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Die wichtigsten Steuerbegriffe

 

 

Steuer-Identifikationsnummer

Die Steuer-Identifikationsnummer wurde Mitte 2007 eingeführt und gilt lebenslang. Die Finanzämter verschicken bei Neugeborenen die persönlichen Steuer-IDs bereits an kurz nach deren Geburt.

Sie soll in Zukunft die Steuernummer ersetzen und den Bürgern bei Steuerangelegenheiten helfen. Bis zur Einführung der elfstelligen Steuer-ID änderte sich bei einem Umzug auch die Steuernummer, dieser Mehraufwand soll durch die Steuer-ID verhindert werden.


Steuerklasse

Das deutsche Steuerrecht kennt sechs verschiedene Steuerklassen. In welche Steuerklasse Sie einzuordnen sind und welcher Steuerbelastung Sie dann ausgesetzt sind, hängt entscheidend von der familiären Situation ab.

Diese Steuerklassen gibt es:

  • Steuerklasse I: ledige, geschiedene, verwitwete Arbeitnehmer
  • Steuerklasse II: ledige, geschiedene oder verwitwete Arbeitnehmer, die sich als Alleinerziehende um ein Kind oder mehrere Kinder kümmern
  • Steuerklasse III: verheiratete Arbeitnehmer
  • Steuerklasse IV: verheiratete Arbeitnehmer, wenn beide Ehegatten Arbeitslohn erhalten
  • Steuerklasse V: einer der Ehegatten, der andere Ehegatte ist der Steuerklasse III zugeordnet
  • Steuerklasse VI: Beschäftigte, die gleichzeitig von mehreren Arbeitgebern Geld erhalten

Einzig verheiratete Paare, die steuerlich zusammen veranlagt werden, haben die Wahl zwischen den Kombinationen IV/IV und III/V. Die Kombi III/V macht Sinn, wenn die Unterschiede zwischen den Einkommen von Frau und Mann recht hoch sind. Mit dem richtigen Kniff bei der Steuerklasse können Verheiratete auch das Elterngeld optimieren.


Lohnsteuer

Steht die Steuerklasse fest, ist der Rest bei festangestellten Arbeitnehmern nur noch Formsache. Denn bei Arbeitnehmern wird die Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn erhoben – daher auch die Bezeichnung Lohnsteuer für diese Art der Einkommensteuer. Die Lohnsteuer ist sozusagen eine Vorauszahlung der Einkommensteuer.


Lohnsteuerkarte

Die Lohnsteuerkarte wurde 1925 eingeführt. Das bunte Miniblättchen mit allen persönlichen Daten, die der Arbeitgeber zur Berechnung der Lohnsteuer benötigt, wurde 2010 das letzte Mal ausgestellt. Ab 2011 gehört die Lohnsteuerkarte der Vergangenheit an.
Ersetzt wird die Lohnsteuerkarte durch ein papierloses Verfahren. Dem Arbeitgeber genügen künftig Steuer-ID und Geburtsdatum seiner Mitarbeiter; die restlichen Daten für die ordnungsgemäße Berechnung der Lohnsteuer holt er sich dann vom Bundeszentralamt für Steuern.
Arbeitnehmer, die sich auch künftig einen steuersparenden Freibetrag anrechnen lassen wollen, um ihr Netto zu erhöhen, tun diese aber wie bisher bei ihrem zuständigen Finanzamt.


Freibeträge

Mit Freibeträgen, die sich Arbeitnehmer auf Ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen können, sinkt automatisch die monatliche Lohnsteuer und es erhöht den Nettolohn.
Freibeträge gibt es für besondere Aufwendungen oder Pauschbeträge (Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen), die der Steuerzahler zu tragen hat. Vereinfacht gesagt sind Freibeträge die Vorwegnahme späterer Steuererstattungen.


Werbungskosten

Hinter dem sperrigen Begriff Werbungskosten verstecken sich Ausgaben, die ein Steuerzahler unternimmt, um überhaupt erst Einnahmen erzielen zu können. Dazu zählen die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, Fort- und Weiterbildungskosten, Ausgaben für doppelte Haushaltsführung oder Reisekosten für berufliche Auswärtstätigkeiten.


Außergewöhnliche Belastungen

Wenn Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands (außergewöhnliche Belastung) entstehen, wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen wird.

Außergewöhnliche Belastungen können z.B. Krankheitskosten, Pflegekosten oder Beerdigungskosten sein.

Auch Kinderbetreuungskosten sind außergewöhnliche Belastungen sein.


Sonderausgaben

Sonderausgaben sind Aufwendungen, die steuerrechtlich weder zu den Werbungskosten noch zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen. Versicherungen, Kirchensteuer, Spenden, aber auch die Unterhaltsleistungen an geschiedene Ehepartner fallen unter die Sonderausgaben.

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