Privatfahrten mit dem betrieblichen Pkw | smartsteuer

Privatfahrten mit dem betrieblichen Pkw

Wenn das Auto zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird, können sämtliche Kosten für Benzin, Steuern, Versicherung, Abschreibung, Leasingraten, Reparaturen und Finanzierung von der Steuer abgesetzt werden. Sie benötigen dafür lediglich ein Anlagenverzeichnis, in dem der Pkw erscheinen muss.

Wenn alle Kosten in Ansatz gebracht werden können, muss aber auch die Privatnutzung versteuert werden. Dabei haben Sie die Wahl zwischen der Fahrtenbuchmethode oder der 1%-Regelung. Bei der 1% Regelung erfasst die Finanzverwaltung die Privatnutzung einfach pauschal mit 1 % pro Monat, also 12 % pro Jahr, vom kompletten Bruttolistenpreis des Wagens zum Zeitpunkt seiner Erstzulassung. Das kann bei teuren, älteren Autos leider dazu führen, dass Sie letztlich doch auf Ihren Kosten sitzen bleiben. Dann müssen Sie in den sauren Apfel beißen und ein Fahrtenbuch führen.

Beträgt der Umfang der betrieblichen Nutzung 10 % bis 50 % (gewillkürtes Betriebsvermögen), ist der private Nutzungsanteil mit den tatsächlich auf die private Nutzung entfallenden Selbstkosten zu bewerten.

Ist das Fahrzeug dem Privatvermögen zuzurechnen, ist der auf die betriebliche Nutzung entfallende Kostenanteil (tatsächliche Kosten oder 0,30 € pro Kilometer bzw. die Entfernungspauschale bei Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb) im Wege der Nutzungseinlage als Betriebsausgabe zu berücksichtigen.


Fundstelle: § 6 Abs. 1 Nr. 4 und § 12 Nr. 3 EStG sowie § 3 Abs. 9a i.V.m. § 10 Abs. 4 Nr. 2 UStG

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