30.03.2016 · smart leben ·

Arbeits-Oase: 10 Wohlfühl-Tipps fürs Büro

Da freut man sich wochenlang auf ein paar sturmfreie Tage im heimischen Hafen und schon ist das lange Osterwochenende wieder vorbei. Aber kein Grund, den Kopf in den Seetang zu stecken! Mit aufgefüllten Energietanks gelingt die Weiterfahrt im Alltag doch gleich viel besser. Und egal, ob ihr gerade in einen neuen Job gestartet oder beruflich schon lange an Bord seid: Ich möchte euch heute ein paar Tipps mitgeben, mit denen ihr euch am Arbeitsplatz direkt besser fühlen werdet. Natürlich wird trotz allem niemand mit thailändischen Palmen wedeln und euch die Füße massieren, aber auch kleine Details können in Summe Großes bewirken. Und das beste Argument für den Chef: Nur, wer sich rundum gut fühlt, wird auch gute Arbeit leisten. Düsen wir also gleich los, ab in die Büro-Oase!

1. Den Schreibtisch in Schuss halten

Wir starten genauso einfach wie wirkungsvoll, denn: Ordnung ist tatsächlich das halbe (Arbeits)Leben! Wer morgens ins Büro kommt und direkt von einer Flut aus Zetteln und Krimskrams übermannt wird, kann nur schwer mit guter Laune loslegen. Viel besser also, seinen Schreibtisch abends aufgeräumt zu hinterlassen. So haben Motivation und Kreativität am nächsten Morgen direkt ausreichend Platz und man spart auch noch wertvolle Zeit. Wer sich einmal an die abendliche Aufräumroutine gewöhnt hat, wird das morgendliche Wohlgefühl gar nicht mehr missen wollen.

2. Glücklichmacher mitbringen

Der beliebteste private Gegenstand auf dem Schreibtisch ist wohl immer noch das Familienfoto – eine tolle Sache, denn Bilder von Partnern, Kindern oder Schnappschüsse vom letzten Seeabenteuer rufen in uns positive Emotionen hervor und wir erledigen die Arbeit gleich doppelt so gern. Lassen die IT-Berechtigungen es zu, kann statt des klassischen Bilderrahmens auch der Desktophintergrund auf dem Computer für anspornende Motive genutzt werden. Ob nun Fotos, frische Schnittblumen oder die schönste Muschel aus dem Traumurlaub: Hauptsache, ihr deponiert in eurem Sichtfeld etwas mit besonderer Bedeutung. Auch schwierige Situationen sind so garantiert leichter händelbar.

3. An Farben laben

Was für den eigenen Arbeitsplatz gilt, lässt sich in den gegebenen Räumlichkeiten normalerweise nicht so einfach umsetzen. Die Wände sind meist weiß oder grau und nur selten durch farbliche Akzente aufgelockert. Dabei spielen Farben eine wichtige Rolle, wenn es um unser Wohlgefühl und die eigene Leistungsfähigkeit geht. Ozeanblau beruhigt beispielsweise gestresste Gemüter und gibt der Kreativität den manchmal nötigen Schubs – eine spitzenmäßige Wahl für den Arbeitsplatz also. Doch was bleibt, wenn an den Wänden nicht zu rütteln ist? Klar, im Rahmen der Möglichkeiten mit Lieblingsfarben arbeiten, zum Beispiel in Form von Notizblöcken, Textmarkern oder Mousepads.

4. Dicke Luft vermeiden

Wenn’s ans Thema Lüften geht, scheiden sich im Büro gern mal die Geister. Während die einen sich nach einer frischen Dosis Sauerstoff sehnen, empfinden die anderen jeden Windhauch als zugig und täglicher Ärger ist vorprogrammiert. Mit ein paar einfachen Regeln lässt sich das jedoch ganz leicht vermeiden. Einigt euch zum Beispiel darauf, alle zwei Stunden für fünf Minuten alle Fenster weit zu öffnen. Wer dabei üblicherweise fröstelt, kann sich so von Anfang an darauf einstellen und sucht in dieser Zeit eben andere Örtlichkeiten auf. Die optimale Arbeitstemperatur liegt übrigens zwischen 19° C und 26° C – in wärmeren Räumen leidet die Konzentration. Steigern könnt ihr sie hingegen mit bestimmten Raumdüften, vorausgesetzt eure Kollegen sind einverstanden. Am besten eignen sich dafür ätherische Öle. Sie riechen nicht nur gut, sondern sind außerdem förderlich für die Gesundheit.

