Arbeitszeit- bzw. Zeitwertkonten

Dabei führt weder die Vereinbarung noch die Wertgutschrift auf dem Arbeitszeitkonto zum Zufluss von Arbeitslohn. Dadurch lassen sich sowohl Lohnsteuern als auch Sozialversicherungsbeiträge sparen. Erst die Auszahlung des Guthabens während der späteren Freistellungsphase löst einen Zufluss von Arbeitslohn und damit eine Besteuerung aus.

Vorrangiges Ziel eines Arbeitszeitkontos soll sein, ein Guthaben anzusammeln. Aus diesem Gutachten kann eine bezahlte Freistellung im Alter ermöglicht werden. Wenn keine Altersteilzeit in Anspruch genommen wird, kann mit dem Guthaben alternativ die betriebliche Altersversorgung aufgestockt werden. Daher werden Lebensarbeitszeitkonten in der Regel in Geld geführt und häufig durch den Arbeitgeber mittels Kapitalanlagen abgesichert.

Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer auch eine Verzinsung des Guthabens auf dem Zeitwertkonto zusagen. Die Zinsen erhöhen zunächst nur das Guthaben auf dem Zeitwertkonto und sind erst bei tatsächlicher Auszahlung an den Arbeitnehmer als Arbeitslohn zu erfassen.

Sofern Ihr Arbeitgeber ein neues Arbeitszeitkonten-Modell einführen möchte, sollten Sie zur Vermeidung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen klären, ob er für die eingezahlten Mittel auch die Werterhaltung garantiert (sog. Zeitwertkontengarantie).

Hinweis: Der steuerliche Begriff des Zeitwertkontos entspricht dem Begriff der Wertguthabenvereinbarungen im sozialversicherungsrechtlichen Sinne (sog. Lebensarbeitszeit- bzw. Arbeitszeitkonto).


Fundstelle: § 19 EStG; BMF-Schreiben v. 17.6.2009 - IV C 5 - S 2332/07/0004, BStBl I 2009, 1286
smartsteuer GmbH hat 4,55 von 5 Sterne | 371 Bewertungen auf ProvenExpert.com