Arbeiten im Haushalt von der Steuer absetzen | smartsteuer

Arbeiten im Haushalt von der Steuer absetzen

Kennen Sie das auch? Endlich verdienter Feierabend, Sie kommen nach Hause und der vernachlässigte Haushalt fordert auch noch seine Zeit!
Wie schön wäre es nun eine Hilfe für den Haushalt zu haben? Wie angenehm, sich darum nicht kümmern zu müssen? – Und das ist gar nicht soo teuer.

Denn bei der Steuererklärung bekommen Sie Teile der Kosten direkt als Steuererstattung zurück!

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Sie beauftragen eine Firma mit den anfallenden Arbeiten. Die Kosten wären dann steuerlich haushaltsnahe Dienstleistungen.
    Für haushaltsnahe Dienstleistungen können 20% der Lohnkosten (bis zu 4.000€ jährlich) als Steuerermäßigung geltend gemacht werden.
  2. Sie stellen jemanden ein, der diese Arbeiten für Sie erledigt. Das geht z.B. über die MiniJobCentrale mit dem Haushaltscheckverfahren. Das wäre dann steuerlich ein haushaltsnahes Beschäftigungsverhältnis. Bei haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen, in Form von geringfügiger Beschäftigung im Haushalt, können 20% der Kosten (bis 510€) direkt von der Steuer abgezogen werden. Haushaltscheckverfahren: Dabei ist die Hilfe versichert, pauschale Lohnsteuer wird abgeführt und auch für die Sozialversicherung gibt es Pauschbeträge. Es besteht Rentenversicherungspflicht für die Angestellten (Widerspruch ist möglich). Der Arbeitgeber erhält nach Ablauf des Jahres Bescheinigung über Lohn- und Abgabenzahlungen zum Nachweis für das Finanzamt.

Welche Art von Arbeiten wird anerkannt?

Die Arbeiten, die üblicher Weise im Haushalt anfallen und von den Hausbewohnern selbst erledigt werden wie:

  • Kochen, Reinigung des Hauses (Fensterputzer),
  • Gartenpflege,
  • Umzug,
  • Treppenhausreinigung (Nebenkostenabrechnung) und
  • Kinderbetreuung.

Was sind die Voraussetzungen dafür, dass die Kosten in der Steuererklärung anerkannt werden?

  1. Es muss eine korrekte Rechnung vorliegen.
  2. Die Zahlung der Rechnung muss per Banküberweisung geschehen sein (Schwarzarbeit-Bekämpfung)
  3. Die Arbeiten müssen im Haushalt erbracht worden sein.
  4. Die Kosten dürfen nicht anderweitig in der Steuererklärung einzuordnen sein. Es dürfen also keine Werbungskosten oder Betriebsausgaben sein.
  5. Nur die Lohn- und Fahrtkosten inkl. der Umsatzsteuer (also brutto) werden anerkannt.
    Materialkosten werden nicht anerkannt.

Fundstelle: § 35a EStG; BMF-Schreiben v. 15.2.2010 - IV C 4 - S 2296 b/07/0003, BStBl 2010 I S. 140

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