5. Lichtquellen anzapfen

Ach, was würden wir nicht geben für zwölf Stunden belebendes Sonnenlicht täglich. Leider nur leben wir da geografisch in den falschen Gefilden, weshalb auch am Arbeitsplatz oft künstliches Licht herhalten muss – zumindest, wenn einem an der Gesundheit der eigenen Augen gelegen ist. Im Laufe des Tages werden die nämlich ohnehin schon ziemlich müde und vor allem Computermatrosen leiden abends unter bleischweren Lidern. Doch es sollte nicht die grelle Neonröhre sein: Alles was zu hell ist und blendet, ist kontraproduktiv und macht im schlimmsten Fall sogar Kopfschmerzen. Viel besser ist da eine Tageslichtlampe, die sich außerdem positiv auf die Stimmung auswirkt. Die könnt ihr euch einfach selbst mitbringen und auf den Schreibtisch stellen. Das macht fröhlich und motiviert.

6. Pflanzenkraft nutzen

Es muss ja nicht gleich die ganze Flora Südamerikas sein – für ein paar Pflanzen sollte jedoch in jedem Büro Platz geschaffen werden. Ein bisschen Grün tut nämlich nicht nur der Raumoptik gut! Das Büroklima profitiert von den natürlichen Schadstofffiltern genauso wie unsere Atemwege und mit ihnen der gesamte Organismus. Das Gehirn wird also mit Frischluft befeuert, wir sind wacher und fühlen uns bei der Arbeit vergleichsweise fit. Und falls mal so gar nichts mehr zu tun ist, können wir Gummibaum, Kaktus und Ficus zur Entspannung immer noch ausgiebig beim Wachsen beobachten.

7. Richtig sitzen

Damit wir nicht pünktlich zum Renteneintritt so waagerecht laufen wie ein Breitengrad, sollten wir bei der Arbeit auf eine möglichst gesunde Haltung achten. Hilfreich ist da vor allem ein bequemer Stuhl, der die Wirbelsäule gerade hält und sich dem Körper anpasst. Ein höhenverstellbarer Tisch tut sein Übriges für einen gesunden Rücken. Fast genauso wichtig ist aber ausreichend Spielraum für unsere Beine – schließlich sitzen wir ja absichtlich lieber im Büro als im Kajak. Auch einen Fußhocker unter dem Tisch empfinden viele als angenehm, Gelkissen an Maus und Tastatur können außerdem vor Handgelenksproblemen schützen. Viele Arbeitgeber sind durchaus bereit, auf eure körperlichen Anforderungen Rücksicht zu nehmen und das Mobiliar entsprechend anzupassen. Fragt mal nach!

8. In Bewegung bleiben

Trotz ordentlicher Sitzmöbel: Wer ständig nur denkt und sitzt, muss sich ab und an bewegen. Kleine Märsche wirken wahre Wunder – ein ganzes Fitness-Workout tut gar nicht Not. Für die Auflockerung der Muskeln und Gedanken reicht auch schon der Gang zur Kaffeemaschine oder ein tiefer Atemzug an der frischen Luft. Umso besser, wenn man dafür die Treppen nimmt, statt gähnend im Fahrstuhl zu stehen. Ihr arbeitet ohnehin am Laptop, führt öfter mal lange Telefonate am Firmenhandy oder trefft Geschäftspartner? Das geht doch auch ebenso gut auf der Dachterrasse oder im Café vor der Tür. Einfach mal ausloten, welche Möglichkeiten es gibt, und vom Umgebungswechsel profitieren.

9. Entspannungspausen einlegen

Fast jeder kennt das kleine Müdigkeitstief nach dem Mittagessen, doch kaum einer macht einfach mal die Augen zu. Aber könnt ihr eure Pause nicht im Grunde so nutzen, wie ihr mögt? Dazu sollte auch gehören, am Arbeitsplatz kurz und kontrolliert auf Schlummermodus zu schalten. Kein langer Dornröschenschlaf, sondern maximal zwanzig Minuten Powernapping, aus denen wir quicklebendig und produktiv erwachen. Erwiesen ist die positive Wirkung der kleinen Pausen allemal. Trotzdem: Bisher ist diese Form des Krafttankens noch selten geduldet oder überhaupt möglich. Da hilft nur: Schamgefühl über Bord werfen, mit dem Chef abklären, Kissen auf den Tisch und verschnaufen!

10. Zusammenhalt stärken

Alle neun Tipps sind so gut wie wirkungslos, wenn es am Wichtigsten hapert: der guten Stimmung unter den Kollegen. Ein positives Arbeitsklima lässt sich nicht herbeizwingen, ist aber elementar, um sich wohlzufühlen. Das respektvolle Miteinander wird noch besser, wenn man sich austauschen und gemeinsam lachen und essen kann. Schöne Extras: Das Sammeln für Geburtstage oder eine Wand mit Fotos – beispielsweise von der letzten Betriebsfeier. Das stärkt nicht nur den Zusammenhalt des Teams, sondern auch die eigene Motivation, seinen Teil zum großen Ganzen beizutragen.

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