausgaben und eine Rücklage ein. Sie behalten besser den Überblick über Ihre Finanzen und können sich schon bald über ein kleines Finanzpolster freuen.  

Geschrieben von:
Mandy Pank Mandy ist im Marketing tätig und immer darauf bedacht steuerliche Themen so einfach wie möglich aufzubereiten. Dabei hilft ihr natürlich auch ihr Hintergrund als Steuerfachangestellte. Sie versetzt sich gerne in die Lage der Kunden, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Doch auch für ihre Kollegen hat sie immer ein offenes Ohr und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
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Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Erika Bäcker sagt:

    Ich glaube, dass diese Regel heute nicht durchführbar ist.
    Bitte stellen Sie einen Plan auf, wenn die Monatsmiete zuzüglich Heizung/Strom bereits die 50%Grenze übersteigt.
    Das ist keine Aunahme sondern leider schon fast die Regel für Rentner/ Pensionäre. Die Folge wäre: Umziehen. Aber das ist auch nicht so leicht. Wer möchte im Alter weit entfernt von den bekannten Nachbarn in der tiefsten Provinz wohnen?


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