27.10.2016 · smart leben ·

Sport und Job unter einem Hut? Geht ziemlich gut!

Na, meine müden Herbstmatrosen, hängt euch das Wetter auch so in den Knochen? Pünktlich zum Beginn der dunklen Jahreszeit gehen jetzt wieder die Erkältungsviren um und die Büros sind wie leergefegt. Ist man selbst noch einigermaßen auf dem Damm, schleppt man sich gerade so zur Arbeit und versucht mit viel Gemütlichkeit und ein bisschen Ingwertee das Schlimmste noch einmal abzuwehren. Doch es gibt etwas, das den Körper noch besser fit hält als Vitamin-Mittelchen und frisch aufgebrühte Heißgetränke – und das sogar präventiv! Klar, ich rede von Sport. Und wenn ihr euch noch immer fragt, wie bitteschön man eine Vierzigstunden-Woche mit einem wirkungsvollen Sportprogramm in Einklang bringen soll, dann seid ihr damit erstens ganz sicher nicht allein und zweitens bei mir an genau der richtigen Adresse für eine Antwort!

Wer braucht schon Sport?

Prinzipiell ist regelmäßige Leibesertüchtigung für jeden sinnvoll, der im Job hauptsächlich stehen muss, auf seinen vier Buchstaben sitzt, dabei im blödsten Fall automatisch die Beine überschlägt oder bei der Arbeit eine krumme Haltung einnimmt. Allein aus gesundheitlicher Sicht sind zwei bis drei Stunden Sport in der Woche empfehlenswert. Die Gelenke bleiben geschmeidig, unsere Muskulatur wird gestärkt, die Durchblutung angeregt und das Herz-Kreislaufsystem durch den Wechsel von An- und Entspannung für alle Lebenslagen gewappnet. Er schützt uns Steh- oder Schreibtischarbeiter also nicht nur vor einem erhöhten Herzinfarktrisiko, sondern hält uns auch bis ins Alter fit und leistungsfähig. Doch auch, wer beispielsweise im Handwerks- oder Gastronomiebereich tätig und somit ohnehin ständig in Bewegung ist, kann seinem Körper mit gezieltem Ausgleichssport etwas Gutes tun. Durch konstantes Rückentraining, Gymnastik oder Yoga werden die stark beanspruchten Muskelpartien zum Beispiel gefördert und entlastet. Wichtig ist eben nur, dass man für sich das Richtige findet.

Welcher Sport passt zu mir?

Natürlich schmeißt jede körperliche Aktivität per se den Verbrennungsmotor an – je nach persönlichen Zielen empfehlen sich jedoch bekanntermaßen unterschiedliche Trainings-Strategien. Geht es euch vor allem um ein bisschen Bewegung und den Spaß am Sport im Team? Dann versucht es mit Mannschaftssport, einer Lauf- oder Tanzgruppe oder meldet euch für bestimmte Kurse an. Die feste Zeitstruktur macht es hier leicht, den regelmäßigen Termin immer auf dem Schirm zu haben und ihn vorsorglich von Arbeit freizuhalten. Wollt ihr insgesamt fitter und belastbarer oder um die Körpermitte auch etwas schmaler werden? Dafür eignet sich am besten ein guter Mix aus Ausdauer- und Krafttraining. Das geht ebenso gut zuhause mit einem Springseil und einem seriösen Workout-Video, im Park bei einer Joggingrunde mit anschließenden Übungen bei frischer Luft oder bei Sportarten, die beides zu etwa gleichen Teilen beanspruchen – zum Beispiel schwimmen, tanzen oder rudern.

