11.10.2018 · smart steuern ·

Auf die Schnelle noch in diesem Jahr Steuern sparen…

… mit dem Lohnsteuerfreibetrag!

Jedes Jahr machen Sie Ihre Steuererklärung – am besten natürlich mit unserer Online-Lösung smartsteuer. Und jedes Jahr bekommen Sie auch tatsächlich eine nicht gerade kleine Steuererstattung vom Staat. Das ist toll.
Doch es ginge eben noch ein bisschen toller. Wie wäre es, wenn Sie das Geld nicht erst ein Jahr später bekommen würden, sondern noch in diesem Jahr? Und dann ab dem nächsten Jahr jeden Monat anteilig? Klingt verlockend? Dann sollten Sie unbedingt diesen Artikel lesen und danach schnell den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen.

Was ist der Lohnsteuerfreibetrag?

In aller Kürze: Wenn Sie als Arbeitnehmer Ihre Lohnabrechnung bekommen, steht da auch immer die Lohnsteuer drauf, die Ihnen automatisch abgezogen wird und direkt beim Finanzamt landet. Im besten Fall ergeben Ihre Lohnsteuerzahlungen übers Jahr gesehen die Einkommensteuer, die Sie tatsächlich zahlen müssen. Und wer kaum abzugsfähige Ausgaben hat, bei dem stimmt das sogar in guter Näherung. Viele haben aber erhöhte Ausgaben, mehr Werbungskosten als die Pauschale von 1.000 Euro, Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen und vieles mehr. In diesem Fall bekommen Sie über die Steuererklärung im folgenden Jahr dann Geld zurück.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann stellen Sie unbedingt einen Antrag auf einen Lohnsteuerfreibetrag. Denn der bewirkt, dass Sie nicht erst mit der Steuererklärung viel später Geld vom Staat zurückbekommen, sondern fast sofort jeden Monat mehr netto haben! Wie das genau geht – und warum es sich zum Jahresende besonders lohnt, erfahren Sie gleich. Zuerst sagen wir Ihnen noch, wofür es Freibeträge gibt.

Was sind die wichtigsten Freibeträge?

Wie bei der Steuererklärung geht es hier vor allem um Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen sowie haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen.
Dazu gehören unter anderem die Kilometerpauschale, Ausgaben für berufstypische Kleidung, Unterhaltszahlungen, Kinderbetreuungskosten und vieles mehr.
Damit Sie nicht einen Antrag stellen, den ein Finanzbeamter bearbeitet und am Ende bekommen Sie zum Beispiel nur 1,43 Euro, müssen Sie erhöhte Ausgaben von wenigstens 600 Euro nachweisen. Bei den Werbungskosten bedeutet das: Sie müssen mindestens 1.600 Euro Werbungskosten haben, die Pauschale ist ja schon 1.000 Euro. Wer knapp 30 Kilometer zur Arbeit fährt, ist aber schon dabei – alleine damit. Schauen Sie doch einfach mal in Ihren letzten Steuerbescheid rein. Da können Sie ablesen, was Sie zuletzt hatten.

Die Formulare

Was gilt es nun zu beachten? Zuerst muss der Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung auf einem entsprechenden Formular – oder besser Formularen gestellt werden. Formlos reicht hier leider nicht. Die Formulare finden Sie auf dieser Seite rechts. Dort gibt es einmal den Antrag und den vereinfachten Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung – für die Jahre 2017 und 2018.
Wählen Sie bitte die 2018er Variante. Wichtig: Die vereinfachte Fassung steht da zwar noch zur Auswahl, allerdings ist sie seit diesem Jahr in die „normale“ Fassung integriert. Das heißt: Bitte gleich auf den Antrag (ohne vereinfacht) klicken. Dann sehen Sie das eigentliche Formular und die möglichen Anlagen. Für erfahrene Nutzer: Auch das ist 2018 neu. Es gibt drei Anlagen: Kinder, Sonderausgaben & außergewöhnliche Belastungen und Werbungskosten. Klicken Sie die an, die Sie brauchen. Tipp: Laden Sie auch die Anleitung (steht rechts oben) herunter. Füllen Sie das Ganze aus – und unterschrieben ab damit per Post zu Ihrem zuständigen Finanzamt.

Die Fristen

Zuerst: Wenn Sie im Antrag bei „Zweijährige Gültigkeit des Freibetrags“ ein Kreuz machen, gilt der Freibetrag für zwei Steuerjahre (also nicht Kalenderjahre). Das bedeutet, er greift noch für den Rest von 2018 und dann für 2019.
Wichtig: Der allerletzte Termin, um noch von den Steuervorteilen in diesem Jahr zu profitieren, ist der 30. November 2018. Bis dahin sollte Ihr Antrag beim Finanzamt sein.
Der Clou: Der Freibetrag ist ein Jahresbetrag. Er wird auf die Monate aufgeteilt, die im Jahr noch zur Verfügung stehen. Verstanden? Nein? Dann sollten Beispiele helfen.
Nehmen wir an, Sie haben dank Ihres Antrags auf Lohnsteuer-Ermäßigung einen Freibetrag von 2.400 Euro – und Sie haben ihn gleich für zwei Steuerjahre beantragt (2018 und 2019).

  • Sie geben Ihren Antrag noch im Oktober ab: Dann wird der Freibetrag von 2.400 Euro auf die verbleibenden beiden Monate aufgeteilt. Also je 1.200 Euro für November und Dezember. Im Jahr 2019 sind es dann jeweils 200 Euro pro Monat.
  • Sie geben den Antrag im November ab: Dann geht der Freibetrag von 2.400 Euro komplett in den Dezember. 2019 dann wieder 200 Euro im Monat.

Sie haben also sogar ein bisschen Spielraum für die Abgabe. Warum das gut ist? Es soll ja immer noch Arbeitnehmer geben, die am Jahresende Weihnachtsgeld oder andere Einmalzahlungen erhalten. Wenn das schon im November passiert, sollten Sie unbedingt die Abgabe im Oktober schaffen. Bekommen Sie die Extrazahlungen aber erst im Dezember, geben Sie besser erst im November ab. Warum das Ganze: In dem Monat mit der Prämie haben Sie ein deutlich höheres Gehalt als sonst. Je mehr Sie davon mit dem Lohnsteuerfreibetrag abziehen können, desto besser. Da kann es schon um mehrere hundert Euro gehen.

Falls Sie es bis Ende November nicht mehr schaffen sollten, dann müssen Sie mit den Formularen für 2019 arbeiten. Machen Sie es gleich im Dezember oder im Januar 2019, dann greift der Freibetrag immerhin für die kompletten Jahre 2019 und 2020.

Was bedeutet das konkret für mich?
Wenn Sie noch bis zum 30. November einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen, können Sie noch in diesem und auch im nächsten Jahr Steuern sparen. Denn Sie erhalten erhöhte Freibeträge, was zu einem höheren Netto führt. Sie müssen in der Regel über 600 Euro an erhöhten Ausgaben haben. Immer abzüglich der eigentlichen Freibeträge. Bei den Werbungskosten sind das dann 1.600 Euro.
Wer einen Lohnsteuerfreibetrag in Anspruch nimmt, muss im nächsten Jahr eine Steuererklärung machen. Was nicht schlimm ist, Sie hätten bei Ihren erhöhten Ausgaben ja eh eine machen sollen, wenn nicht sogar müssen. Und mit unserer Online-Lösung smartsteuer ist die Steuer auch schnell und einfach gemacht.

 

Juliane Bunte Geschrieben von:
Kein Kommentar

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,



Leider wurde bisher noch kein Kommentar abgegeben


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)