18.05.2021 · smart leben ·

3 Tipps: Sparen, Feilschen, Notgroschen

Immer wieder gibt es hier bei uns im Blog Tipps rund um das Thema Geld. Heute kommen noch mal drei dazu. In Tipp 1 geht es darum, wie Sie besser sparen können. Tipp 2 zeigt, wie Sie richtig feilschen und Tipp 3 hilft Ihnen beim Aufbau eines „Notgroschens“. Sind Sie bereit?

Tipp 1: Sparen ist auch Kopfsache

Spiele werden im Kopf entschieden, ein legendärer Fußballerspruch. Leicht abgewandelt gilt das auch für Ihr Geld. Denn oft sind es nur kleine Änderungen im Verhalten, die Sparen zumindest leichter machen. Also fragen Sie sich zuerst selbst, wie Sie zum Thema Sparen stehen. Wenn Sie um die Sache schon immer einen großen Bogen gemacht haben, wird es Zeit, den Schalter umzulegen. Setzen Sie sich Ziele, kleine, mittlere und vielleicht auch ein großes. Und vor allem: Überprüfen Sie Ihr „Geldverhalten“ – und überlegen Sie, wo Sie etwas ändern können. Beispiele:

  • Es ist bequem und es ist lecker: Am Morgen der Coffee to go und dazu noch ein belegtes Brötchen. Das sind jeden Tag 5 € und mehr. Im Monat locker mehr als 100 €. Welchen Effekt das über Jahre gesehen hat, können Sie übrigens hier nachlesen. 
  • Finger weg von Spontankäufen: Überall Werbung, überall Sonderangebote und immer der Hinweis, wie viel Sie dabei sparen können. Richtig sparen Sie aber, wenn Sie nicht kaufen. Schlafen Sie am besten wenigstens eine Nacht drüber. Und oft werden Sie am nächsten Morgen feststellen, dass Sie die Sache nicht wirklich brauchen.
  • Bezahlen Sie sich zuerst selbst. Was ist damit gemeint? Nun, wenn Sie regelmäßig Geld beiseitelegen oder investieren wollen, muss es auch erstmal vorhanden sein. Am Monatsende kann es da schon schlecht aussehen. Deshalb richten Sie sich einen Dauerauftrag ein – und packen Sie die Sparsumme immer unmittelbar nach Gehaltseingang auf ein separates Konto. 
  • Einer geht noch: Kaufen Sie nichts auf Raten. Auch, wenn heutzutage kaum oder gar keine Zinsen anfallen. Denn bei jedem solchen Kauf machen Sie erstmal Schulden. Und weil es oft nicht bei einem Ratenkauf bleibt, steigt die monatliche Belastung immer weiter an – bis Sie im schlimmsten Fall in der Schuldenfalle sitzen.

Tipp 2: Sie müssen feilschen

Natürlich können Sie in jedem Ladengeschäft um den Preis feilschen, und manchmal bringt das auch was. Wo es aber fast immer hilft, sind Laufzeitverträge. Etwa im Mobilfunk, dem Festnetz/Internet, beim Pay-TV (Sky) oder der Kfz-Versicherung.
Das Vorgehen dabei ist immer das Gleiche: Sie haben einen Vertrag über ein oder zwei Jahre. In der Regel locken die Anbieter Neukunden mit besonderen Rabatten. Im zweiten Jahr sieht es aber oft schon schlechter aus – und als Bestandskunde zahlen Sie meist zu viel.

Deshalb: Immer rechtzeitig kündigen. Meist reagieren die Anbieter von sich aus, fragen nach dem Grund und bringen oft auch gleich ein günstigeres Angebot per Post. Das sollten Sie aber nicht gleich annehmen, meist kommt später noch ein besseres. Wenn sich der Kundendienst telefonisch meldet, sollten Sie vorbereitet sein. Und zum Beispiel wissen, was Neukunden aktuell zahlen – und wie es bei der Konkurrenz aussieht. Lassen Sie sich dabei nicht über den Tisch ziehen. Bestehen Sie auf ein schriftliches Angebot, das Sie in Ruhe kontrollieren können. In sehr vielen Fällen wirkt allein Ihr korrektes und bestimmtes Auftreten – und Sie bekommen ein deutlich besseres Angebot.
Und wenn Ihnen das Unternehmen partout nicht entgegenkommen will, seien Sie konsequent. Und wechseln Sie zur Konkurrenz.

Tipp 3: Schaffen Sie sich eine Notfallreserve

In der Überschrift habe ich das noch Notgroschen genannt, aber das würde natürlich nicht reichen, um finanzielle Engpässe überstehen zu können. Und damit meinen wir zum Beispiel eine aufwendige Autoreparatur, die neue Waschmaschine, weil die alte ihren Geist aufgegeben hat, oder Sie in Kurzarbeit beziehungsweise Arbeitslosigkeit gerutscht sind. Und in solchen Momenten – und nicht nur in diesen – ist es doch gut, wenn Sie sagen können: Okay, das kann ich aus meiner Notfallreserve zahlen. Ich muss keinen Kredit aufnehmen.

Ganz klar, wenn Sie aktuell keine Reserven haben, müssen Sie diese erst Schritt für Schritt aufbauen. Experten empfehlen für die Höhe der Reserve das drei- bis sechsfache der monatlichen Ausgaben. Rechnen Sie sich das einfach für Sie aus. Wenn es zum Beispiel 4.500 € für drei Monate sind, könnten Sie versuchen, jeden Monat 150 € beiseite zu legen. Dann hätten Sie das Ziel in 30 Monaten, heißt zweieinhalb Jahren erreicht. Denken Sie dabei an den Ratschlag bei Tipp 1: „Bezahlen Sie sich zuerst selbst“ – also per Dauerauftrag direkt nach dem Gehaltseingang auf ein anderes Konto. 

Was bedeutet das konkret für mich?
Sich mit Geld nicht zu beschäftigen, wird im Endeffekt immer teuer. Überwinden Sie sich – und fangen Sie zuerst mit Nachdenken an. Sehen Sie nicht die Probleme, sondern die Ziele. Und an das Geld, dass Sie dann zur Verfügung haben. Egal ob als Notgroschen für finanzielle Engpässe, für Anschaffungen, von denen Sie zuvor nur träumen konnten oder für die Altersvorsorge. Nicht zu verachten ist auch, dass Sie besser schlafen können, wenn Sie Ihre Finanzplanung auf den Weg gebracht haben.

 

Geschrieben von:
Mandy Pank Mandy ist im Marketing tätig und immer darauf bedacht steuerliche Themen so einfach wie möglich aufzubereiten. Dabei hilft ihr natürlich auch ihr Hintergrund als Steuerfachangestellte. Sie versetzt sich gerne in die Lage der Kunden, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Doch auch für ihre Kollegen hat sie immer ein offenes Ohr und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
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Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Anatoli Günther sagt:

    wie teuer ihr Steuererklärung??
    MFG,?

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Hallo,
    für 5 Steuererklärungen eines Steuerjahres beträgt unsere Gebühr 34,99 €. Sie zahlen erst bei Abgabe und können die Anwendung zuvor ausgiebig testen.


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