Der teure Alleskönner: das Fitness-Studio

Egal, welchen Effekt ihr euch vom Sport erhofft: Das Fitness-Studio bietet durch die angebotene Mischung an Ausdauer-, Kraftgeräten und Kursen eine Stange an  Möglichkeiten für jedes körperliche Ziel. Besonders Berufstätige mit dehnbaren Arbeitszeiten profitieren von der zeitlichen Unabhängigkeit einer Mitgliedschaft. Manche haben sogar die ganze Nacht geöffnet und sind so vor allem für Schichtarbeiter eine tolle, aber meist nicht ganz günstige Option. Wer es nach dem meist kostenlosen Probetraining erst einmal ohne vertragliche Bindung probieren möchte, bekommt beispielsweise bei Fitfox Tageskarten für viele unterschiedlich ausgerichtete Studios im ganzen Land, die selbst offiziell gar keine Kurzzeit-Tickets anbieten. Damit könnt ihr zum Feierabend auch mal spontan entscheiden, ob das Training noch in den Zeitplan passt und nach welchem Studio euch gerade der Sinn steht. Und wenn euch das alles zu langweilig wird, könnt ihr es immer noch mit den neuesten Trendsportarten probieren. Hauptsache, ihr habt zumindest ein bisschen Spaß bei dem, was ihr tut. Möglichkeiten gibt es also wie Sand am Meer – der Rest ist nur noch Wille und Durchhaltevermögen.

Morgenstund hat Sport im Mund

Wichtig dabei ist vor allem, für sich selbst die richtige Zeit auszuloten. Die meisten Menschen absolvieren ihr Sportprogramm nach der Arbeit. Lieber ein Stündchen mehr Schlaf statt Weckerklingeln mitten in der Nacht, denken sie sich. Dabei hat es einige Vorteile, aus dem Schlummerland direkt in den Vollgas-Modus zu springen. Besonders, wer ein paar Kilo verlieren will, sollte sich einmal zu einer Trainingseinheit vor dem Frühstück motivieren. Ist nämlich der Kohlenhydrat-Speicher am Morgen noch leer, geht der Körper bei Bewegung direkt an die Reserven – und lässt ungeliebte Pölsterchen schneller schmelzen als die Eiskappen am Nordpol bei 100 °C. Klar, der vorzeitige Sprung aus den Federn kostet gerade bei Dunkelheit oder miesem Wetter einiges an Extra-Überwindung. Das Gefühl danach ist dafür unbezahlbar! Um allen Morgenmuffeln unter euch gleich den Wind aus den trägen Segeln zu nehmen: Hier hab ich euch neulich zwanzig Tipps zusammengeschustert, mit denen ihr auch zu unchristliche Zeiten garantiert gut gelaunt in die Puschen kommt. So, und was bietet sich nun an zu Zeiten, zu denen in der Regel weder Mannschaftssport ausgefochten noch eine gemütliche Runde gegolft wird? Im Grunde eigentlich alles andere – diese Ausrede zählt nicht!

Ausgepowert in die Koje

Morgensport eignet sich besonders gut für euch, wenn ihr häufig Überstunden schiebt oder ohne bestimmten Anlass gern mal etwas später den Stift fallen lasst. Für alle anderen gilt: Abends lässt sich der Arbeitsballast wunderbar abstrampeln – vorausgesetzt, man rafft sich auf. Um nach getanem Tageswerk nicht nur die nötige Motivation, sondern auch noch einen ordentlichen Rest körperlicher Energie zusammenraufen zu können, sollte man den Bauch in der Mittagspause zunächst mal nicht mit allzu deftigen Speisen füttern. Ein leichtes Mittagessen mit allen wichtigen Nährstoffen hält uns auch in der zweiten Tageshälfte leistungsfähig – zum Nachlesen gibt’s da nochmal meine Tipps für gesundes Brainfood im Büro. Widersteht man dann dem Drang, einfach auf direktem Weg nach Hause zu fahren und investiert noch ein Stündchen in die eigene Fitness, tut man sich selbst und seinem Körper in den restlichen Stunden vor dem Schlafengehen noch etwas Gutes. Und wie viel schöner ist es schließlich, nach einem abgehakten Arbeitstag ausgepowert und voller Endorphine aufs Sofa zu sinken? Dann darf’s auch gern noch ein Tässchen Ingwertee sein.

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