Steuertipps – Mit Eigenbelegen Steuern sparen

Bei beruflich veranlassten Reisen kann es vorkommen, dass Belege über einzelne (geringere) Kosten beim Erstellen der Steuererklärung nicht mehr auffindbar sind. Dafür gibt es zum Glück eine Lösung:

In solchen Fällen berücksichtigen die Finanzämter auch so genannte Eigenbelege, wenn die berufliche Veranlassung unstrittig ist. Wegen der vom Finanzamt vermuteten „Missbrauchsgefahr“ sollten Sie jedoch darauf achten, dass Ihre Eigenbelege mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Zweck der Ausgabe (möglichst genau bezeichnen),

  • Betrag,

  • Datum der Zahlung,

  • Empfänger der Zahlung,

  • Datum der Belegerstellung und

  • eigenhändige Unterschrift.

Vermeiden Sie hierbei möglichst Ab- oder Aufrundungen, weil dann der Anschein einer fingierten Zahlung entstehen könnte! Geben Sie stattdessen Ihre tatsächlich entstandenen Aufwendungen exakt in Euro und Cent wieder! So entstehen keine Zweifel an der Echtheit der Kostenposition!

Hinweis: Die Angabe zum Zahlungsempfänger ist ein zentraler Bestandteil des Eigenbelegs. Wenn Sie den Zahlungsempfänger nicht nennen, ist das Finanzamt allein deshalb berechtigt, den Werbungskostenabzug zu streichen.

Fundstelle: vgl. § 160 AO