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Die Identifikationsnummer

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Die Identifikationsnummer bekommt jeder Bürger bereits nach der Geburt. Sie gilt nicht nur lebenslang, sondern sogar darüber hinaus. Erst 20 Jahre nach Ablauf des Todesjahres wird die Nummer endgültig gelöscht. Eltern brauchen die Identifikationsnummer ihrer Kinder z. B. für Sparguthaben der Kinder, die Zinsen abwerfen. Freistellungsaufträge für die ab 2009 geltende Abgeltungsteuer können zukünftig mit der Identifikationsnummer abgeglichen werden.

Jetzt kommen wir zum heiklen Teil der Identifikationsnummer: In vielen Bereichen des Lebens müssen wir diese Nummer angeben, damit der Fiskus mittels elektronischen Abgleichs steuerliche Sachverhalte prüfen kann.

„Rentenbezugsmitteilungen“ werden elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt. Zur zutreffenden Zuordnung wird hier ebenfalls die Identifikationsnummer verwendet. So kann also die richtige Rentenversteuerung rückwirkend vom Jahr 2005 an überprüft werden. Aber auch beim Antrag auf Elterngeld ist die Identifikationsnummer anzugeben. Das sind nur zwei Beispiele der vielfältigen Verwendung der Identifikationsnummer.

Der Bundesfinanzhof hat schon bestätigt, dass die Zuteilung der Identifikationsnummer und die dazu erfolgte Datenspeicherung mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung vereinbar und verfassungsgemäß ist.


Fundstelle: §§ 139a, 139b AO; BFH, Urteil v. 18.1.2012 - II R 49/10

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