Reisen: Übernachtung und Verpflegung

Die Höhe der Mehraufwendungen für Verpflegung bemisst sich nach der Abwesenheitsdauer von der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte:

* Bei einer Abwesenheit von 24 Stunden beträgt der Pauschbetrag 24 €,

* sind Sie mindestens 14 Stunden abwesend, werden 12 € berücksichtigt und

* bei einer Abwesenheit von mindestens acht Stunden 6 €.

Die Pauschbeträge sind verbindlich, höhere Kosten können Sie auch dann nicht geltend machen, wenn Sie sie einzeln nachweisen. Daher bringt es Ihnen nichts, wenn Sie unterwegs fleißig Restaurantrechnungen sammeln, sofern Sie nicht fremde Personen/Geschäftspartner bewirtet haben.

Im Gegensatz zu den Verpflegungsmehraufwendungen müssen Sie Übernachtungskosten einzeln nachweisen, um hierfür den Werbungskostenabzug zu erreichen. Beinhaltet die Hotelrechnung auch den Preis für das Frühstück bzw. Mittagessen und Abendessen, nimmt das Finanzamt pauschale Kürzungen vor.

Sind Sie beruflich im Ausland unterwegs, gelten je nach Staat unterschiedliche Pauschbeträge für Verpflegung (so genannte Auslandstagegelder), die das Bundesfinanzministerium regelmäßig zum Jahresende in einem gesonderten Schreiben veröffentlicht. Ein Einzelnachweis der Verpflegungskosten ist nicht möglich.
Das Bundesfinanzministerium veröffentlicht darüber hinaus auch Pauschalbeträge für Übernachtungen im Ausland – diese gelten aber nur für den Fall der Arbeitgebererstattung. Für den Werbungskostenabzug sind ebenfalls nur die tatsächlichen Übernachtungskosten maßgebend.


Fundstelle: § 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG, R 9.6, 9.7 LStR 2011; BMF-Schreiben v. 08.12.2011 - IV C 5 - S 2353/08/10006: 002, BStBl I 2011, 1259
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